08.01.2015 09:30

Homann Holzwerkstoffe: Vorsicht, Holzarbeiten

Schuldenlast drückt: Homann Holzwerkstoffe: Vorsicht, Holzarbeiten | Nachricht | finanzen.net
Schuldenlast drückt
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Das Familienunternehmen Homann Holzwerkstoffe schreibt rote Zahlen, die Schuldenlast ist hoch. Um das Eigenkapital zu stärken, soll nicht betriebsnotwendiges Vermögen verkauft werden. Ein Warnzeichen für Anleger.
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von Thomas Strohm, Euro am Sonntag

Fürs Jahr 2014 wird bei Homann Holzwerkstoffe, Familienunternehmen in der vierten Generation mit Wurzeln, die bis 1876 zurückreichen, unterm Strich ein Verlust stehen. Ebenso wie bereits für das Jahr 2013. Das mittlerweile dürftige Eigenkapital will Firmenchef Fritz Homann, der sich zuversichtlich gibt, 2015 in die Gewinnzone zurückzukehren, nun mit dem Heben von stillen Reserven steigern, etwa durch den Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Vermögen.

An dieser Stelle sollten Anleger, die die 2012 emittierte Homann-Anleihe im Depot haben, hellhörig werden. Denn das erinnert an den Verkauf von Tafelsilber - und dann ist Vorsicht angebracht. Deshalb muss das Investment nun kritisch hinterfragt werden: Wer investiert ist, sollte zumindest überlegen, seine Position zu reduzieren. Der Kurs der Anleihe pendelt seit einiger Zeit in der Spanne von rund 98 bis knapp 90 Prozent, zuletzt wechselte der Bond für 90,5 Prozent den Besitzer.

Ende 2012 wurden mithilfe der Anleihe zunächst 50 Millionen Euro eingesammelt, in den Jahren 2013 und 2014 wurde der Bond um jeweils 25 Millionen Euro auf nun 100 Millionen Euro aufgestockt. Zusammen mit den Verbindlichkeiten bei Banken ergibt sich angesichts der zuletzt schlechten Ergebnisse eine schmerzhaft hohe und riskante Schuldenlast für das Unternehmen.

Homann produziert Holzfaserplatten, vor allem edle und sehr dünne. Damit versucht die Firma sich etwas vom Massenmarkt abzuheben. Die Kunden kommen unter anderem aus der Möbelindustrie, ein wichtiger Abnehmer ist der schwedische Ikea-Konzern. Derzeit errichtet Homann ein neues Werk im polnischen Krosno, das im ersten Quartal 2015 den Betrieb aufnehmen und das Ergebnis verbessern helfen soll. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten - und bis dahin sollten Anleger eher vorsichtig agieren.

Bildquellen: travellight / Shutterstock.com, Ismagilov / Shutterstock.com
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