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11.11.2016 12:30

Rohstoffe: Transparenz gefragt

Euro am Sonntag-ETF-Spezial: Rohstoffe: Transparenz gefragt | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-ETF-Spezial
Exchange Traded Commodities (ETCs) sind unterschiedlich ausgestaltet - das sollten Anleger bei der Wahl des Anbieters berücksichtigen.
€uro am Sonntag
von Emmeran Eder, Euro am Sonntag

Überschaubar ist bisher die Zahl der ETC-Anbieter. Mit BNP Paribas betrat nun ein neuer Emittent den Markt. ETCs sind passive Produkte, welche die Wertentwicklung von Rohstoffmärkten abbilden. Sie sind wie Aktien oder ETFs stets an der Börse handelbar. Die liquiden Finanzprodukte ähneln ETFs. Anders ist, dass sie kein Sondervermögen sind. Geht der Emittent pleite, können Anleger ihr Geld verlieren.


Obwohl die Produkte rechtlich als Zertifikate gelten, sind sie besser besichert. Dazu werden Sicherheiten bei einem Treuhänder hinterlegt, die bei Insolvenz an Anleger bezahlt werden. Bei BNP Paribas sind das Bluechips und Aktienindizes aus Europa. Die anderen wichtigen ETC-Anbieter sichern anders ab. Die Commerzbank mit Anleihen des deutschen Staates und der Bundesländer, DB ETC (Deutsche Bank) mit physischen Edelmetallen und ETF Securities (ETFS) mit Bonds der G-10-Staaten und Bluechips.


Ein Vorteil der ETCs der Franzosen ist, dass die Wertpapiere nach deutschem Recht ausgestaltet sind. Anleger können so im Ernstfall den Rechtsweg hierzulande beschreiten. Bei der Commerzbank ist das genauso, bei DB ETC und ETFS urteilt wohl ein ausländisches Gericht.

Mühsame Gebührensuche

Keine Spur von Transparenz existiert bei den Gebühren. BNP Paribas erhebt eine Gesamtgebühr von einem Prozent jährlich, die für jeden ihrer bisher aufgelegten ETCs gilt. Darin sind alle Kosten enthalten. Bei den anderen Emittenten müssen sich Anleger die Gebührenbestandteile mühsam zusammensuchen. Es fallen Indexabbildungs-, Management-, Besicherungs- oder Swapgebühren an. Meist sind sie jedoch teurer als BNP Paribas. Hoffnungsschimmer: Ab 2017 werden die Anbieter durch eine EU-Regulierungsrichtlinie wohl gezwungen, alle Kosten in einer Gesamtgebühr zu bündeln.

Außer dieser offeriert BNP Paribas eine weitere Eigenheit: Neben DB ETC sind die Franzosen die einzigen, die ETCs auf roll­optimierte Rohstoffindizes anbieten. Die wurden zusammen mit dem Börsenguru Jim Rogers entwickelt. Sie beziehen sich auf Brent-Öl und WTI-Öl, Gas, Diesel, Benzin und Heizöl. Zudem auf sechs Industriemetalle.


Die ETCs bilden Rohstoff-­Futures ab, die kurz vor dem Auslaufen in den nächsten Terminkontrakt zu rollen sind. Dabei entstehen oft Rollverluste, wenn der neue Kontrakt teurer ist als der alte. Durch spezielle Strategien sollen diese Verluste minimiert werden.

Mittel- und langfristig haben die BNP-Paribas-Rollstrategien gut funktioniert und mehr ­Rendite erzielt als die rolloptimierten ETCs von DB ETC, Commerzbank und ETFS. Bei BNP-Zertifikaten werden die Strategien bereits lange angewandt, was Vergleiche ermöglicht. Commerzbank und ETFS bilden mit ihren ETCs einzelne Rohstoff-Futures ohne Strategie ab. Bei bis zu einem Jahr Anlagezeit kann dieses Vorgehen besser sein als Rolloptimierung.

ETC (BNP Par.) ISIN
Brent-Öl DE000PB6R1B1
WTI-Öl DE000PB6R1W7
Gas DE000PB6R1G0
Kupfer DE000PB8R1C7
Bildquellen: Kodda / Shutterstock.com, Aleksandr Petrunovskyi / Shutterstock.com

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