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16.04.2015 03:00
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Hohe Rendite, wenig Risiko: Das sind die perfekten Fonds!

Die Meister der Mischung: Hohe Rendite, wenig Risiko: Das sind die perfekten Fonds! | Nachricht | finanzen.net
Die Meister der Mischung
Aktuell fließen Rekordsummen in Portfolios, die Aktien und Anleihen mixen. Doch nur wenige Fondsmanager beherrschen dieses Spiel perfekt. €uro am Sonntag stellt sie vor.
€uro am Sonntag
von A. Hohenadl, C. Platt und J. Groß, Euro am Sonntag

Man muss kein großer Hellseher sein, um diese Prognose zu wagen: In diesem Jahr wird’s wohl passieren. Dann werden Mischfonds nach Aktienfonds das meiste Anlegergeld in Deutschland verwalten. Aktuell rangieren noch die Rentenfonds auf Platz 2.
Binnen fünf Jahren wuchs das Vermögen der Mischfonds überproportional von 100 auf 185 Milliarden Euro. Und ein Ende der Fahnenstange ist nicht in Sicht: Allein im Januar dieses Jahres strömten in diese Fondskategorie weitere 4,9 Milliarden Euro.

Kein Vertrauen in reine Aktienanlage

Doch was macht die gemischten Portfolios seit einigen Jahren hierzulande so beliebt? Die Ursachen dafür sind vielfältig. Zum einen kommen sie der deutschen Anlagementalität entgegen. Die Bundesbürger stehen der reinen Aktienanlage kritisch gegenüber. Genährt wurde dieses Misstrauen nicht zuletzt durch die großen Aktienabstürze nach der Dotcom-Blase zur Jahrtausendwende und infolge der US-Immobilien- und Finanzkrise 2008/2009.

Vielen, die planbare Vermögenszuwächse wollen, sind reine Aktieninvestments schlicht zu schwankungsanfällig. Doch dass bei Dividendentiteln das höhere Risiko langfristig auch mit einer höheren Rendite verknüpft ist - dieser Tatsache kann sich im Niedrigzinsumfeld kaum ein Anleger mehr verschließen.
Doch wenn schon Aktien, dann bitteschön in einer abgemilderten Form: in einem Mix mit Anleihen und anderen Anlageklassen. Immerhin kann eine solche Mischung für eine stabilere Wertentwicklung sorgen und die Nerven schonen. Auch von Vertriebsseite wird der Trend zu Mischfonds kräftig unterstützt. Denn im Zuge von Regulierung und verstärkter Beraterhaftung schrecken viele Banker inzwischen davor zurück, ihren Kunden zu risikoreichen Aktienanlagen zu raten. Auf die Empfehlungslisten kommen dafür Mischfonds.

Fonds für jeden Anlegertyp

Innerhalb der großen Gruppe der gemixten Portfolios gibt es Fonds für jedes Risikoempfinden. In der Fondsdatenbank von €uro am Sonntag sind insgesamt 688 Mischfonds gelistet. 159 davon zählen zur offensiven Kategorie. Das heißt, sie investieren überwiegend in Aktien. 370 Mischfonds weisen ein ausgewogenes Verhältnis von Aktien und Anleihen auf. Und 159 Produkte sind eher defensiv aufgestellt, sprich bei ihnen überwiegen die Anleihen.

Die Redaktion hat alle drei Kategorien unter die Lupe genommen und Top-Fonds herausgefiltert. Auf den folgenden Seiten stellen wir je zwei Fonds aus der offensiven und der defensiven Kategorie und einen mit ausgewogener Anlageverteilung vor. Daneben listen wir weitere empfehlenswerte Produkte in den Kategorien offensiv, ausgewogen und defensiv in Tabellen auf (siehe nachfolgende pdf-Dateien). Alle aufgeführten Fonds gehören mit ihrer Fünfjahresrendite zu den besten 15 Prozent ihrer Kategorie. Trotzdem ist es ihnen gelungen, die Volatilität im Zaum zu halten. Auch eine lange Historie und konstant überdurchschnittliche Bewertungen waren Auswahlkriterien.

