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11.10.2019 19:09
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Versicherung gegen Hartz IV geplant

Privatversicherung: Versicherung gegen Hartz IV geplant | Nachricht | finanzen.net
Privatversicherung
Mit ihrem neuen Startup möchten drei Jungunternehmer Arbeitslosen eine Alternative zu Hartz IV anbieten. Bisherige Versuche in diese Richtung hatten keinen Erfolg.
Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung sind immer mehr Menschen bedroht, ihre Jobs zu verlieren. Damit sie aber nicht gleich Hartz IV beantragen und auf eine Alternative ausweichen können, haben sich die drei Jungunternehmer, Angelo Buscemi, Marcel Brassat und Malte Säger, eine besondere Idee ausgedacht. Mit ihrem Startup Ewa möchten sie Arbeitslosen eine private Versicherung bieten, mittels der sie Menschen eine Art Grundeinkommen zahlen, bis diese wieder auf eigenen Beinen stehen.

"Grundeinkommen per Versicherung"

Anspruch haben Kunden, die eine betriebsbedingte Kündigung erhalten haben. Durch die private Arbeitslosenversicherung sollen sie davor bewahrt werden, in die Hartz IV-Falle zu geraten und Sanktionen und behördlichen Drangsalierungen ausgesetzt zu sein. Geldleistungen erfolgen nicht im ersten Jahr nach der Arbeitslosigkeit, da das Arbeitslosengeld I aus der staatlichen Arbeitslosenverischerung zunächst eingreift. Durch Sachleistungen wie Weiterbildungsmöglichkeiten und Bewerbungscoachings sollen die Arbeitslosen dabei unterstützt werden, wieder in die Arbeitswelt zurückzufinden.

Außerdem soll sich der Arbeitslose stärker im Bereich Digitalisierung einarbeiten, um den wachsenden Anforderungen des Arbeitsmarktes gewachsen zu sein. Dies sei laut Malte Säger insofern wichtig, als dass "der technische Wandel [...] immer schneller" werde. Viele von Menschen ausgeführte Aufgaben und Arbeitsprozesse werden durch Computer ersetzt, was zu einer höheren Arbeitslosenrate beiträgt.

Sollte es trotz der Weiterbildungen nach wie vor zu keiner neuen Festanstellung kommen, greift Ewa ein. Dann bekommt der Kunde im zweiten Jahr der Arbeitslosigkeit ein Grundeinkommen statt des Hartz IV, das er selbst festlegen kann. Höher als das Arbeitslosengeld I kann es allerdings nicht sein. Zudem wird es höchstens zwei Jahre gezahlt. Laut Unternehmensgründer ist die Idee noch jung und benötigt Kapital. Für Ewa wird ein strategischer Partner gesucht, mit dem die Police in den nächsten zwölf Monaten auf den Markt gebracht werden soll.

Ähnliches Konzept bereits gescheitert

Tatsache ist, dass die private Versicherung eine starke Grundlage braucht, um das Vorhaben durchsetzen zu können. Sollte es in absehbarer Zeit tatsächlich zu einer massenhaften Arbeitslosigkeit kommen, stellt sich die Frage, inwieweit eine private Arbeitslosenversicherung dem stand halten kann. Die Unternehmer würden vor eine hohe Herausforderung gestellt. Und das wurde in der Vergangenheit deutlich: Ähnliche Konzepte wie Ewa hat es bereits in der Vergangenheit gegeben, als die Volksfürsorge 1996 ein solches Modell auf die Beine stellen wollte.

Die Policen waren viel zu teuer und für die Arbeitnehmer nicht bezahlbar. Vor allem geringverdienende Arbeitnehmer konnten mit den entsprechenden Kosten nicht mithalten.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: PeJo / Shutterstock.com, Lisa S. / Shutterstock.com

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