06.02.2021 23:11

Das Kaufen von teurer Kleidung birgt Sparpotenzial gegenüber Fast Fashion

Fast Fashion vs. Designer: Das Kaufen von teurer Kleidung birgt Sparpotenzial gegenüber Fast Fashion | Nachricht | finanzen.net
Fast Fashion vs. Designer
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Wer billig kauft, kauft zweimal oder dreimal. Ein Sprichwort, welches insbesondere in der Welt der Fast Fashion zutrifft. Günstige Kleidung verliert häufig schon nach wenigen Waschgängen ihre Form und Farbe oder die Nähte lösen sich nach wenigen Monaten. Verbraucher verschwenden so jährlich hunderte Euro, welche durch teurere Kleidung gespart werden könnte.
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Fast Fashion in der Gesamtrechnung teurer als Designerkleidung

Designerkleidung ist in der Regel bedeutend teurer als die Ware von großen Modeketten wie beispielsweise H&M, Zara und Primark. Dieser Fakt ist allgemein bekannt, doch was dem Verbraucher womöglich nicht bewusst ist, dass mit dem Kauf von teurer Kleidung im Endeffekt sogar Geld gespart werden kann.

Das klingt im ersten Moment kontraintuitiv, dennoch führt das durch günstige Kleidung angeregte Kaufverhalten häufig dazu, dass der Verbraucher jährlich neue Kleidung ungenutzt im Schrank hängen hat, oder gewisse Kleidungsstücke nur wenige Male trägt, bevor diese ihre Form und Farbe verlieren.

Die sogenannte "Fast Fashion" ist ein Phänomen, welches besonders auf große Modeketten zurückzuführen ist. Die Kaufhäuser locken mit generell verhältnismäßig günstigen Preisen und rabattieren diese häufig zusätzlich, sodass beim Einkaufen in vielen Fällen mehr Produkte im Einkaufswagen landen, als ursprünglich geplant.

Das hochfrequentierte Kaufen von günstiger Kleidung, sowie das Kaufen von Kleidungsstücken, die über den eigentlichen Bedarf hinaus gehen, führen letztendlich zu einer insgesamt höheren Ausgabesumme, als bei dem Kauf von Designerkleidung.

Eine Milliarde ungenutzte Kleidungsstücke

Wie eine Studie zum Kleidungsbestand in Deutschland von Greenpeace herausstellen konnte, befinden sich insgesamt 5,2 Milliarden Kleidungsstücke im Besitz der Deutschen und das ohne Socken sowie Unterwäsche mitzuzählen.

Bei Frauen befinden sich durchschnittlich 118 Kleidungsstücke im Schrank, bei den Männern sind es 73. Neben dem Geschlecht bestimmen laut der Studie aber auch das Einkommen, die Herkunft sowie die Bildung, wie viele Kleidungsstücke sich im Besitz des Einzelnen befinden.

Von diesen insgesamt 5,2 Milliarden Kleidungsstücken, werden 19 Prozent nur maximal zweimal getragen, somit hängt jedes fünfte Teil unbenutzt in den Schränken der Deutschen. Hochgerechnet auf den Bund, liegen also eine Milliarde Kleidungsstücke quasi unbenutzt herum.

Jeder Verbraucher hat somit im Durchschnitt jährlich Kleidung im Wert von 240 Euro ungetragen im Schrank liegen.

Zudem wird die Kleidung, wenn sie getragen wird, von 50 Prozent der Verbraucher lediglich ein bis drei Jahre getragen. Dies steht häufig im Zusammenhang mit der Qualität des Produkts. Denn Kleidung wird in 90 Prozent der Fälle dann weggeworfen, wenn sie kaputt, ausgeleiert oder ausgewaschen ist. Und das ist laut einer Untersuchung des Kompetenzzentrums Verbraucherforschung bei knapp 25 Prozent der billigen Kleidungsstücke schon nach dem dritten Waschgang der Fall. Das heißt, die Fast Fashion geht genauso schnell kaputt, wie sie gekauft wurde.

Das Sparpotenzial von teurer Kleidung

Ein Rechenbeispiel verdeutlicht, wie eine Umstellung des Kaufverhaltens, bares Geld sparen kann:

Wenn 50 Fast-Fashion-Kleidungsstück pro Jahr gekauft werden, welche pro Stück 20 Euro kosten, liegen davon 10 Stück (20 Prozent) ungenutzt im Schrank. Somit wurden 200 Euro in einem Jahr verschwendet. Über drei Jahre hinweg summiert sich dies auf 600 Euro. Der Verbraucher investiert also 1.000 Euro jährlich beziehungsweise 3.000 Euro in drei Jahren für Kleidungsstücke, nutzt allerdings nur Produkte im Wert von 800 beziehungsweise 2.400 Euro.

Tauscht man nun diese 10 ungenutzten Kleidungsstücke gegen 10 langlebige Produkte aus, welche über mehrere Jahre getragen werden können, ergibt sich folgendes Sparpotenzial:

40 Fast-Fashion-Produkte à 20 Euro werden über drei Jahre hinweg jährlich gekauft. Hieraus ergibt sich eine Summe von 2.400 Euro. Der zuvor ungenutzte Klamottenanteil von 10 Kleidungsstücken wird durch Slow-Fashion-Produkte ersetzt, welche mit 37 Euro pro Stück zwar erheblich teurer sind, als die Fast-Fashion-Kleidung, allerdings müssen diese 10 Produkte auch nur einmal in drei Jahren gekauft werden. Also werden auf die 2.400 Euro Fast Fashion zusätzlich 370 Euro Slow Fashion hinzuaddiert. Hieraus ergibt sich nun ein Gesamtaufkommen von 2.770 Euro in drei Jahren.

Auf diese Weise senken sich die Gesamtkosten von 3.000 Euro um 230 Euro, also um 7,67 Prozent. Zudem liegt nun Kleidung von höherer Qualität vor.

Dabei ist wichtig zu beachten, dass teure Kleidung nicht automatisch auch qualitativ hochwertiger ist, dementsprechend sollte beim Kauf auf Qualitätsmerkmale geachtet werden. So sollten bevorzugt Stück mit nachhaltigen Materialien wie Bio-Baumwolle gekauft werden. Auch die Nähte geben Aufschluss über die Qualität und Langlebigkeit des Produkts.

Henry Ely / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: chuckstock / Shutterstock.com, LuckyImages / Shutterstock.com

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