26.05.2021 11:03

EZB-Direktor Panetta: Digitaler Euro könnte frühestens 2026 kommen

Von der EZB kontrolliert: EZB-Direktor Panetta: Digitaler Euro könnte frühestens 2026 kommen | Nachricht | finanzen.net
Von der EZB kontrolliert
Folgen
Ein digitaler Euro könnte nach Einschätzung von EZB-Direktoriumsmitglied Fabio Panetta frühestens im Jahr 2026 eingeführt werden.
Werbung
"Das würde das früheste Datum sein", sagte Panetta der japanischen Zeitung "Nikkei". Europas Währungshüter wollen in den kommenden Monaten grundsätzlich entscheiden, ob das Projekt weiterverfolgt wird. Ein digitaler Euro würde die Auswahl an Zahlungsmitteln vergrößern.
Werbung
Jetzt Devisen mit bis zu Hebel 30 handeln
Handeln Sie mit Devisen mit hohem Hebel und kleinen Spreads. Mit nur 100,00 € können Sie von der Wirkung von 3.000 Euro Kapital profitieren!
72% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

"Wir sehen, dass die Menschen mehr und mehr online einkaufen und dass sie mit wachsender Häufigkeit digitale Zahlungsmethoden verwenden", sagte Panetta. Man wolle verhindern, dass der Massenzahlungsverkehr von einer Handvoll nicht-europäischer Akteure dominiert werde, die gegen die Kontrolle europäischer Behörden relativ immun sein könnten. "Das könnte zu mangelhaftem Wettbewerb und Datenschutz führen", sagte Panetta.

Zugleich wäre ein digitaler Euro eine Antwort auf den Aufstieg privatwirtschaftlicher Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether. Im Gegensatz zu diesen würde ein Digital-Euro von der EZB herausgegeben und kontrolliert. Über die konkrete Form besteht noch keine Klarheit.

Ein digitaler Euro könnte es Privatleuten erlauben, Geld direkt bei der Zentralbank zu hinterlegen. Diese Möglichkeit steht normalerweise nur gewerblichen Kreditgebern wie Banken, Regierungen und anderen Zentralbanken offen. Einige Experten sehen die Gefahr, dass dann in Krisenzeiten Bankkunden ihre Ersparnisse fluchtartig von kommerziellen Banken abziehen und Notlagen so verstärken würden.

Diese Risiken ließen sich vermeiden, indem die bei der EZB hinterlegte Summe begrenzt werde, zum Beispiel auf nicht mehr als 3000 Euro, erläuterte Panetta. Eine andere Möglichkeit könnte die Einführung eines Strafentgeltes für Summen oberhalb einer bestimmten Schwelle sein.

Ausdrücklich nicht das Ziel ist es, Schein und Münze abzuschaffen, wie die Währungshüter bei der Vorstellung des Vorhabens Anfang Oktober versichert hatten. Auch andere Notenbanken rund um den Globus beschäftigen sich mit digitalem Zentralbankgeld.

/mar/DP/mis

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: llaszlo / Shutterstock.com
Werbung

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,18690,0007
0,05
Japanischer Yen129,37250,0025
0,00
Pfundkurs0,85290,0003
0,03
Schweizer Franken1,07280,0003
0,02
Russischer Rubel86,61450,0080
0,01
Bitcoin32274,9395-760,7402
-2,30
Chinesischer Yuan7,6743-0,0025
-0,03

Heute im Fokus

DAX schließt kaum verändert -- US-Handel endet im Plus -- Nikola macht bei Nullumsätzen mehr Verlust -- Bayer mit Studienerfolg -- K+S hebt Gewinnprognose an -- Post, TeamViewer, BP im Fokus

Robinhood-Aktie nach schwachem Börsengang gesucht. Under Armour wird erneut optimistischer. Konkurrenz setzt Alibaba zu - Wachstum schwächt sich ab. Weniger Einnahmen mit Corona-Cocktail überschatten bei Eli Lilly gutes Quartal. ConocoPhillips erholt sich von Corona-Krise und verdient deutlich mehr. DuPont übertrifft Erwartungen und hebt Ausblick an.
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Umfrage

Auf welche Mega-Trends setzen Sie?

finanzen.net Brokerage
finanzen.net Zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln