21.01.2022 23:21

Ethereum-Erfinder Buterin über eigene Krypto-Prognosen: Manche "geradezu lächerlich"

Komplexität unterschätzt: Ethereum-Erfinder Buterin über eigene Krypto-Prognosen: Manche "geradezu lächerlich" | Nachricht | finanzen.net
Komplexität unterschätzt
Folgen
Vitalik Buterin, Mitbegründer und Erfinder der Kryptowährung Ether und des Blockchain-Netzwerks Ethereum, hat zum Jahresbeginn seine eigenen Krypto-Prognosen aus den letzten Jahren unter die Lupe genommen.
Werbung
• Ethereum-Erfinder untersucht eigene Krypto-Prognosen der letzten Jahre
• Buterin hat sich bei Proof-of-Stake und Sharding verschätzt
• Komplexität der Softwareentwicklung unterschätzt - heute wird mehr Wert auf Einfachheit gelegt

Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin zeigt sich oftmals sehr ehrlich und legt wenn nötig auch den Finger in die Wunde, wenn es Probleme beim eigenen Netzwerk gibt. So erklärte Buterin beim Podcast Bankless Anfang Januar, dass Ethereum in seiner jetzigen Form nicht für den Massenmarkt geeignet sei - die Verarbeitungsgeschwindigkeit reiche nicht aus und die Gebühren seien zu hoch. Auch die Erwartungen, dass dies mit dem Umstieg auf Proof-of-Stake erreicht werden könne, hat er gedämpft.

Genauso ehrlich und selbstkritisch ist der Ethereum-Erfinder auch mit sich selbst. Anfang Januar blickte Buterin in einigen Twitter-Posts auf seine eigenen Aussagen der letzten Jahre zum Krypto-Markt zurück und gab dabei auch ganz ehrlich zu, wenn er hier und da mit seinen Prognosen daneben lag.

Sie möchten in Kryptowährungen investieren? Unsere Ratgeber erklären, wie es innerhalb von 15 Minuten geht:
» Bitcoin kaufen, Ripple kaufen, IOTA kaufen, Litecoin kaufen, Ethereum kaufen, Monero kaufen.

Proof-of-Stake und Ethereum 2.0

In einem seiner Twitter-Posts warf Buterin auch einen Blick auf einige seiner Vorhersagen aus dem Jahr 2015, in denen es um die Einführung des Proof-of-Stake-Mechanismus und Sharding, einem weiteren, für Ethereum 2.0 wichtigen Element, geht. Damals ging Buterin davon aus, dass die Einführung dieser Elemente bereits 2016 vonstattengehen könnte. Der Ethereum-Mitgründer gab zu, dass er mit diesen Prognosen "sehr falsch" gelegen habe - sie seien geradezu lächerlich gewesen.

Der Umstieg auf den Proof-of-Stake-Mechanismus sei nun für die erste Jahreshälfte 2022 geplant, während es bis zur Einführung des Sharding laut t3n noch mindestens bis zum Ende des Jahres dauern dürfte.

Komplexität unterschätzt - Learning für Entwickler-Team

Der Ethereum-Gründer gibt in einem seiner Twitter-Posts zu, dass einer seiner Fehler war, die Komplexität der Softwareentwicklung und den Unterschied zwischen einem Python-Proof of Capacity (PoC) und einer richtigen Produktionsimplementierung zu dieser Zeit zutiefst unterschätzt zu haben. Ideen wie "12-dimensionale Hypercubes" aus der Ära 2014 bewertet Buterin aus heutiger Sicht als viel zu komplex.

Heutzutage lege das Entwickler-Team viel mehr Wert auf Einfachheit, "sowohl die Einfachheit des endgültigen Designs als auch die Einfachheit des Weges, um dorthin zu gelangen", so Buterin auf Twitter. Es gebe jetzt "mehr Wertschätzung für pragmatische Kompromisse."

Manche Prognosen auch richtig

Buterin erklärte jedoch auch, dass er einige andere Entwicklungen richtig vorhergesagt habe. Im Ethereum-Whitepaper von 2013 befänden sich einige richtige Prognosen.

Es habe "im Grunde genommen 'defi' vorausgesagt". Vollkommen verpasst habe er allerdings den den Bereich der NFTs.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Ponderful Pictures / Shutterstock.com, pedrosek / Shutterstock.com
Werbung

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,0550-0,0013
-0,12
Japanischer Yen135,0565-0,0325
-0,02
Pfundkurs0,84660,0000
0,00
Schweizer Franken1,0288-0,0026
-0,25
Russischer Rubel65,4875-0,2687
-0,41
Bitcoin28253,2269404,7145
1,45
Chinesischer Yuan7,0611-0,0084
-0,12

Heute im Fokus

Ukraine-Krieg im Ticker: DAX geht fester ins Wochenende -- US-Börsen letztlich uneins -- METRO will für indisches Geschäft wohl Milliardenbetrag einstreichen -- Valneva, VW, Bayer im Fokus

Schröder will Aufsichtsrat-Posten bei Rosneft räumen. Zurich Insurance Group steigt aus russischem Markt aus. Rheinmetall erhält mehrere Großaufträge von Nato-Kunden. Bavarian Nordic wird wegen Affenpocken zum Spekulationsobjekt. Richemont hat im Geschäftsjahr 2021/22 Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert.
Werbung
Werbung
Neue Funktionen als Erstes nutzen
Sie nutzen finanzen.net regelmäßig? Dann nutzen Sie jetzt neue Funktionen als Erstes!
Hier informieren!
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Umfrage

Worüber machen Sie sich derzeit die größeren Sorgen?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln