17.08.2022 15:18

US-Notenbank Fed ruft Banken zur Vorsicht bei Kryptogeschäften um Bitcoin, Ethereum & Co. auf

Warnung vor Risiken: US-Notenbank Fed ruft Banken zur Vorsicht bei Kryptogeschäften um Bitcoin, Ethereum & Co. auf | Nachricht | finanzen.net
Warnung vor Risiken
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Viele Finanzfirmen wollen bei Kryptoanlagen mitmischen, doch die US-Notenbank Fed ruft zur Vorsicht auf.
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Das neu entstehende Geschäftsfeld biete zwar Gelegenheiten, könne jedoch Risiken hinsichtlich des Verbraucherschutzes und der Finanzmarktstabilität bergen, warnte die Fed am Dienstag (Ortszeit). Banken müssten unbedingt vorab prüfen, ob etwaige Kryptogeschäfte legal sind und die Finanzaufseher im Voraus über ihre Pläne informieren.

Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend von einem Nischenphänomen zu festen Größen am Finanzmarkt entwickelt. Auch Banken wollen beim digitalen Spekulationsrausch mitverdienen. Doch die Kurse schwanken heftig, wie der jüngste Crash einmal mehr zeigte. Kleinanleger erleiden immer wieder starke Verluste. Aufsichtsbehörden wie die Fed stehen deshalb unter Druck, Regulierungslücken am Kryptomarkt zu schließen.

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Bitcoin gibt nach Wochen der Erholung Gewinne ab - Fed warnt vor Kryptowährungen

Kryptowährungen haben ihren mehrtägigen Abwärtstrend nach einer Warnung der US-Notenbank Fed am Mittwoch fortgesetzt. Die älteste und nach Marktwert größte Kryptowährung Bitcoin fiel am Nachmittag um 1,2 Prozent auf 23.746 US-Dollar. Zum Wochenstart war der Bitcoin-Kurs erstmals seit Mitte Juni kurz über die Marke von 25.000 Dollar gestiegen. Die zweitgrößte digitale Währung Ether verlor am Mittwoch 1,6 Prozent.

Am Vorabend hatte die Fed Finanzfirmen vor den Risiken bei Kryptoanlagen gewarnt. Dabei nannten die Währungshüter etwa Gefahren für den Verbraucherschutz und die Finanzmarktstabilität. Banken sollen demnach genau prüfen, ob ihre Krypto-Geschäfte legal sind und die Aufseher im Voraus über ihre Pläne unterrichten. Einen direkten Einfluss auf die Krypto-Kurse hatte dies zunächst nicht.

Grundsätzlich stünden die Zeichen für Kryptoanlagen aber besser, schreibt Marktanalyst Timo Emden vom Analysehaus Emden Research. "Insbesondere die Aussicht auf eine umsichtige US-Geldpolitik lockt die Anleger zurück in riskante Anlageklassen", so der Experte. Neuen Schwung erwartet Emden auch durch den geplanten institutionellen Bitcoin-Trust vom Vermögensverwalter Blackrock, der die Preise der größten Kryptowährungen nachverfolgen soll.

Etwas vorsichtiger bewertet Krypto-Experte und Buchautor Sascha Huber die kurzfristigen Aussichten von Krypto-Anlagen. Die Hoffnung auf eine weniger straffe Zinspolitik der Fed sei übertrieben, sagte Huber der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. "Die Inflationsdaten sind zwar zurückgegangen, allerdings lag das vor allem an dem gesunkenen Ölpreis".

Unterdessen melden sich Huber zufolge selbst die sogenannten Tauben aus der Fed zu Wort, um die Euphorie zu bremsen. Wenn die Rally an den Aktienmärkten so weiter gehe, werde die Fed "tendenziell den Hammer auspacken". Das treffe spekulative Anlageklassen wie Kryptowährungen dann besonders hart.

Für Ether ist dem Experten zufolge neben der Geldpolitik auch ein zweiter Faktor entscheidend: Die Kryptowährung steht vor einem technischen Update der Ethereum-Blockchain im September, bei dem Fehler direkt auf den Kurs durchschlagen könnten, wie Huber warnt. Der gesamte Kryptomarkt sei in keiner Phase, in der man einsteigen sollte.

Wie auch andere Kryptowährungen hatte der Bitcoin vor knapp zwei Jahren zu einer beispiellosen Rally angesetzt. Anfang September 2020 hatte er noch gut 10.000 Dollar gekostet, ehe sich der Wert binnen eines halben Jahres in etwa versechsfachte. Vergangenen November erreichte der Bitcoin mit über 69.000 Dollar ein Rekordniveau, ehe er bis Mitte Juni auf unter 17.000 Dollar abrutschte.

/hbr/DP/stk

WASHINGTON (dpa-AFX)

Bildquellen: fstockfoto / Shutterstock.com, Phongphan / Shutterstock.com
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