Die fünf porträtierten Fonds überzeugen zudem mit einem hervorragenden Rendite-Risiko-Profil, sind in Euro notiert und tragen allesamt €uro-FondsNote 1 oder 2. Das Spektrum der Mischfonds reicht dabei von einem Produkt mit äußerster Flexibilität wie dem Flossbach von Storch Multiple Opportunities bis hin zu Fonds mit klaren Grenzen bei der Anlageverteilung wie dem Kapital Plus von Allianz Global Investors.

Bert Flossbach
Alles kann, nichts muss

Freiheit ist Bert Flossbach sehr wichtig. Der Vermögensverwalter und Manager des FvS Multiple Opportunities kann mit seinem Fonds flexibel in alle Anlageklassen investieren, festgelegte Quoten gibt es nicht. Auch bei der Wahl der Regionen, Branchen und Währungen ist Flossbach an keine Vor­gaben gebunden: Er sucht weltweit nach lukrativen Investments. Wer aktuell in den Mischfonds einsteigt, erhält ein relativ aktien­lastiges Produkt. Mehr als zwei ­Drittel des Vermögens stecken in dieser Anlageklasse. Die verbleibenden 30 Prozent teilen sich Renten, Barmittel und Edelmetalle etwa zu gleichen Teilen.

Sowohl bei den Aktien als auch bei den Anleihen konzentriert sich Flossbach auf Qualitätstitel. "Im Fall der Aktien sind das Unternehmen, die verlässlich Gewinne erzielen, nachhaltig wachsen, global aufgestellt und wenig verschuldet sind", sagt er. Diese findet er naturgemäß in stabilen, wenig konjunkturanfälligen Branchen. Folgerichtig machen Titel aus den Sektoren nicht zyk­lische Konsumgüter und Pharma mehr als 50 Prozent des ­Aktien­portfolios aus. Gleichwohl betont Flossbach: "Für uns sind weder die Branche noch das Herkunftsland entscheidend, sondern zuallererst die Qualität eines Unternehmens."

Bei den Renten versucht der Manager Papiere von Emittenten ausfindig zu machen, deren Kreditwürdigkeit seiner Ansicht nach besser ist, als das offizielle Rating aussagt. "Das Rating eines Emittenten darf niemals allein entscheidend sein für eine Investitionsentscheidung". Vielmehr komme es auf das Chance-Risiko-Profil einer Anlage an.

Den etwa zehnprozentigen Goldanteil im Fonds versteht Flossbach als Stabilitätsanker. "Gold ist nicht zuletzt eine Versicherung gegen die Folgen der ultralockeren Geldpolitik", sagt er. Das Edelmetall wird vom Fonds physisch in Form von Barren gehalten.

Der Manager verfolgt eine absolute Renditestrategie. Darunter versteht er aber nicht, dass jedes Jahr eine bestimmte Zielrendite erfüllt werden muss und niemals ein Verlust anfallen darf. Oberstes Ziel sei es, langfristig attraktive Renditen für die Anleger zu erwirtschaften.
Mit seinem breit gestreuten Portfolio war Flossbach in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich. Seit Auflegung des Fonds im Oktober 2007 erzielte er eine Rendite von 126 Prozent. Das zunehmende Interesse der Anleger hat den FvS Multiple Opportunities mittlerweile auf eine Größe von mehr als sieben Milliarden Euro anwachsen lassen. Läuft es weiter so gut, dürfte die Investoren auch die Erfolgsgebühr von zehn Prozent des Wertzuwachses nicht stören, die erhoben wird, wenn der Fonds neue Höchststände erreicht.

