Wood-Rivalin

KI-Expertin Ivana Delevska - ist sie die Cathie Wood 2.0?

15.03.24 22:11 Uhr

Die nächste Cathie Wood? Das unterscheidet die SPEAR-Invest-Gründerin von der ARK-Expertin | finanzen.net

Es gibt einen neuen Stern am Himmel der Starinvestoren. Die Börsenexpertin und Gründerin von Spear Invest Ivana Delevska wird bereits häufig mit ARK-Invest-Gründerin Cathie Wood verglichen. Dabei weist ihre Investmentstrategie einige Unterschiede zu Wood auf.

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• Ivana Delevska - Gründering von SPEAR Invest
• Flagschiff-ETF Spear Alpha ETF SPRX mit Fokus auf industrielle Technologie
• SPRX-Performance stellt die des ARK Innovation ETF in den Schatten



Börsenexpertin Ivana Delevska entpuppt sich als neue Starinvestorin an der Wall Street. Häufig wird die Strategin mit ARK-Invest-Gründerin Cathie Wood verglichen. Sicherlich gibt es einige Parallelen zwischen den beiden Investmentprofis. Der größte Unterschied dürfte jedoch in der Performance ihrer beiden verschiedenen Flagg-Schiff ETFs liegen.

Ivana Delevska ist Gründerin und CIO des Asset Managers SPEAR Invest. SPEAR ist ein Investmentunternehmen, welches sich zum Ziel gesetzt hat, die Value-Kette eines Unternehmens unter die Lupe zu nehmen, um Veränderungen zu entdecken, die übersehene Chancen darstellen könnten, wie SPEAR auf der Unternehmenswebseite schreibt. Die Grundlage dieser Strategie fußt dabei auf einer eingehenden Fundamentalanalyse: "Befragung von Kunden, Bewertung der Finanzen, Analyse der Qualität des Führungsteams und Aufdeckung von differenzierten Produkten und unerschlossenen Märkten", heißt es hier. Dabei will der Asset Manager nicht auf solche Titel setzen, die gerade in Mode sind, sondern solche, die andere Investoren nicht auf dem Schirm haben.

Fokus auf Technologie

Auch wenn SPEAR Invest nicht auf Themen-Investments als solche setzt, wie es beispielsweise ARK Invest mit seinen Themen-ETFs tut, hat sich das Unternehmen doch auf sechs Technologie-Bereiche spezialisiert, nämlich Unternehmensdigitalisierung, Innovation in Robotik und Automatisierung, künstliche Intelligenz (KI), Umweltfokus und Dekarbonisierung, Photonik und additive Fertigung sowie Weltraumerforschung. So meint Delevska im Interview mit Benzinga: "Die Themen klingen manchmal gut, aber für uns geht es letztlich darum, welchen Preis wir zahlen." So ginge es darum, unterbewertete Titel zu finden, die über Aufwärtspotenzial verfügten, anstatt einem einzigen Thema treu zu bleiben.

Der Spear Alpha ETF SPRX

Dieser Strategie folgt das Unternehmen auch mit seinem Flaggschiff-ETF, dem Spear Alpha ETF SPRX der sich auf eben jene Trends im Bereich der industriellen Technologie konzentriert. So wird der Fonds aktiv gemanagt und strebt ein langfristiges Kapitalwachstum an. Gehandelt wird er an der Nasdaq. Die fünf größten Positionen stellen Zscaler (9,98 Prozent), NVIDIA (9,92 Prozent), SentinelOne (9,39 Prozent), AMD (8,81 Prozent) und Confluent (8,32 Prozent). Weitere Top-Ten-Titel sind derweil Snowflake, Marvell Technology, CrowdStrike, Rivian sowie Shopify.

