26.06.2019 19:34

Raus aus der "Servicehölle": Tesla verzichtet künftig auf Inspektionen

Werkstätte unnötig?: Raus aus der "Servicehölle": Tesla verzichtet künftig auf Inspektionen | Nachricht | finanzen.net
Werkstätte unnötig?
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Tesla stolpert von der einen Hölle in die nächste: Nachdem die Produktionshölle teilweise überwunden schien, folgte die Servicehölle. Doch auch damit soll nun Schluss sein, denn Tesla will seinen Kunden künftig zumindest lästige Werkstattbesuche ersparen.
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Weniger Verschleiß dank Elektromotor

Werkstattbesuche waren gestern - zumindest Tesla-Fahrer müssen für eine Inspektion künftig nicht mehr regelmäßig extra in eine Werkstatt fahren. "Ihr Tesla benötigt keine jährliche Wartung mehr", zitiert BILD den Elektroautobauer. Die Begründung für den Strategiewechsel sind für das Unternehmen überraschende Daten. So komme es durch den Elektromotor kaum noch zu Verschleiß, wie Tesla bei der Auswertung von Zahlen mehrerer Jahre festgestellt habe. Viele Probleme und potenzielle Fehlerquellen, die bei Verbrennungsmotoren häufig auftreten, fielen dadurch einfach weg, berichteten die Kalifornier. "Viele Wartungs- und Verschleißteile fallen weg, insbesondere der Öl- und Filterwechsel. Es gibt kaum noch Verschleißteile, allenfalls die Reifen und Bremsen", erklärte auch eine ADAC-Expertin.

Tesla zufolge hielten jedoch auch die Bremsen bei E-Autos deutlich länger, da der Elektromotor beim Bremsen mithilft und dabei Energie produziert, die schließlich an die Batterie zurückgeführt wird.

"Over the air" schafft bei Tesla Abhilfe

Darüber hinaus können sich Tesla-Fahrzeuge seit einiger Zeit selbst diagnostizieren und Fehler beheben - sie bemerken mögliche Fehlerquellen und Probleme frühzeitig und melden diese dem Fahrer. Dadurch wird eine Wartung nur noch in wenigen Fällen - wenn ein Fahrzeug tatsächlich eine Reparatur oder Ersatzteile benötigt - notwendig. Lediglich die Bremsflüssigkeit solle aus Sicherheitsgründen weiterhin alle zwei Jahre in einer Werkstatt überprüft werden, berichtete CNet.

In der Regel aber löst das Fahrzeug die Probleme durch das "over the air" (OTA)-System mittlerweile selbst. "Alle Hersteller sind am OTA dran, aber im Moment nutzt es nur Tesla regelmäßig, um neue Funktionen zu aktivieren oder Fehler zu beheben", merkte die ADAC-Sprecherin an.

Tesla "Servicehölle" ade?

Ein weiterer Grund, warum Tesla diesen Schritt geht, dürfte der häufig bemängelte fehlende Service sein - von einer "Servicehölle" ist immer wieder die Rede. Um dem entgegenzuwirken, trennt der Autobauer daher nun auch die Wartung von der Garantie. Diese soll von nun an auch greifen, wenn Tesla-Kunden ihrer Werkstatt nicht regelmäßig einen Besuch abgestattet haben. Probleme sollen künftig schneller, unkomplizierter und kostengünstiger gelöst werden, so das Bestreben Teslas.

Redaktion finanzen.net

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