WOCHENAUSBLICK: Dax startet angeknackst in den Februar

30.01.26 14:49 Uhr

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Auch im Februar könnte es am deutschen Aktienmarkt volatil weitergehen. "Schwankungen nehmen zu, Richtungsentscheidungen fallen härter aus", stellten die Experten von Index Radar fest. Das Börsenjahr 2026 zeige sich von Beginn an deutlich nervöser, worauf die vergangenen Wochen einen Vorgeschmack geliefert hätten. Der neue Monat startet neben wichtigen Konjunkturdaten wie dem US-Arbeitsmarktbericht auch mit der nächsten Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB). Außerdem geht die Berichtssaison der Unternehmen weiter.

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Saisonal gesehen habe der Januar die Erwartungen verfehlt, kommentierte IG-Chefmarktanalyst Christian Henke. Der nun beginnende Februar gehöre traditionell nicht zu den besten Börsenmonaten. "Charttechnisch betrachtet ist von der Herrlichkeit von Anfang dieses Jahres nicht mehr viel übriggeblieben", so Henke. Der DAX präsentiere sich angeschlagen. Zuletzt hatte sich der deutsche Leitindex rund 1.000 Punkte vom Mitte Januar erreichten Rekordhoch bei 25.507 Zählern entfernt.

Unter anderem geopolitische Konflikte sorgen bei den Anlegern noch immer für Nervosität. "Die Augen der Investoren sind fest auf den Nahen Osten gerichtet", schrieb Analyst Frank Sohlleder vom Broker ActivTrades angesichts der angespannten Situation im Iran. In diesem Umfeld würden selbst kleine Enttäuschungen in den Quartalsbilanzen der Unternehmen gnadenlos bestraft. Damit dürfte die Messlatte für die Dax-Konzerne auch in der neuen Woche hoch liegen.

Am Mittwoch veröffentlichen Chiphersteller Infineon und Labordienstleister QIAGEN aus dem deutschen Leitindex ihre Zahlen, am Donnerstag folgen Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers sowie Rückversicherer Hannover Rück. Dazu kommen im Wochenverlauf zahlreiche Nebenwerte und US-Unternehmen. Besonders wichtig dürften die Bilanzen von Google-Mutter Alphabet (Alphabet A (ex Google)) und Onlinehändler Amazon werden.

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Auch unabhängig von diesen Tech-Giganten geht der Blick nach Übersee: "Die USA geben noch deutlicher als üblich den Takt für die Weltbörsen vor", sagte Robert Greil, Chefstratege der Privatbank Merck Finck. Neben den Quartalszahlen böten auch Konjunkturdaten wie der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag viel Stoff für volatile Trends. Metzler-Chefvolkswirt Edgar Walk rechnet mit einer graduellen Abkühlung des Jobmarkts in den kommenden Monaten.

Hierzulande steht vor allem die Industrie im Fokus. An Zahlen zum Auftragseingang am Donnerstag knüpfen Produktionsdaten am Freitag an. Die milliardenschweren Investitionen der Bundesregierung in Infrastruktur und Rüstung schüren die Hoffnung auf eine Trendwende im neuen Jahr. Jüngst äußerte sich der Bundesverband der Deutschen Industrie aber verhalten, auch wegen der US-Zollpolitik. Der Verband erwartet, dass die Industrie 2026 schwächer wächst als die Gesamtwirtschaft.

Bei der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag ist hingegen nicht mit großen Neuigkeiten zu rechnen. "Die EZB dürfte Gelassenheit demonstrieren und die Stabilität der Leitzinsen betonen", führte Ulf Krauss von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) aus. Allerdings könnten aus seiner Sicht Themen wie die Geldpolitik, der schwache Dollar und die Lage der US-Notenbank Fed für intensive Diskussionen im EZB-Rat sorgen./niw/la/jha/

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--- Von Nicklas Wolf, dpa-AFX ---

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