Thomas Jökel, Jörg Warncke
Mit dem Klassiker auf Renditekurs

Der UniRak ist so etwas wie der Vater aller deutschen Mischfonds. Vor mehr als 35 Jahren, im Januar 1979, kam er auf den Markt. Mittlerweile stecken mehr als 2,5 Milliarden Euro in dem Fonds. Klassisch kurz gehalten ist auch der Name dieses Dauerläufers von Union Investment: Das "Rak" steht dort schlicht als Kürzel für Renten und Aktien. In diese beiden Anlageklassen investiert der Fonds seit Bestehen - und zwar im Verhältnis 65 Prozent (Aktien) zu 35 Prozent (Renten).

Von dieser Standardaufteilung dürfen die beiden Fondsmanager Thomas Jökel und Jörg Warncke, die seit etwa 15 Jahren die Geschicke des UniRak lenken, um maximal zehn Prozent abweichen. Aktuell haben sie die Aktienquote auf 70 Prozent hochgefahren. "Im derzeitigen Anlageumfeld fühlen wir uns damit ziemlich wohl", sagt Jökel, der die Aktienseite des Fonds betreut. Grundsätzlich könnte er sich vorstellen, die Aktienquote auch noch weiter anzuheben. "Doch der Markt ist schon gut gelaufen. Bevor nicht eine Konsolidierung stattfindet, fahren wir die Quote nicht weiter hoch."

Besonders zufrieden ist Jökel mit der Wertentwicklung deutscher Aktien. Denn die Unternehmen hierzulande profitierten von einem günstigen Finanzierungsumfeld. Und der schwache Euro unterstütze die exportorientierten Branchen. Mit Bayer und BASF gehören deshalb zwei Vertreter dieser Gruppe zu Jökels hoch gewichteten Positionen. In den Anlagerichtlinien des UniRak ist festgeschrieben, dass deutsche Aktien mindestens 22,5 Prozent im Portfolio ausmachen müssen. Diese Quote toppt Jökel derzeit locker. Er hat aktuell 35 Prozent in heimische Titel investiert.

Generell hat der Fondsmanager momentan europäische und deutsche Aktien zulasten von US-Werten übergewichtet. Um dennoch von der Stärke des Greenback zu profitieren, haben Jökel und Warncke US-Dollar am Währungsmarkt gekauft. Und zu Anfang des Jahres, nachdem die Schweizer Notenbank die Kopplung des Franken an den Euro aufgegeben hatte, griff Jökel bei Schweizer Aktien zu. Er kaufte Titel, deren Kurse durch die Franken-Aufwertung unter Druck geraten waren. Rund 2,5 Prozent nimmt diese Position im Portfolio ein - ein kleines antizyklisches Investment.

Mit dem Anleiheteil des Fonds muss Jörg Warncke flexibel reagieren, wenn sein Kollege derartige Chancen am Aktienmarkt ausmacht. Ganz pragmatisch sieht er die Rentenseite als "Cashpuffer" des Fonds. Dementsprechend muss er seine Positionen erhöhen oder verringern - je nachdem, ob die Aktienquote aufgestockt oder gesenkt werden soll. Selbstverständlich hat aber auch er den Ehrgeiz, eine ordentliche Rendite zum Portfolio beizusteuern.

Dabei darf er laut Satzung nur in Anleihen mit Investment-Grade-Status investieren. In früheren Zeiten waren das hauptsächlich Bundes­anleihen. Dann kamen Unternehmensanleihen dazu. Mittlerweile legt Warncke in ein breites Spektrum an Eurobonds an - von Pfandbriefen bis hin zu Peripherieanleihen. Aktuell hat er Anleihen von Ländern wie Spanien, Italien und Portugal gegenüber den Euro-Kernmärkten übergewichtet.

