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01.04.2019 18:58
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Bitcoin: Es muss noch langweilig werden

Der Bitcoin befindet sich kurzfristig auf Erholungskurs. Die Kernfrage ist aber, ob bereits die Basis für einen neuen nachhaltigen Aufschwung gelegt wurde.

Eine Kolumne von Holger Steffen. Der Anlageexperte ist Berater für den Value-Stars-Deutschland-Index, der seit Auflage im Dezember 2013 einen Kurszuwachs von 82,9% verzeichnet hat (Stand 28.02.2019).

Die prekäre charttechnische Lage in Form eines absteigenden Dreiecks, die wir für den Bitcoin-Kurs im Oktober konstatiert hatten, hat sich seitdem mit einem kräftigen Abwärtsschub aufgelöst. Von dem Niveau bei etwa 6.000 US-Dollar, auf dem die größte und älteste Kryptowährung zuvor über mehrere Monate verharrt hatte, ging es in nur wenigen Wochen bis auf unter 3.200 US-Dollar. Anschließend wurde ein Teil dieser Kursverluste aufgeholt, wobei sich die Marke von 4.000 US-Dollar, an der der Bitcoin-Preis aktuell liegt, als ein starker Widerstand erwiesen hat.

Energieverbrauch gesunken

Anders als der vorangegangene Preisverfall, der bis Mitte 2018 noch von steigenden Mining-Kapazitäten begleitet worden war, sorgte der letzte Abwärtsschub für einen deutlichen Kapazitätsabbau im Mining-Sektor. Die gesamte Hash-Rate des Netzwerks, also die kumulierte Rechen-Power, reduzierte sich von fast 55 EXA Hash/s noch Anfang Oktober auf 35 EXA Hash/s Mitte Januar. Das ging einher mit der massenhaften Verschrottung alter Hardware - Pressberichten zufolge wurden vor allem in China ganze Hallen ausgeräumt. Dies hat sich auch im Energieverbrauch des gesamten Bitcoin-Netzwerks niedergeschlagen, der sich von geschätzten 73 TWh/Jahr im November bis auf 41 TWh/Jahr massiv ermäßigte.

Neue Hardware-Generation

Seit Ende Dezember steigen aber wieder sowohl die Hash-Rate als auch der Energieverbrauch, was auf wieder wachsende Mining-Kapazitäten im Netzwerk schließen lässt. Zu erklären ist das vor allem mit der neuen Generation der auf das Mining spezialisierten Hardware, die Bitmain, der mit Abstand wichtigste Ausrüster der Miner, im November vorgestellt hat. Der neue Antminer S15 ist gemessen an der Hash-Rate pro Sekunde doppelt so leistungsfähig wie das Vorgängermodell, gleichzeitig ist die neue Generation um ein Drittel energieeffizienter.

Fazit zu Bitcoin

Wie die wieder wachsenden Mining-Aktivitäten zeigen, ist die älteste Kryptowährung auch nach dem erneuten Kursverfall im Herbst noch durchaus lebendig. Auch die Zahl der täglichen Transaktionen wächst wieder, wenn auch die Höchstwerte von Ende 2017 noch vergleichsweise weit weg liegen. Das gleichzeitig das Interesse der Medien und vieler Anleger an der Asset-Klasse abgenommen zu haben scheint, ist im Hinblick auf die vorangegangene Spekulationsblase zu begrüßen. Erfahrungsgemäß ist der beste Einstiegszeitpunkt für langfristig orientierte Anleger genau dann, wenn sich die Masse abwendet. Sollte der Bitcoin also eine Zukunft als Asset-Klasse haben, was noch nicht gesichert ist, stellt die langanhaltende Ernüchterungsphase eine wichtige Voraussetzung dar.

Der Autor dieser Kolumne, Holger Steffen, ist Berater für den Value-Stars-Deutschland-Index, der etwa 20 aus­gewählte Aktien aus dem deutschen Nebenwerte-Segment enthält. Das Portfolio können Anleger im monatlichen Newsletter zum Value-Stars-Index einsehen.

 

Über Holger Steffen

Holger Steffen vom Value-Stars-Deutschland-Index Holger Steffen ist einer der erfahren­sten Nebenwerte-Experten. Mit dem von ihm mitverant­worteten Muster­depot des Anlegerbriefs erzielte er seit Start im Jahr 1999 eine Rendite von 1.701 Prozent, das entspricht einer durch­schnittlichen Rendite von 16,4 Prozent pro Jahr (Stand: 31.12.2018).
Der gelernte Diplom-Kaufmann hat als wissen­schaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Finanzwirtschaft der RWTH Aachen gearbeitet. Seit mehr als 15 Jahren ist Steffen in der Finanzbranche aktiv, sein Schwerpunkt liegt in der Unternehmens- und Kapitalmarktanalyse. Der Analyst hat bereits zahlreiche Studien zu deutschen Nebenwerten verfasst und sich als Buchautor betätigt. Der Anlage­experte ist zudem Berater für den Value-Stars-Deutschland-Index, der seit Auflage im Dezember 2013 einen Kurszuwachs von 82,9% verzeichnet hat (Stand 28.02.19).

Hinweis zu möglichen Interessenkonflikten (§34b WpHG):

Der Autor hält über eine Gesellschaft Geschäftsanteile an der Anlegerbrief Research GmbH, die ein entgeltliches Beratungsmandat für den Value-Stars-Deutschland-Index hat. Darüber hinaus können hinsichtlich der in dieser Finanzanalyse genannten Aktien grundsätzlich folgende Interessen­konflikte vorliegen (zutreffendes gefettet):

  • Der Autor oder ein Mitautor halten direkt oder indirekt folgende in diesem Artikel analysierte Aktien: - (keine)
  • Der von der Anlegerbrief Research GmbH herausgegebene Börsenbrief "Der Anlegerbrief" hält folgende in diesem Artikel analysierte Aktien in seinen Modellportfolios: - (keine)
  • In einem Zertifikat auf den Value-Stars-Deutschland-Index (ISIN DE000LS8VSD9) sind folgende in diesem Artikel analysierte Aktien enthalten: - (keine)

Weitere Hinweise:

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regress­ansprüche aus.
Die finanzen.net GmbH unterhält geschäftliche Verbindungen zur Anlegerbrief Research GmbH, dem Berater des Referenz­portfolios, und partizipiert an den Einnahmen aus der Verwaltungs­gebühr und der erfolgs­abhängigen Gebühr des Endlos-Zertifikats auf den Value-Stars-Deutschland-Index (WKN LS8VSD).

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