ROUNDUP: Mann bei Schusswaffenvorfall mit Beamten in Arizona verletzt

28.01.26 14:33 Uhr

ARIVACA (dpa-AFX) - Bei einem Schusswaffenvorfall, bei dem auch der US-Grenzschutz involviert war, ist ein Mensch im Bundesstaat Arizona schwer verletzt worden. Er befand sich in kritischem Zustand, wie die US-Sender NBC News und Fox News unter Berufung auf die zuständigen Behörden berichteten. Der Mann war US-Medien zufolge des Menschenschmuggels verdächtigt worden.

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Der Zwischenfall ereignete sich nach Angaben des Sheriff-Büros Pima County im Süden des Bundesstaats auf einer Autobahn nahe dem Ort Arivaca, etwa 16 Kilometer von der Grenze zu Mexiko entfernt. Wie die US-Grenzschutzbehörde mitteilte, wollten Beamte am Dienstagvormittag (Ortszeit) einen Wagen stoppen, woraufhin der Fahrer zu Fuß flüchtete. Nach Darstellung der Behörde schoss die Person zuerst - Beamte hätten das Feuer erwidert und sie getroffen.

Bei dem Einsatz seien Beamte am Boden sowie ein Hubschrauber der Grenzkontrolle (Border Patrol) involviert gewesen, sagte Pima-Sheriff Chris Nanos dem Portal "AZ Mirror" zufolge während einer Pressekonferenz. Bei dem Verdächtigen handele sich um einen 34-Jährigen, der verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden sei, berichteten US-Medien wie der Sender NBC News. Dem Portal "AZ Mirror" zufolge zeigen Gerichtsakten, dass der Mann im Dezember nach einer früheren Verurteilung wegen Menschenschmuggels aus der Haft geflohen sei.

Keine Verbindung zu ICE-Vorgehen

Den bisherigen Informationen zufolge hatten Grenzschutzbeamten bereits am Morgen einen Wagen mit mehreren Insassen gesichtet, zitierte NBC News das Sheriffbüro. Als sie den Wagen stoppen wollten, seien die Menschen geflohen. Kurze Zeit darauf habe ein Grenzschutzbeamter dasselbe Auto zu erkennen geglaubt und es stoppen wollen. Dabei sei es dann zu einer kurzen Verfolgungsjagd gekommen, bei der der Verdächtige auch auf den Hubschrauber geschossen habe und dann selbst getroffen worden sei.

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Der Zwischenfall in Arizona ließ aufhorchen, auch wenn es sich nach bisherigen Informationen nicht um einen Einsatz handelte, der mit dem Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE gegen Migranten ohne Papiere in Verbindung steht.

Die Einsätze von ICE-Beamten sowie Grenzschutzbeamten empören und schrecken derzeit viele Menschen in den USA auf. Am Wochenende war der 37-jährige US-Bürger Alex Pretti bei einem Einsatz von Bundesbeamten in Minneapolis im nördlichen Bundesstaat Minnesota getötet worden. Wochen davor hatte ein Beamter der Einwanderungsbehörde ICE ebenfalls in Minneapolis die US-Bürgerin Renée Good in ihrem Auto erschossen./aae/DP/jha