Mit seinem chancenorientierten Ansatz zählt der UniRak zweifellos zu den besten offensiven Mischfonds in Deutschland. Seit Auflage lieferte er eine durchschnittliche jährliche Rendite von 8,1 Prozent. Dank der klaren Anlagequoten weiß der Anleger genau, was er bekommt. Und der Deutschland-Fokus dürfte vielen sympathisch sein. Dabei bewahren sich Jökel und Warncke dennoch genügend Flexibilität, um Chancen an den Märkten zu nutzen. Offensive Top-Mischfonds (pdf)

Kurt Eichhorn, Rudolf Gattringer
Gewinne made in Austria

Wenn Fondsmanagern eng definierte Anlagegrenzen auferlegt werden, müssen sie deshalb nicht unglücklich sein. Und erfolglos schon gleich gar nicht. Den Beweis liefert der Kepler Vorsorge Mixfonds, der im österreichischen Linz gemanagt wird. 65 Prozent Anleihen und 35 Prozent Aktien - das ist die Richtschnur, an der sich Kurt Eichhorn und Rudolf Gattringer orientieren müssen. Maximal dürfen sie fünf Prozent von dieser Anlageaufteilung abweichen. Das ist gesetzlich geregelt, denn in dem Fonds werden auch Pensionsrückstellungen österreichischer Institutionen verwaltet.

Als reines Rentenportfolio für ins­titutionelle Anleger ging der Fonds Ende 1995 an den Start. Doch schon in den folgenden Jahren wurde er schrittweise zu einem Mischfonds umgebaut - und zog zunehmend das Interesse von Privatanlegern an. Heute sind im Vorsorge Mixfonds mehr als 100 Millionen Euro investiert. Ein im Vergleich zu Wettbewerbern wie dem Flossbach Multi Opportunities immer noch überschaubares Volumen. Doch eines, mit dem Eichhorn auch mal neben den Hauptanlagerouten investieren kann. Der studierte Mathematiker kümmert sich bei dem Mischfonds um die Anleiheseite. Hauptsächlich investiert er in erstklassige und ­liquide Staats- und Unternehmensanleihen. Daneben mischt er dem Portfolio aber auch kleinvolumige Anleihen aus weniger liquiden Märkten bei, die im Gegenzug höhere Renditen bieten. Das kann eine Staatsanleihe aus Malta oder ein erstklassig gerateter Bond eines supranationalen Emittenten wie der Europäischen Investitionsbank sein.

Um solche Papiere angeboten zu bekommen, hat Eichhorn ein weitverzweigtes Netz an Partnern. "Wir sind im Markt als Interessent für diese Art von Anleihen bekannt. Diese Position haben wir uns über viele Jahre aufgebaut", so der Fondsmanager. Im Schnitt steuert er derzeit mit seinen Rentenpapieren 2,35 Prozent zur Gesamtrendite bei. "Absolut mag das wenig erscheinen, aber relativ zum breiten Markt bin ich damit zufrieden."
Für die Aktienauswahl im Vorsorge Mixfonds ist Kollege Gattringer zuständig. Seine Investments ­findet er weltweit. Als Orientierung dient ihm der Index MSCI All Country World, der sowohl Unternehmen der Industriestaaten als auch der Schwellenländer abdeckt. Mit rund 15 Prozent ist die Investitionsquote in Schwellenländeraktien im Vergleich zu anderen Mischfonds dieser Kategorie relativ hoch. Doch Gattringer ist von den Aussichten dieser Märkte überzeugt. Schwerpunkt in seinem Aktienportfolio sind allerdings US-Titel, gefolgt von japanischen Werten. In Unternehmen aus Europa ist er derzeit mit rund zwölf Prozent investiert.

Grundsätzlich steuern Eichhorn und Gattringer die Anlageverteilung des Fonds in fünf Stufen à 2,5 Prozent: von untergewichtet (Aktien machen dann 30 Prozent im Fonds aus) bis übergewichtet (40 Prozent). Seit einigen Wochen ist Gattringer bei Aktien leicht untergewichtet. Diese etwas vorsichtige Haltung entspricht dem Konzept des antizyklischen Investierens, bei dem auch Aspekte der Verhaltensökonomie für die Fondsmanager eine Rolle spielen. Hierzu betrachten sie zum Beispiel die historische Bewertung von Aktienmärkten, aber auch Stimmungsindikatoren wie den Sentix-Index. "Dadurch versuchen wir, Übertreibungsphasen an den Märkten herauszufiltern", so Gattringer. Dass der Ansatz aufgeht, beweist die gute und verlässliche Wertentwicklung des Fonds. Rund 63 Prozent gewann der Vorsorgemix in den vergangenen fünf Jahren - und das bei vergleichsweise geringen Kursschwankungen. So betrug die Volatilität für diesen Zeitraum gerade einmal 5,8 Prozent.
Ausgewogene Top-Mischfonds (pdf)

