Einkaufen mit System: So helfen geheime Supermarkt-Codes beim Geld sparen

Supermärkte sind wahre Meister der Preisgestaltung. Wer genauer hinsieht, entdeckt auf Preisschildern und Verpackungen kleine Hinweise, die über satte Rabatte entscheiden können. Dazu kommen farbige Etiketten und digitale Angebote. Hinter all dem steckt ein System, das den Einkauf deutlich günstiger macht - wenn man weiß, worauf man achten muss.
"T" und "TS" - kleine Kürzel mit großer Wirkung
Manche Preiszeichen sehen harmlos aus, haben aber entscheidenden Einfluss. Das Kürzel "T" etwa findet sich bei Waren, die noch am gleichen Tag abverkauft werden müssen. Dazu gehören frische Lebensmittel wie Brot, Fleisch oder Milchprodukte. Am Abend können die Preise für solche Produkte daher laut Merkur.de günstiger sein.
Noch interessanter wird es mit "TS". Diese Markierung bedeutet "Tagesware Samstag". An diesem Tag werden Produkte, die nicht ins neue Sortiment übernommen werden, besonders stark reduziert. Laut ruhr24.de sind Preisnachlässe von bis zu 80 Prozent keine Seltenheit.
Farbige Preisschilder als stille Signale
Auch Farben spielen eine Rolle. Ein orangefarbenes oder rotes Etikett, manchmal ergänzt durch einen durchgestrichenen Barcode, ist mehr als nur Dekoration. Es weist meist auf Restposten hin, die aus dem Sortiment genommen werden. HNA.de berichtet, dass dies zum Beispiel bei Kaufland eine gängige Praxis ist. Aufmerksame Kundinnen und Kunden erkennen daran Produkte, die besonders günstig über die Ladentheke gehen.
"MH" bei Rossmann - der Hinweis auf Ablaufdaten
Drogeriemärkte setzen ebenfalls auf Codes. Bei Rossmann steht "MH" auf Preisschildern für "Mindesthaltbarkeitsdatum". Produkte mit diesem Hinweis laufen bald ab und werden daher günstiger angeboten. Chip.de beschreibt, dass dies sowohl Snacks und Getränke als auch Kosmetik- oder Pflegeartikel betrifft. Für die Märkte ist das eine Möglichkeit, Regale zu leeren - für die Kundschaft eine Gelegenheit zum Sparen.
Digitale Coupons gewinnen an Bedeutung
Neben klassischen Etiketten sind in den letzten Jahren Apps immer wichtiger geworden. Lidl, Kaufland oder Edeka bieten eigene Anwendungen an, in denen wöchentlich digitale Coupons bereitstehen. Auch wenn die Ersparnis auf den ersten Blick gering wirkt, kann sich das über einen Monat hinweg deutlich bemerkbar machen.
Cashback-Programme als neue Sparform
Eine weitere Möglichkeit sind Apps wie "marktguru". Dort lassen sich Kassenzettel oder Barcodes bestimmter Produkte scannen. Im Gegenzug gibt es kleine Rückvergütungen - oft nur wenige Cent, aber mit der Zeit entsteht ein spürbarer Effekt. BNN.de zufolge entwickelt sich diese Form des Sparens zu einer ernsthaften Alternative oder zumindest zu einer Ergänzung klassischer Treueprogramme wie Payback oder DeutschlandCard.
Redaktion finanzen.net
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