Da der ETF jedoch keinem einzelnen Thema zugeordnet ist, habe die Investorin stets die Möglichkeit, den Fokus des ETF in eine neue Richtung zu lenken, in der die CIO mögliches Wachstum wittert. Wie die Top-Positionen des SPRX zeigen, gehören Cybersecurity, Hardware und Chip-Hersteller zu den bevorzugten Unternehmen.

SPRX-Performance schlägt ARKK in 2023

Für Furore sorgte der ETF im letzten Jahr als er nicht nur 99 Prozent der vergleichbaren Fonds schlagen konnte, wie aus Morningstar-Daten hervorgeht, sondern auch ein Plus von 88 Prozent verzeichnete. Zum Vergleich: Der Techwerte-Index NASDAQ Composite hat 2023 rund 43 Prozent hinzugewinnen können. Diesen Erfolg veröffentlichte Delevska auch auf ihrem eigenen X-Profil:

Damit stellt die Performance von Delevskas ETF jene des Flaggschiff-ETFs von Cathie Woods "ARK Innovation ETF" (ARKK) in den Schatten. Dieser konnte 2023 zwar ebenfalls ein Plus verbuchen, mit einer Rendite von 67,64 Prozent reicht es jedoch nicht an das von Spear Alpha heran. Zudem mussten ARK-Anleger in den beiden Vorjahren deutliche Verluste verkraften. Hier ging es 2022 insgesamt 66,97 Prozent nach unten, in 2021 verbuchte der Flaggschiff-ETF einen Rückgang von 23,38 Prozent. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass der Spear Alpha-ETF erst im August 2021 ins Leben gerufen wurde und dementsprechend eine kürzere Performance-Historie aufweist. 2022 stellte zudem auch für Spear Alpha ein Verlustjahr dar, hier ging es insgesamt 44,99 Prozent abwärts.

Dass der SPRX 2023 so gut abgeschnitten hat, ist auch auf die phänomenale Kursperformance des KI-Profiteurs NVIDIA zurückzuführen. Denn während sich Wood im Januar des letzten Jahres dazu entschied, die Titel des Chipdesigners im großen Stil aus ihrem Depot zu werfen, griff Delevska nochmal beherzt zu und konnte daher an der Kursexplosion der NVIDIA-Aktie teilhaben.

Fokus auf Fundamentalanalyse

Was SPEAR Invest außerdem von der Konkurrenz unterscheide sei laut Benzinga Delevskas Fokus auf die fundamentale Analyse eines Unternehmens: "Wir sind sehr tief in der Materie verwurzelt und verstehen die Grundlagen und Zyklen sehr gut. Das ist also eines der Hauptunterscheidungsmerkmale, dass wir die Grundlagenforschung vor Ort betreiben... wenn man eine Ebene tiefer geht. Es ist eine ganz andere Detailtiefe, die wir erreichen, wenn es darum geht, Produkte zu verstehen und die Wertschöpfungskette zu verstehen", so die Gründerin zu dem Nachrichtenportal. Zu diesem Zweck gehe auch Delevska selbst zu Kunden-Events, unterhalte sich mit den Unternehmenskunden und nehme jedes Feedback auf. "Viele Entscheidungen, die wir treffen, basieren auf dieser Recherche... Wenn wir dort etwas erfahren, das nicht besonders gut ist, ändern wir unsere Positionierung", so die SPEAR-Gründerin.

Im Vergleich zu dem ARK Innovation ETF, welcher Assets in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar managt, ist Spear Alpha mit rund 70,705 Millionen US-Dollar an Net Assets noch ein kleiner Fisch. Doch mit dem zunehmenden Erfolg von Delevskas Investment-Strategie gewinnt auch ihr Fonds zunehmend an Beliebtheit, die Investorin ist jedoch entschlossen, ihrer Strategie treuzubleiben: "Mein Hauptaugenmerk liegt auf der Verwaltung des Portfolios. Das ist es, was ich gerne tue, diese Bottom-up-Forschung und Gespräche mit Unternehmen", so die Expertin gegenüber Benzinga.

Redaktion finanzen.net

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