16.04.2015 10:29

DJE - Marktkommentar kompakt - Keine Anzeichen für eine Aktienblase an den Weltbörsen

DJE-Investment-Kolumne: DJE - Marktkommentar kompakt - Keine Anzeichen für eine Aktienblase an den Weltbörsen | Nachricht | finanzen.net
DJE Investment-Kolumne
Dr. Jens Ehrhardt
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Eine Aktienblase an den Weltbörsen ist trotz der jüngsten Kurssteigerungen in Europa und Asien (Dow Jones nur +1% seit Jahresanfang) nicht zu diagnostizieren.
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- Die Amerikaner investierten in diesem Jahr 48 Mrd. USD in US-Fonds für festverzinsliche Papiere (3,6 Billionen USD Gesamtvolumen) und zogen 23 Mrd. USD aus US-Aktienfonds ab. Vor Aktienbaissen werden i.d.R. größere Volumen aus Anleihefonds abgezogen. Als die FED z.B. 1994 anfing, die Zinsen zu erhöhen, wurde in zwei Monaten ein Zehntel aller US-Anleihefonds verkauft. Im Jahre 2000 gab es die größte Welle heraus aus Anleihefonds und hinein in Aktienfonds (nachdem die Aktienindizes weltweit Stände erreicht hatten, die zumindest nach Inflation weit über den heutigen Notierungen lagen). Fondsflüsse also ein sehr positives Zeichen für die Aktienmärkte!

- Gefährdet sind einzelne Märkte mehr aus markttechnischen Gesichtspunkten. Global anlegende Fondsmanager haben ihre Übergewichtung in europäischen Aktien zwar von 60% auf 46% zurückgenommen. Während die häufigste Spekulation nach wie vor ein Terminkauf des US-Dollars (z.B. gegen Euro oder andere Währungen) ist, dürfte nach Meinung der Fondsmanager aber der Kauf von Euro-Aktien (Euro-Stoxx 50 Index) die zweithäufigste Spekulation sein. Zusammen mit einem Stimmungs-Hoch für deutsche Aktien (Sentix-Indikator) könnte dies kurzfristig die europäischen Aktienmärkte leicht bremsen. Die Übergewichtung japanischer Aktien nahm von 40% auf 38% ab. Untergewichtet sind die Anleger in Öl-, Rohstoff- und Goldanlagen.

- Beim Dollar fühlen sich altgediente Börsianer an 1985 oder an 2000 erinnert. Stimmungsmäßig und fundamental erscheint die US-Währung überbewertet. Im 1. Quartal stieg der Dollar sogar - erstmals seit Jahrzehnten - gegenüber der chinesischen Währung. Für die US-Handelsbilanz sind die Ausfuhren von Waffen und Agrarprodukten (Preisrückgang gegenüber Vorjahr durchschnittlich 13,5%) sowie beim Import die Ölpreise (steigend) wichtig. Damit dürfte sich die US-Handelsbilanz wieder verschlechtern. Gegen eine Beschleunigung der US-Konjunktur (und damit baldige Zinserhöhung) spricht u.a. der zuletzt deutlich rückläufige Optimismus kleinerer und mittlerer US-Unternehmen (Haupt-Arbeitsplatzbeschaffer).

- Griechenland ist zwar nicht mit der "Lehman-Pleite" vergleichbar - damals waren rund 600 Mrd. USD im Spiel - aber eine (unrealistische) Zahlungseinstellung würde die Weltbörsen in einer markttechnisch empfindlichen Situation überraschen. Mittelfristig spricht fundamental und monetär aber unverändert alles für ein in der Tendenz weiter gutes Aktienjahr 2015.

- Deutsche Dividenden jetzt mit 42 Mrd. EUR Rekord. DJE-Dividende & Substanz +23,5% in 2015.

Den vollständigen Marktkommentar sowie viele weitere Anlegerinformationen finden Sie im Börsenbrief der Finanzwoche GmbH unter www.finanzwoche.de.

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1974 gründete Dr. Jens Ehrhardt die Dr. Jens Ehrhardt Kapital AG, heute DJE Kapital AG, eine der größten bankenunabhängigen deutschen Wertpapier-Vermögensverwaltungsgesellschaften, die er bis heute erfolgreich führt.
Die FINANZWOCHE Verlagsgesellschaft für Anlageinformation mbH wurde ebenfalls im Jahre 1974 vom heutigen geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Jens Ehrhardt gegründet. Den wöchentlichen Marktkommentar diktierte Dr. Ehrhardt inzwischen über 2.000 Mal.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: DJE Investments
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