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17.10.2019 17:02
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Experte hält Alibaba für "extrem unterbewertet"

Unterschätztes Potenzial: Experte hält Alibaba für "extrem unterbewertet" | Nachricht | finanzen.net
Unterschätztes Potenzial
Justin Leverenz betrachtet die Aussage, dass Schwellenländer schneller wachsen, kritisch. Doch er glaubt an das Potenzial einzelner Unternehmen - eines davon ist Online-Handelsriese und Amazon-Konkurrent Alibaba.
• Investitionen in Schwellenländer nicht generell zu empfehlen
• Fokus auf einzelne Unternehmen, unabhängig davon, woher sie kommen
• Alibaba-Potenzial unterschätzt

Justin Leverenz, Portfoliomanager für Schwellenländer bei Invesco OFI, bestätigt gegenüber Finanz und Wirtschaft zwar, dass die Schwellenländer Anfang der 2000er schneller wuchsen, doch dies habe konkrete Gründe: Man habe aus den Finanzkrisen in anderen Staaten wie Russland, Mexiko und Asien gelernt und seine Wirtschaftspolitik angepasst. China, mit seiner starken Entwicklung, verzerre aber den Blick auf die Schwellenländer. Für die meisten Länder sei es kaum möglich, eine solche Entwicklung hinzulegen.

Verantwortlich für die Probleme in den Entwicklungsländern seien oftmals wirtschaftliche Ungleichheit und eingeschränkte soziale Mobilität. Hinzu kommen häufig auch noch politische Ungleichheiten.

Einzelne Unternehmen im Fokus

Leverenz ist der Meinung, dass es für Investoren nicht unbedingt notwendig ist, in Schwellenländer zu investieren. Es gebe überall auf der Welt gute Unternehmen - in Industrienationen, als auch in Ländern mit geringerem Wirtschaftswachstum. Wichtig sei, dass die Unternehmen Vorteile gegenüber der Konkurrenz haben. "Wir mögen Unternehmen, die dank neuer Initiativen und Projekte den Charakter einer Realoption haben, die also ähnlich einer Finanzoption ein riesiges Gewinnpotenzial haben", verlautet Leverenz. Statt auf konservative Weise in Zukunft einfach weiterhin mit dem bisherigen Wachstum zu planen, sollten Investoren mutig sein und mit nichtlinearem Wachstum rechnen, das aus den zuvor genannten Realoptionen resultieren könnte.

Leverenz setzt auf Alibaba und Tencent

Zwei der größten Positionen in Leverenz‘ Portfolio sind Tencent und Alibaba. Dass die Unternehmen nur deshalb so stark seien, weil die chinesische Regierung sie schützt, glaubt er nicht. "Diesen Vorwurf hört man im Silicon Valley oft, aber das stimmt nicht. Der Wettbewerb im chinesischen Online-Geschäft ist extrem hart. Google, Uber und Amazon haben sich entschieden, China zu verlassen, weil sie nicht mit den heimischen Unternehmen mithalten konnten", erklärt er. Wenn Unternehmen wie Tencent und Alibaba von der Regierung Monopollinzenzen erhielten, müssten sie nicht, so wie sie es aktuell tun, ständig neue Innovationen auf den Markt bringen.

Der chinesische Amazon-Konkurrent Alibaba sei mit seiner derzeitigen Marktkapitalisierung von mehr als 400 Milliarden US-Dollar immer noch stark unterbewertet, meint Levernz. "Dieser Börsenwert unterschätzt selbst das Potenzial des Kerngeschäfts, das auf absehbare Zeit jährlich mehr als 20% wachsen wird", verlautet Leverenz gegenüber Finanz und Wirtschaft. Und das sei noch nicht alles, hinzu kämen auch noch Neuerungen in anderen Feldern, wie dem Einzelhandel, Fintech und Cloud Computing.

Für die Alibaba-Aktie geht es in diesem Jahr aufwärts: Seit Jahresanfang konnte sie rund 27 Prozent zulegen. Die Marktkapitaliserung liegt derzeit bei rund 456 Milliarden US-Dollar.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: testing / Shutterstock.com, Gil C / Shutterstock.com

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16.05.2019Alibaba BuyThe Benchmark Company
31.01.2019Alibaba OverweightBarclays Capital
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22.10.2018Alibaba BuyThe Benchmark Company
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