22.01.2015 12:00

Schweizer Notenbank: Euro-Mindestkurs aus Kostengründen aufgegeben

Franken-Abkopplung: Schweizer Notenbank: Euro-Mindestkurs aus Kostengründen aufgegeben | Nachricht | finanzen.net
Franken-Abkopplung
Folgen

Bis zu 1% p.a. Festzins jetzt risikofrei sichern. 15 € Amazon-Gutschein bis 31.01. zusätzlich! -W-

Die Schweizer Notenbank hat den Mindestkurs des Franken zum Euro wegen zu hoher Kosten aufgegeben.
Werbung
"In den Tagen vor dem Entscheid wurden die Interventionsbeträge immer größer", erklärte das Direktoriumsmitglied Fritz Zurbrügg am Donnerstag in einem Interview mit der Zeitung "Blick" die Entscheidung. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte in der vergangenen Woche völlig überraschend den Mindestkurs von 1,20 Franken zum Euro aufgegeben und damit für heftige Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten gesorgt.
Werbung
Jetzt Devisen mit bis zu Hebel 30 handeln
Handeln Sie mit Devisen mit hohem Hebel und kleinen Spreads. Mit nur 100,00 € können Sie von der Wirkung von 3.000 Euro Kapital profitieren!
76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

"Hochgerechnet auf einen Monat hätten wir alleine im Januar für 100 Milliarden Franken intervenieren müssen", sagte Zurbrügg weiter. Um den Kurs des Franken zum Euro zu deckeln, seien täglich Milliardenbeträge ohne Aussicht auf ein Ende der Interventionen am Devisenmarkt rausgegangen.

Bevor sich die SNB zur Aufgabe des Mindestkurses entschlossen hatte, seien Alternativen geprüft worden, so Zurbrügg weiter. Darunter sei auch ein Mindestkurs gewesen, der sich aus Euro und Dollar zusammensetzt. "Wir kamen aber zu dem Schluss, dass langfristig die Freigabe des Wechselkurses die beste Option ist", sagte der Währungshüter.

Trotz der zum Teil heftigen Kritik an der Entscheidung der SNB hat die Glaubwürdigkeit der Schweizer Notenbank nach Einschätzung von Zurbrügg nicht gelitten: "Wir haben immer gewusst, dass wir einen Ausstieg nicht kommunikativ vorbereiten können." Um glaubwürdig zu bleiben, sei es eben gerade wichtig gewesen, nichts vorab durchsickern zu lassen. "Eine Vorwarnung wäre eine Einladung an Spekulanten gewesen."

ZÜRICH (dpa-AFX)

Bildquellen: istockphoto / Fotogaby, Beat Bieler / Shutterstock.com
Werbung

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,2172-0,0003
-0,02
Japanischer Yen126,3050-0,0650
-0,05
Pfundkurs0,89190,0000
0,00
Schweizer Franken1,0774-0,0001
-0,01
Russischer Rubel91,64100,0000
0,00
Bitcoin26789,0000453,1309
1,72
Chinesischer Yuan7,8893-0,0021
-0,03

Heute im Fokus

DAX geht leichter ins Wochenende -- US-Börsen gehen ohne starke Ausbrüche aus dem Handel -- VW mit deutlichem Gewinnrückgang -- TUI-Belegschaft schrumpft wohl um ein Drittel -- IBM, Intel im Fokus

Investor: Russischer Stromkonzern sollte Uniper-Tochter übernehmen. Schlumberger verdient trotz Umsatzrückgang mehr. BMW schafft CO2-Flottenziel der EU für 2020 locker. Porsche SE erwartet höheren Gewinn für 2020. Investoren verklagen anscheinend Bayer wegen Glyphosat in Deutschland. Vivendi kauft Anteil an spanischem Medienkonglomerat Prisa. ifo: China überholt Deutschland - Weltgrößter Leistungsbilanzüberschuss.
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Umfrage

Wo sehen Sie den DAX Ende 2020?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln