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18.03.2011 08:40
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Fondsboutiquen, Family Offices und Institutionelle – wo wird ökonomische Nachhaltigkeit gelebt?

Markus Hill-Kolumne: Fondsboutiquen, Family Offices und Institutionelle – wo wird ökonomische Nachhaltigkeit gelebt? | Nachricht | finanzen.net
Markus Hill-Kolumne
Markus Hill
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„Bemesst den Schritt! Bemesst den Schwung! Die Erde bleibt noch lange jung!“ (Conrad Ferdinand Meyer).
Diese Jugend und Unversehrtheit unseres Planeten leitet langfristig auch Denken und Handeln von vielen Produktanbietern und institutionellen Investoren. Nachhaltigkeit ist angesagt. So wird es in Medien und Verlautbarungen von Marktakteuren dargestellt. Wie sieht es häufig in Wirklichkeit aus? Wo fallen Reden und Handeln möglicherweise auseinander?

„Hidden Champions“, Fondsboutiquen und Family Offices

Die Basis der deutschen Exporterfolge bilden die vielen kleinen und mittelgroßen Unternehmen mit vergleichsweise flachen Hierarchien. Im Asset-Management gibt es ähnliche Entscheidungsstrukturen unter anderem im Bereich der unabhängigen Vermögensverwalter (Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e. V.), bei anderen bankunabhängigen Fondsberatern und bei Family Offices. Oft werden Private Label Fonds dieser Gruppen von Kapitalanlagegesellschaften wie Universal Investment, Axxion oder zum Beispiel BNY Mellon aufgelegt. Diese Managerkategorie wird durch den „Multiplikator“ Kapitalanlagegesellschaft zusätzlich transparent gemacht.

Langfristdenke und gelebte ökonomische Nachhaltigkeit

Um als unabhängiger Vermögensverwalter und als Family Office langfristig erfolgreich zu sein, muss das Produkt- oder Leistungsversprechen nachhaltig einen Mehrwert bieten, sonst verschwindet der Anbieter vom Markt. Grosse Vertriebsstrukturen können nicht unterhalten werden. Aufgrund der eigenen Spezialisierung entfällt oft die Möglichkeit zum schnellen und opportunistischen „Reiten“ aller möglichen Produktzyklen, mögen sie noch so kurzfristig sein. Geldanlage ist Vertrauenssache. Ob bei Privatinvestoren oder bei Institutionellen – Glaubwürdigkeit wird nach wie vor hoch geschätzt.

Warum kann intensiver Dialog zwischen „natürlichen Langfristdenkern“ und Investoren wertvoll sein?

Kleine und mittelgrosse Fondsmanager müssen keineswegs immer besser sein als große Asset Manager, oft bieten Sie jedoch interessante Ansätze fernab vom Mainstream und neue Betrachtungsweisen zum Marktgeschehen. Anbieter von nachhaltig orientierten Asset-Management-Produkten und langfristig denkenden Investoren können aus diesem - oft unbewusst praktizierten - Investment- und Marketingansatz der Unabhängigen auch in Zukunft verstärkt Nutzen ziehen. Meine Erfahrung im Kontakt mit vielen dieser Manager ist, dass man fachlich sehr wertvollen Input erhalten kann: Durch ein Gespräch mit diesen Unternehmerpersönlichkeiten profitiert der institutionelle Investor!

Markus Hill ist unabhängiger Asset Management Consultant in Frankfurt. Seine Fachgebiete liegen in Marketing / Vertrieb / PR und in der Managerselektion. Hill beschäftigt sich intensiv mit Private Label Fonds, Fondsboutiquen und dem Einsatz von Publikumsfonds (Fondsselektion) bei Institutionellen.
Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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