30.11.2021 17:38

Omikron sorgt für nervösen Handel: DAX schließt tiefer

Schlechte Impfstoff-News: Omikron sorgt für nervösen Handel: DAX schließt tiefer | Nachricht | finanzen.net
Schlechte Impfstoff-News
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Der deutsche Leitindex verlor am Dienstag erneut den Halt.
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Der DAX eröffnete mit einem Abschlag von 0,68 Prozent bei 15.177,63 Punkten und rutschte im Anschluss deutlich weiter nach unten. Zwischenzeitlich rückte die psychologisch wichtige 15.000er-Marke in greifbare Nähe. Zum Börsenschluss grenzte der Leitindex seine Verluste etwas ein und beendete die Sitzung 1,18 Prozent schwächer bei 15.100,13 Zählern.
Neue Furcht vor der Coronavirus-Variante Omikron ließ an den Aktienmärkten die Nervosität steigen.

Moderna-Chef: Impfstoffe gegen Omikron vermutlich weniger wirskam

Für weiteren Abgabedruck sorgten vor allem die Aussagen des Moderna-Chefs Stephane Bancel in der "Financial Times", dass bestehende Impfstoffe mit der Omikron-Variante ihre Probleme haben dürften und es länger dauern dürfte, bis angepasste Vakzine in ausreichendem Umfang hergestellt werden könnten. Die Sorgen der Anleger vor der Variante wurden damit schlagartig wieder größer. Erfreuliche Wirtschaftsdaten aus China, wo der staatliche Einkaufsmanagerindex für die Industrie im November stärker stieg als erwartet, gerieten durch die Nachrichten zu Omikron in den Hintergrund.

Fed-Chef betont Omikron-Risiken für die Wirtschaft

Der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, betonte zudem vor einem Senatsausschuss die mit Omikron verbundenen wirtschaftlichen Risiken. Devisenexpertin You-Na Park-Heger von der Commerzbank verwies bereits auf mögliche Folgen für die künftige Geldpolitik. "Sollte Omikron die Wirtschaftsaktivität aufgrund von Beschränkungsmaßnahmen oder Angst in der Bevölkerung bremsen, könnte die ein oder andere Notenbank eine Straffung der Geldpolitik überdenken und eventuell nach hinten schieben."

Inwieweit das dann wiederum die Aktienmärkte stützen könnte, die jahrelang von der Billiggeldpolitik der Notenbanken profitieren konnten, bleibt angesichts einer womöglich erneut deutlichen Konjunktureintrübung abzuwarten.

Redaktion finanzen.net / dpa-AFX

Bildquellen: thodonal88 / Shutterstock.com
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