24.04.2013 10:53

Immobilienverkauf: Hohe Nachfrage für Bestandsprüfung nutzen

Vermögensverwalter-Kolumne: Immobilienverkauf: Hohe Nachfrage für Bestandsprüfung nutzen | Nachricht | finanzen.net
Vermögensverwalter-Kolumne
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Die Immobilienpreise sind in Deutschland in den letzten fünf Jahren stark gestiegen,...
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...denn die Verunsicherung über die europäische Geld- und Währungspolitik hat die Flucht in Sachwerte beschleunigt.

von Susanne Woda von MERITO Asset Management GmbH

Nicht immer sind Immobilien rentabel und als Geldanlage sinnvoll. Anleger können jetzt die hohen Preise auf dem Immobilienmarkt für einen lukrativen Ausstieg nutzen. Vermieter sollten ihre Immobilien auf Herz und Nieren prüfen und Klumpenrisiken im Gesamtvermögen abbauen. Wer vermietete Immobilien besitzt, trägt ein unternehmerisches Risiko. Weil die Immobilienpreise und die Rentabilität nicht wie Aktienkurse transparent sind und täglich überprüft werden können, gerät das häufig in Vergessenheit. Der Verkaufserlös kann in ein Substanzwert- Portfolio angelegt werden, welches das Gesamtvermögen sinnvoll ergänzt und stabilisiert.

Der Ausbruch der Finanzkrise hat einen Run auf Wohnimmobilien ausgelöst. Um sich vor Geldentwertung zu schützen, steht der Erwerb von Immobilien an erster Stelle. Auf der Verkäuferseite hingegen tut sich wenig, lediglich sieben Prozent der Immobilienbesitzer wollen laut einer Umfrage von Legg Mason ihr Eigentum in den nächsten zwölf Monaten verkaufen. Die Folge des Ungleichgewichtes sind steigende Preise. Allein in 2012 haben sich die Preise für Wohneigentum in Deutschland um durchschnittlich 5,25 Prozent erhöht. Besonders beliebt sind Eigentumswohnungen in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern, hier fällt der Preisanstieg noch drastischer aus. Bereits in 2011 verteuerten sich diese Lagen um durchschnittlich zehn Prozent, in 2012 legten die Preise noch einmal um sieben Prozent zu.

Die Bundesbank warnt leise vor einer möglichen Immobilienblase, auch wenn einige Experten diese aufgrund des geringen Kreditwachstums noch ausschließen. Ob Blase oder nicht – man erkennt sie ohnehin erst im Nachhinein als solche – es gibt einige potentielle Belastungsfaktoren für Immobilienpreise. Beispielsweise können höhere Grundsteuern, Regulierung von Mietpreisen sowie sonstige staatliche Maßnahmen in Form von Zwangsanleihen für Immobilienbesitzer die Objekte im Wert sinken lassen.

Was bei einem Aktienportfolio gelebte Praxis ist, nämlich die ständige Überprüfung der Werthaltigkeit der Anlagen hinsichtlich Ertrag und Zukunftsfähigkeit, scheint am privaten Immobilienbesitzer vorbeizugehen. Der Zeitpunkt, den Bestand vermieteter Immobilien nach Chancen und Risiken zu durchforsten, antizyklisch zu handeln und Überkapazitäten im Gesamtvermögen abzubauen - gerade so, wie man bei liquiden Vermögenswerten verfahren würde - ist günstig. Denn noch dominieren die Käufer den Markt. Ist die Nachfrage erst dünner geworden, lassen sich Objekte nicht mehr so einfach losschlagen.

Aus dem Verkaufserlös kann ein Portfolio aufgebaut werden, das die wichtigsten Anlagekriterien Liquidität, Ertragsstärke und Werterhalt miteinander vereint. Der Fokus sollte dabei auf Dividendenaktien und Edelmetallen liegen, denn auch sie gehören in die Kategorie Sachwerte und können mit dem richtigen Mix mittel- bis langfristig einen wirksamen Schutz gegen die schleichende Geldentwertung bieten. Wer weniger Schwankungen wünscht, sollte auch Anleihen beimischen, aber um die Inflation langfristig zu schlagen, müssen auch hier Risiken bei Bonität oder Laufzeit akzeptiert werden.

Immer mehr Privatanleger in Deutschland vertrauen bei ihrer Geldanlage auf bankenunabhängige Vermögensverwalter. Frei von Produkt- und Verkaufsinteressen können sie ihre Mandanten bestmöglich beraten. Mehr Informationen finden Sie unter www.vermoegensprofis.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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