06.05.2021 15:08

QIX Deutschland: Warum RATIONAL und freenet aktuell teils zweistellig zulegen können

QIX aktuell: QIX Deutschland: Warum RATIONAL und freenet aktuell teils zweistellig zulegen können | Nachricht | finanzen.net
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Trotz weiterhin positiver Stimmung wird die jüngste Erholung beim QIX Deutschland am Donnerstag von anhaltenden Inflationsängsten ausgebremst. Dabei liegt der Index am Nachmittag mit 0,5% im Minus bei 15.850 Punkten.
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RATIONAL geht nach 24%igem Q1-Gewinnsprung für sein Großküchen-Geschäft von weiterer Erholung und Abbau des Investitionsstaus aus. freenet verzeichnet dank wachsender TV- und Mediensparte in den ersten 3 Monaten ein Gewinnplus von 4% und klettert angesichts von 8% Dividende auf Mehrjahreshoch.

Zu den gestrigen Top-Werten im Qualitäts-Index zählte mit starken Zugewinnen von über 10% vor allem die Aktie von RATIONAL, die heute erneut um 1,0% auf 776,80 Euro zulegen kann. Immerhin konnte der Großküchenausrüster dank zuletzt besser laufender Absatzzahlen und Sparmaßnahmen wieder mehr verdienen. Dabei spürte das Unternehmen gerade in den letzten Monaten eine deutlich Erholung von den zahlreichen Pandemie-Auswirkungen insbesondere bei Restaurants und vielen Kettenkunden wie Bäckereien und Fastfood-Anbieter. Die positive Entwicklung im Auftragsein¬gang und Umsatz im März habe über den Februar-Erwartungen von RATIONAL wie auch der gesamten Großküchengeräte-Branche gelegen, teilte der Vorstand am Mittwoch mit. Da das Marktumfeld weiterhin aber volatil sei, bleibe jedoch abzuwarten, ob die positive Entwicklung nachhaltig sei, oder es sich um kurzfristige Nachholeffekte handele. Zum Jahresbeginn von Januar bis März gaben die Umsätze des Gastronomie-Dienstleisters, der weltweit Gaststätten und viele Essküchen unter anderem mit seinem innovativen Combi-Dämpfer beliefert, im Jahresvergleich jedoch noch um 7% auf 167,7 Mio. Euro nach. Der Betriebsgewinn legte bei RATIONAL aber dank geringerer Kosten um 24% auf 32,2 Mio. Euro zu. Folglich stieg im Quartal auch wieder die entsprechende operative Marge auf 19,2% nach 14,3% im Vorjahr. In den ersten 3 Monaten entwickelte sich das Geschäft aber regional betrachtet sehr unterschiedlich. Vor allem in Asien zeigte sich eine Tendenz zur Normalisierung. Der Quartalsumsatz lag in der Region dem Unternehmen zufolge gut ein Viertel über dem Vorjahr.

Der zuletzt verbuchte Umsatzrückgang in Nordamerika verringerte sich dank der laufenden Impfstrategie auf unter 10%, während die Erlöse des Großküchengeräte-Lieferanten in Europa und Lateinamerika jeweils mehr als 10% nachgaben. Dabei wurde RATIONAL schon in 2020 von der Virus-Ausbreitung stark in Mitleidenschaft gezogen, die letztlich zu einem scharfen Umsatzeinbruch von 23% führte. Nach den schmerzlichen Einbußen und den derzeitigen Lockdowns hofft das Management aber, dass 2021 endlich viele Restaurantgeschäfte und die Hotellerie wieder öffnen können, und damit auch ein gewisser Investitionsstau aus dem letzten Geschäftsjahr für zusätzliches Wachstum sorgen wird. Die alten Kennzahlen dürften dann ebenfalls wieder erreicht werden. Denn neben der hohen EBIT-Marge erzielte RATIONAL zuletzt trotz Krise eine solide Eigenkapitalrendite von 15 %. Mit diesen Werten befindet sich die Aktie jedenfalls zu Recht im deutschen Qualitätsaktien-Index (QIX). Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt.

Stark zulegen kann am Donnerstag im Qualitäts-Index auch die Aktie von freenet, die dabei um 3% im Plus bei 21,20 Euro steht. Unterstützung kommt dabei von der heutigen Ankündigung, dass der Telekomunikations- und Mobilfunkanbieter beim Gewinn besser in das Jahr 2021 gestartet ist als von Analysten erwartet. Da die Verkaufshops wegen der Corona-Maßnahmen in Deutschland aber in den ersten 3 Monaten zwangsläufig schließen mussten, fehlte dem Unternehmen aber vor allem der Absatz mit Telefonen und Tablets. Der Rückgang ist zwar deutlich, hat jedoch kaum eine negative Auswirkung auf die Profitabilität der Gruppe, versicherte heute der Vorstand. Dagegen stieg der weitaus kleinere Umsatz im jüngsten Quartal mit Fernsehprodukten leicht, da freenet Preisanpassungen nach oben vorgenommen hatte. Letztlich erlösten die Hamburger zum Jahresauftakt mit 619,2 Mio. Euro gut 4,6% weniger als noch im Vorjahr. Für den Mobilfunk- und Mediendienstleister sah es dagegen aber deutlich besser beim operativen Ergebnis (EBITDA) aus, das um 4,4% auf 108,8 Mio. Euro stieg. Dabei half in erster Linie die gute Entwicklung in der TV- und Mediensparte, die gemessen am EBITDA um immerhin gut ein Fünftel zulegen konnte. Unternehmensangaben zufolge war dabei die Nachfrage nach dem Streamingdienst waipu.tv einer der Wachstumstreiber.

freenet konnte zudem auch einen freien Barmittelzufluss (Free Cashflow) von unverändert 59,5 Mio. Euro vermelden, was insbesondere Dividendenanleger gern vernommen haben. Denn neben dem Schuldenabbau spielt bei dem Unternehmen derzeit auch die im Juni geplante Dividendenausschüttung eine wichtige Rolle. So wurden mit dem Verkauf der Anteile am Schweizer Konkurrenten Sunrise vom Mobilfunkanbieter zuletzt bereits gut 610 Mio. Euro getilgt. Durch den vollständigen Verkauf der rund 11 Mio. Sunrise-Aktien hatte freenet etwa 1,1 Mrd. Euro eingenommen. Von der restlichen Summe des Beteiligungsverkaufs wird für 2020 nun aber eine stattliche Gewinnausschüttung erwartet. Regulär könnte das Management wieder 1,50 Euro je Aktie plus eine Sonderdividende von 0,15 Euro auf der nächsten HV ankündigen. Sollte dem Vorschlag also stattgegeben werden, dann bietet die freenet-Aktie gegenwärtig eine fürstliche Dividendenrendite von fast 8%.

Wenn Sie den QIX nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.

Hinweis: Da der QIX Deutschland von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Deutschland. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.

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