Peter E. Huber
Defensiver Performancejäger

Die Zeiten, in denen jeder Anleger mit Bundesanleihen risikofrei Gewinne anhäufen konnte, sind vorbei. Viele Rentenfonds weisen kaum noch Rendite aus. Peter Huber dagegen ist mit dem schwierigen Umfeld nicht unzufrieden, erlaubt es ihm doch, die Stärken seiner Mischfondsstrategie auszuspielen. Und die können sich sehen lassen: Der Anleiheanteil, der momentan rund 60 Prozent des Portfolios ausmacht, hat aktuell eine durchschnittliche Rendite von 4,1 Prozent. Die Laufzeit liegt im Schnitt bei fünf Jahren, die Kreditwürdigkeit bei "BBB+".

Das Winbonds-plus-Portfolio enthält maximal 20 Prozent Aktien und zum Ausgleich des dabei eingegangenen Risikos eine etwa ebenso große Position Cash. "Es ist ein defensiver Mischfonds für Anleger, für die aufgrund ihrer Risikoaffinität ein reiner Aktienfonds oder ein aktienorientierter Mischfonds nicht infrage kommt", beschreibt der mehrfach für sein Management ausgezeichnete Peter Huber. "Wir orientieren uns nicht an einer Benchmark oder an ähnlich strukturierten Fonds, sondern streben insgesamt eine positive Performance für unsere Anleger an."

Der größere Teil des Rentenanteils ist in sichere Staatsanleihen und Unternehmensbonds mit guter Kreditwürdigkeit investiert. Diese Titel dienen dem Kapitalerhalt und gewährleisten die Liquidität des Fonds. Mit etwa einem Drittel des Anleiheportfolios versucht Fondsmanager Huber jedoch, von sogenannten Marktineffizienzen zu profitieren.

Er kaufte zum Beispiel Titel großer Rohstoffunternehmen, deren Kreditwürdigkeit im Zug der fallenden Rohstoffpreise herabgestuft wurde. Viele institutionelle Anleger mussten diese Papiere abstoßen, weil ihre Richtlinien ihnen eine bestimmte Mindestbonität ihrer Investments vorschreiben. Das drückte den Kurs, und Huber konnte die Anleihen, die häufig eine Restlaufzeit von sieben und mehr Jahren haben, günstig einsammeln.

Außerdem setzt er momentan überwiegend auf in US-Dollar notierende Bonds. Denn die Absicherung des Währungsrisikos sei billig und der positive Wechselkurseffekt trage deutlich zur Performance bei, erklärt Huber. Anleihen hält er in der Regel bis zum Laufzeitende, häufige Wechsel der Positionen passen nicht zum defensiven Ansatz.

Der Aktienanteil am Fondsvermögen wird breit gestreut, neben ETFs investiert Huber in internationale Bluechips. Die Aktienmärkte von Europa, China und Japan zählen derzeit zu seinen Favoriten. Daneben baut er antizyklisch Positionen in großen Rohstoffkonzernen wie Barrick Gold, Petrobras oder Gazprom auf. "Nach Qualitätsaktien und zyklischen Werten müssten diese abgestürzten Titel eigentlich als Nächstes in den Fokus der Anleger rücken", sagt Huber.

