Amazon-Aktie im Blick: Stellenstreichungen - Abbau der Bürokratie - Aktie im Blick

Der weltgrößte Onlinehändler Amazon will im Rahmen einer zweiten großen Entlassungswelle innerhalb von drei Monaten rund 16.000 Arbeitsplätze abbauen.
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Damit will der Konzern wegen der zunehmenden Konkurrenz im Bereich Künstlicher Intelligenz die Bürokratie verschlanken. Das Unternehmen werde seinen Mitarbeitern in den USA 90 Tage Zeit geben, um intern nach einer neuen Stelle zu suchen, erklärte die unter anderem für Technologie zuständige Vizepräsidentin Beth Galetti am Mittwoch in einem Blogbeitrag. Beschäftigten, die keinen neuen Job innerhalb des Konzerns finden können, werde das Unternehmen Abfindungen und andere Unterstützung für den Übergang anbieten.
"Wir haben daran gearbeitet, unsere Organisation zu stärken, indem wir Hierarchiestufen reduziert, die Eigenverantwortung erhöht und Bürokratie abgebaut haben", sagte Galetti. Die Stellenstreichungen kommen nur wenige Monate nach einer ersten Ankündigung des Unternehmens, 14.000 Stellen abbauen zu wollen.
Amazons Vorstandschef Andy Jassy hatte wiederholt erklärt, Managementebenen abbauen und die Bürokratie verringern zu wollen. Denn dies bereite nach einer Einstellungswelle während der Pandemie den Führungskräften zunehmend Sorgen. Im vergangenen Jahr warnte der Amazon-Chef die Mitarbeiter bereits, dass Künstliche Intelligenz zu einem Rückgang der Belegschaft führen werde, da Amazon immer mehr Abläufe automatisiere. Stand Ende September 2025 beschäftigte Amazon weltweit rund 1,58 Millionen Menschen.
Amazon schließt kassenlose Mini-Supermärkte
Amazon schließt seine Mini-Supermärkte ohne Kassen. Die ersten Geschäfte unter der Marke Amazon Go, in denen Kunden einfach Produkte aus dem Regal greifen und rausgehen können, öffneten in den USA 2018. Gewichtssensoren in den Regalen und Kameras an der Decke sollen sicherstellen, dass die Einkäufe richtig zugeordnet und nachträglich abgebucht werden.
Die Technologie werde inzwischen von anderen Händlern an mehr als 360 Standorten in fünf Ländern eingesetzt, betonte Amazon. Darunter seien eine Krankenhaus-Cafeteria und eine Eishockey-Arena. Zudem greife der Konzern selbst darauf zurück - für die Verpflegung von Mitarbeitenden in mehr als 40 seiner Logistikzentren in Nordamerika. Für die zuletzt 14 Amazon-Go-Läden in Nordamerika ist nun aber Schluss.
Branchenkenner hatten bereits in den vergangenen Jahren darauf verwiesen, dass die Technik für den kassenlosen Einkauf aufwendig und dadurch kostspielig sei. Das mache es schwierig, sie auf größere Ladenflächen auszuweiten.
Seine wie gewöhnliche Supermärkte funktionierenden Geschäfte unter der Marke Amazon Fresh macht der weltgrößte Einzelhändler ebenfalls dicht. Davon gab es zuletzt mehr als 50. Man habe es nicht geschafft, ein Geschäftsmodell für einen weitreichenden Ausbau des Ladennetzes zu finden.
Ein Teil der aufgegebenen Standorte von Amazon Fresh und Amazon Go soll zu Supermärkten der Kette Whole Foods umfunktioniert werden, die der Konzern 2017 gekauft hatte. Amazon äußerte sich zunächst nicht dazu, ob die Technik zum kassenlosen Einkauf dort weiterhin eingesetzt werden könnte. Amazon Fresh hatte zum Teil dieselben Marken wie Whole Foods im Angebot, oft zu niedrigeren Preisen.
In den vergangenen Jahren probierte Amazon vor allem in den USA verschiedene Wege aus, um aus dem Online-Handel ins stationäre Geschäft vorzustoßen - und gab viele davon wieder auf. Dazu gehörten unter anderem Buchläden und Geschäfte für Elektronik und Mode.
Im vorbörslichen NASDAQ-Handel notiert die Amazon-Aktie zeitweise 0,26 Prozent höher bei 245,31 US-Dollar.
/so/DP/zb
SEATTLE (dpa-AFX)
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