Management

Erfolgreich vermitteln: Tipps für Führungskräfte in Sandwichpositionen

05.02.26 03:53 Uhr

Zwischen Chefetage und Team: Erfolgsstrategien für Führungskräfte im Sandwich | finanzen.net

Zwischen den Erwartungen der Geschäftsführung und den Bedürfnissen der eigenen Teams eingeklemmt - Führungskräfte im mittleren Management stehen vor besonderen Herausforderungen. Doch wer die richtige Strategie entwickelt, kann aus der vermeintlichen Sandwich-Falle eine Schlüsselposition für den Unternehmenserfolg machen.

Die Sandwich-Position verstehen und strategisch nutzen

Führungskräfte im mittleren Management befinden sich in einer einzigartigen Position: Sie müssen gleichzeitig strategische Vorgaben von oben umsetzen und ihre Teams nach unten führen. Wie aus dem Beitrag des Galileo-Instituts hervorgeht, unterschätzen viele Führungskräfte in der Sandwich-Position ihre Möglichkeiten - dabei sind sie es, die "über Erfolg und Zukunft eines Unternehmens" entscheiden.

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Die Herausforderung liegt darin, multiple Rollen gleichzeitig zu erfüllen: Fachaufgaben, Managementaufgaben und Führungsaufgaben müssen unter einen Hut gebracht werden. Dabei sind mittlere Führungskräfte vor allem Informationsvermittler und Wissensträger, die Informationen in verschiedene Richtungen steuern und filtern müssen. Der Schlüssel liegt darin, Position zu beziehen und für alle Beteiligten berechenbar zu werden. Nur wer eine klare Haltung einnimmt, kann effektiv zwischen den verschiedenen Ebenen vermitteln und tragfähige Lösungen entwickeln.

Kommunikation als entscheidender Erfolgsfaktor

Kommunikation ist der zentrale Baustein erfolgreicher Führung in der Sandwich-Position - und zwar in beide Richtungen. Wie aus dem Bericht von BNW hervorgeht, müssen Führungskräfte im mittleren Management viel, aber nicht immer alles kommunizieren. Sie sollten nicht alle Vorgaben ungefiltert nach unten weitergeben, insbesondere wenn sie diese nicht vollständig mittragen, aber auch den Belegschaftsfrust nicht ungefiltert nach oben tragen.

Eine wichtige Regel lautet: Erfolge sollten immer kommuniziert werden - sowohl nach oben als auch nach unten. Mittlere Führungskräfte sollten außerdem proaktiv werden und sich nicht darauf beschränken, auf Input zu warten. Sie verfügen über das Wissen zu operativen Unternehmensprozessen sowie über Kunden- und Partnernähe, was dem Top-Management zum Vorteil gereichen kann. Wer von sich aus auf das obere Management zugeht und Vorschläge einbringt, wird sichtbarer und kann mehr Handlungsspielraum erarbeiten.

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Moderne Herausforderungen meistern und Perspektiven entwickeln

Die Rolle des mittleren Managements hat sich in den letzten Jahren fundamental gewandelt. Wie die Haufe-Analyse zeigt, treffen agile Teams auf hierarchische Grundstrukturen, wodurch die Aufgabe, zwischen verschiedenen Welten zu vermitteln, noch komplexer wird. Hier liegt eine große Chance: Mittlere Manager können sich als Brückenbauer zwischen agilen Arbeitsmethoden und traditionellen Unternehmensstrukturen positionieren.

Wichtig ist dabei, die eigene Rolle zu hinterfragen und zu schärfen. Das mittlere Management muss selbstbewusster und aktiver werden, um an strategischem Gewicht zu gewinnen. Wer sich erfolgreich beweist - etwa durch erste Initiativen oder mühevolle Grundlagenarbeit - schafft Glaubwürdigkeit und Zutrauen für größere Aufgaben. Die Perspektive sollte dabei eine neue Definition der eigenen Rolle sein, die mehr Gehör und Handlungsspielraum ermöglicht. Denn letztendlich sind es die mittleren Führungskräfte, die darüber entscheiden, ob Strategien erfolgreich umgesetzt werden oder in der Organisation versanden.

D. Maier / Redaktion finanzen.net

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