06.01.2021 18:09

Warburg Research senkt ElringKlinger auf 'Sell' - Aktie bricht ein

Ziel 12,50 Euro: Warburg Research senkt ElringKlinger auf 'Sell' - Aktie bricht ein | Nachricht | finanzen.net
Ziel 12,50 Euro
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Das Analysehaus Warburg Research hat ElringKlinger von "Hold" auf "Sell" abgestuft.
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Nach einer fulminanten Kursrally auf ein Hoch seit rund drei Jahren haben einige Aktionäre von ElringKlinger am Mittwoch kalte Füße bekommen. Eine Verkaufsempfehlung von Warburg Research löste eine Welle von Gewinnmitnahmen aus - im Tief ging es bis auf 14,18 Euro runter. Die Papiere waren damit abgeschlagen das Schlusslicht im rekordhohen SDAX. In den Nebenwerteindex war der Automobilzulieferer jüngst erst zurückgekehrt.

Warburg-Analyst Marc-Rene Tonn stufte die Aktie am Mittwoch von "Hold" auf "Sell" ab, auch wenn er das Kursziel von 8,00 auf 12,50 Euro anhob. Zum Handelsende notierten die Papiere 7,38 Prozent tiefer bei 15,06 Euro.

Tonn trübte in seiner Studie die Fantasie für das Geschäft mit Brennstoffzellen - einem zuletzt viel diskutierten und bei Spekulanten beliebten Trendthema an den Börsen. Die Hoffnung, die Anleger bei Elringklinger zuletzt in Wasserstoff-Technologie legten, hält der Experte für übertrieben. Derweil glaubt er, dass das angestammte Geschäft mit Dichtungen für Verbrennungsmotoren vor einer sinkenden Nachfrage stehen wird.

Wie Tonn weiter ausführt, seien die Lobeshymnen auf grünen Wasserstoff als Antriebsstoff der Zukunft verfrüht. Auch wenn die Technologie eine wichtiges Standbein zur Reduzierung der CO2-Emissionen sei, glaubt er, dass die Nachfrage erst zum Ende des Jahrzehnts an Dynamik gewinnen wird. Über solch einen Zeitraum sei es kaum möglich, Marktentwicklungen und den Einfluss alternativer Technologien vernünftig vorherzusagen.

Ein erneut kräftiger Kurssprung am Vortag wurde mit dem Kursrutsch am Mittwoch zunichte gemacht. Die Anteilsscheine waren am Dienstag zeitweise prozentual zweistellig gestiegen und erstmals seit Februar 2018 wieder über 17 Euro gehandelt worden. Zuvor hatte mit Jose Asumendi von JPMorgan ein einflussreicher und bislang konsequent pessimistischer Analyst die Aktie trotz ihres guten Laufs zumindest auf ein neutrales Votum hochgestuft.

Asumendi hatte in seiner Sektorstudie ein starkes Jahr 2021 für die Autobranche vorhergesagt - und eine Präferenz unter anderem für Unternehmen mit einem Vorsprung im Bereich neuer Technologien gezeigt. Bei Elringklinger argumentierte er positiver als bislang, dass der "Hype um Wasserstoff und Brennstoffzellen andere Schwächen im Geschäftsmodell verbirgt."

Der gute Lauf der vergangenen Monate geht nun am Mittwoch vorerst jäh zu Ende. Seit dem Corona-Crash im März waren die Aktien um das Fünffache nach oben geschossen und seit Anfang Oktober um mehr als 160 Prozent. Sie hatten sich damit deutlich vom Gesamtmarkt und dem Autosektor abgekapselt: Der SDAX und der Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts haben im Schlussquartal etwa 20 Prozent gewonnen.

/mf/ck

Veröffentlichung der Original-Studie: 06.01.2021 / 08:15 / MEZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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HAMBURG (dpa-AFX)

Bildquellen: ElringKlinger AG

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25.02.2021ElringKlinger VerkaufenIndependent Research GmbH
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