finanzen.net
19.06.2019 21:02
Bewerten
(0)

Mark Hulbert: Dow könnte im nächsten Bärenmarkt 35 Prozent verlieren

Starke Verluste voraus?: Mark Hulbert: Dow könnte im nächsten Bärenmarkt 35 Prozent verlieren | Nachricht | finanzen.net
Starke Verluste voraus?
Sollte auf den aktuellen Bullenmarkt in naher Zukunft ein Bärenmarkt folgen könnte dieser den Dow Jones stark in Mitleidenschaft ziehen. Ein Experte prognostiziert, dass der US-amerikanische Index rund 35 Prozent verlieren könnte.
Schon seit geraumer Zeit gibt es Spekulationen um eine bevorstehende Rezession. Doch auch für Experten ist es nicht einfach abzuschätzen, ob oder wann diese eintreten könnte. Wenn es an den Aktienmärkten zu einem Abschwung kommen würde, dürfte dies auch die Wirtschaft schwächen. Um bessere Vorhersagen über bevorstehende Kursstürze machen zu können untersuchte Mark Hulbert alle 36 Bärenmärkte seit 1900, die in einem Kalender von Ned Davis Research festgehalten sind und berichtete bei MarketWatch über die Entwicklung des Dow Jones in solchen Phasen.

Länge des Bullenmarkts

Viele Anleger sorgten sich darum, dass auf den aktuellen Bullenmarkt, der der aktuell längste in der Geschichte des US-Aktienmarktes ist, ein schlimmer Bärenmarkt folgen könnte. Hulbert untersuchte daher, ob die Härte eines Bärenmarktes mit der Länge des vorherigen Bullenmarktes zusammenhänge. Hierbei gebe es aber keinen Zusammenhang. Der Experte teilte die 36 Bärenmärkte in zwei gleichgroße Gruppen. Bei den 50 Prozent mit den zuvor kürzesten Bullenmärkten sei der Dow durchschnittlich um 31,5 Prozent gefallen, bei den 50 Prozent mit den zuvor längsten Bullenmärkten habe er im Schnitt 30,8 Prozent nachgegeben. Es konnte also kein erkennbarer Unterschied festgestellt werden.

Kurs-Gewinn-Verhältnis

Als nächstes untersuchte Hulbert, ob das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Gesamtmarktes am Anfang eines Bärenmarktes Auswirkungen auf dessen Schwere habe. Dafür unterteilte er wieder in zwei Gruppen. Bei den Bärenmärkten, zu deren Beginn das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) am geringsten war, verlor der Dow Jones 27,8 Prozent, während er bei jenen, vor denen das KGV am höchsten war 34,5 Prozent abgab. Diese Differenz lasse aufgrund der geringen Datenmenge und der Abweichung allerdings keine zuverlässigen Aussagen über einen Zusammenhang treffen, erklärte der Experte bei MarketWatch.

Zyklisch angepasstes Kurs-Gewinn-Verhältnis

Beim Vergleich zwischen den Gruppen mit dem geringsten bzw. höchsten zyklisch angepassten Kurs-Gewinn-Verhältnis (allgemein als CAPE bekannt) war der Unterschied etwas größer. Bei den 50 Prozent der Bärenmärkte, die mit den höchsten CAPEs begannen, sank der Dow Jones um 35,3 Prozent im Vergleich zu etwa 26 Prozent bei der Hälfte mit den geringsten CAPEs. Zwar sei auch diese Berechnung nicht aussagekräftig genug, zeige aber dennoch eine gewisse Tendenz.

Aktuell liege das zyklisch angepasste Kurs-Gewinn-Verhältnis sehr hoch. Wenn man der Betrachtung der vergangenen Abschwünge an den Märkten also Bedeutung beimesse, könnte das heißen, dass der Dow im nächsten Bärenmarkt ähnliche Verluste erleiden könnte. Beim aktuellen Stand von etwa 26.000 Indexpunkten würde dieses Minus von rund 35 Prozent ein Unterschreiten der Marke von 17.000 Punkten und somit einen Verlust von insgesamt rund 9.000 Zählern bedeuten.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: albund / Shutterstock.com, Ilkin Zeferli / Shutterstock.com
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX beendet Handel fester -- Dow stabil -- Dürr und Klöckner & Co mit Gewinnwarnung -- Eskalation im Streit zwischen FT und Wirecard -- EVOTEC, Bayer, Infineon im Fokus

TRATON-Aktien rutschen auf neues Tief. Software AG-Aktien stabilisieren sich nach Kursrutsch. NORMA-Aktie fällt unter 30-Euro-Marke. Hyundai profitiert von Nachfrage nach Stadtgeländewagen. China verhängt Strafzölle auf Edelstahl-Importe aus Europa. Julius Bär macht weniger Gewinn.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die 12 toten Topverdiener 2019
Diese Legenden sind die bestbezahlten Toten der Welt
Das hat sich geändert
Diese Aktien hat George Soros im Depot
Big-Mac-Index
In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?
Die Länder mit den größten Goldreserven 2019
Wer lagert das meiste Gold?
In diesen Berufen bekommt man das niedrigste Gehalt
Welche Branchen man besser meiden sollte.
mehr Top Rankings

Umfrage

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer will eine deutliche Steigerung der deutschen Rüstungsausgaben. Unterstützen Sie diese Forderung?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
NEL ASAA0B733
Infineon AG623100
Amazon906866
Microsoft Corp.870747
BayerBAY001
TeslaA1CX3T
ProSiebenSat.1 Media SEPSM777
BASFBASF11
Apple Inc.865985
EVOTEC SE566480
SAP SE716460
CommerzbankCBK100