Stefan Kloss
Klare Linie als Stärke

Der Kapital Plus ist gleich in mehrfacher Hinsicht ein klassischer Mischfonds. Zum einen kann man ihn mit einem Alter von knapp 21 Jahren getrost als Klassiker seiner Art bezeichnen. Zum anderen folgt er dem traditionellen Prinzip gemischter Anlageprodukte: Er kombiniert Aktien und Anleihen in einem relativ fixen Verhältnis. Rund 70 Prozent des Portfolios bestehen aus festverzinslichen Wert­papieren, das verbleibende knappe Drittel aus Aktien. Dieser Quote bleibt Fondsmanager Stefan Kloss im Regelfall treu, auch wenn er prinzipiell den Aktienanteil zwischen 20 und 40 Prozent variieren darf.

"Der Anleger weiß, was er bekommt, wenn er in den Fonds einsteigt", hebt Kloss den Vorteil dieser geradlinigen Vorgehensweise hervor. Eine taktische Allokation, bei der das Gewicht einzelner Anlageklassen ständig angepasst wird, findet nicht statt. Ebenso wenig experimentiert Kloss mit exotischen Papieren herum. Das Portfolio besteht vor allem aus Euroanleihen europäischer Staaten, die als verlässliche Schuldner gelten. Einige wenige Unternehmensanleihen, die ebenfalls ein Investment-Grade-Rating tragen, mischt der Manager bei. Daneben dürfen Schwellenländeranleihen oder Bonds, die nicht in Euro notieren, jeweils bis zu zehn Prozent des Fondsvolumens ausmachen. "Doch im Portfolio haben wir derartige Papiere bislang lediglich in homöopathischen Dosen eingesetzt", sagt er.

Auf der Aktienseite setzt Kloss auf qualitativ hochwertige Unternehmen aus Europa, die aufgrund eines einzigartigen Geschäftsmodells oder überlegener Produkte kräftig wachsen. Dazu zählen aktuell der britische Reinigungsmittelhersteller Reckitt-Benckiser, der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk und das deutsche Softwareunternehmen SAP. Dieser Ansatz spiegelt sich auch in der Verteilung der Branchen wider: Titel aus Sektoren mit schwachem Wachstum wie Telekommunikation und Energie sucht man im Portfolio zurzeit vergebens. Auf der anderen Seite stammen aktuell viele der rund 45 Aktien des Fonds aus den Bereichen Basiskonsumgüter, Nicht-Basiskonsumgüter und IT.

Wer einen vermögensverwaltenden Mischfonds sucht, der einzelne Anlageklassen mal höher, mal niedriger gewichtet, ist beim Kapital Plus an der falschen Adresse. Doch gerade der Verzicht auf derlei Anpassungen ist die Stärke des Allianz-Fonds. Das Festhalten an dem 70 : 30-Verhältnis macht ihn sehr durchsichtig und sorgt für ein regelmäßiges Rebalancing, bei dem die gewünschte Quote wieder hergestellt wird. Außerdem werden dadurch falsche Timing-Entscheidungen vermieden. Kostengünstig ist der Kapital Plus noch dazu. Mit seinem Schwerpunkt auf festverzinslichen Papieren wird er so zu einem hervorragenden Produkt für konservative Anleger.

Grundwissen Mischfonds:

Mischfonds kombinieren verschiedene Anlageklassen miteinander. In der ­traditionellen Variante sind dies Aktien und Anleihen. Kommen weitere Investments wie Rohstoffe hinzu, spricht man von Multi-Asset-Fonds. Das wichtige ­Anlagegebot, das Vermögen breit zu streuen, um das Risiko zu minimieren ­(Diversifikation), wird von Mischfonds besonders effektiv erfüllt. So wird Anlegern ein fertiges Portfolio angeboten, bei dem sie sich nicht selbst um die Verteilung ihres ­Vermögens (Asset Allocation) kümmern müssen. Einige Mischfonds ­verstehen sich darüber hinaus als vermögens­verwaltende Produkte: Sie haben noch mehr Freiheiten und sollen durch Umschichtungen zwischen den ­Anlageklassen dafür sorgen, dass Anleger je nach Marktlage und Börsenstimmung ein optimales Portfolio vorfinden.
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