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24.11.2018 16:00
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Indexzertifikat: Dicke Fische im Netz

Euro am Sonntag-Zerti-Tipp: Indexzertifikat: Dicke Fische im Netz | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Zerti-Tipp
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Die hohe Nachfrage treibt die Kurse von Unternehmen aus der industriellen Fischzucht. Daran können Anleger partizipieren. Wir stellen ein interessantes Zertifikat vor.
€uro am Sonntag
von Gian Hessami, Euro am Sonntag

Fisch ist gesünder als Fleisch. Er hat weniger Kalorien, ist reich an Proteinen und enthält für die menschliche Ernährung essenzielle Omega-3-Fettsäuren, die vom Körper nicht selbst hergestellt werden können.


Die Nachfrage nach Fisch steigt, nicht nur in Deutschland, sondern auch in Asien. Nach ­Angaben des weltweit größten Zuchtkonzerns Marine Harvest wurden 1995 rund um den Globus etwa 15 Kilogramm Fisch pro Kopf verzehrt. 2025 sollen es bereits 22 Kilo sein.


Diese Entwicklung führt dazu, dass immer mehr Zuchtlachs "geerntet" wird. Der tra­ditionelle Wildfang wird Stück für Stück durch die moderne Aquakulturen-Produktion ersetzt. 2007 betrug das Verhältnis von Aquakultur zu Wildfang noch 43 zu 57 Prozent. Heute stammt bereits mehr als die Hälfte des weltweit konsumierten Fischs aus Aquakulturen. ­Fischzucht ist ein 232 Milliarden Dollar schwerer Markt.

Anleger, die dieses Thema interessant finden, können sich den Nordic Fish Farmer Index genauer ansehen. Das Lachs-Barometer enthält sieben Unternehmen, die ihre Erträge in den Bereichen Fischzucht, Fischfang, Fischzuchtanlagen sowie Verpackung und Vertrieb von Fisch erwirtschaften. Die Indexmitglieder müssen eine Marktkapitalisierung von mindestens 500 Millionen Euro aufweisen.

Die Norweger dominieren

Das Fischzucht-Barometer darf maximal zehn Unternehmen enthalten. Bei Auflage vor knapp einem Jahr gingen die ­Aktien zu gleichen Teilen in den Index ein. Die Überprüfung der Zusammensetzung und die Gleichgewichtung erfolgen zwei­mal jährlich.

Das bekannteste Indexmitglied ist Branchenführer Marine Harvest, das wie fünf weitere ­Titel des Barometers (Austevoll Sea­food, Grieg Seafood, Leroy Seafood, Norway Royal Salmon und Salmar) aus Norwegen stammt. Nur Bakkafrost, ein fischverarbeitender Betrieb, sitzt auf den Färöer-Inseln.

Die Deutsche Bank hat am 6. Dezember 2017 ein Endloszer­tifikat aufgelegt, das sich auf den Nordic Fish Farmer Index (ISIN: DE 000 DM9 SEA 5) bezieht (€uro am Sonntag berichtete in 50/2017). Die bisherige Performance ist bemerkenswert: Bei Auflage war das Zertifikat 100 Euro wert, heute sind es bereits rund 170 Euro. "Ein Grund für die steigende Nachfrage nach den Produkten der Lachsfarmen ist sicherlich der Trend, dass gesunde Ernährung immer wichtiger wird", sagt ­Rinol Hasaj, Produktexperte bei der Deutschen Bank. Diese Entwicklung dürfte sich fortsetzen.

Wermutstropfen: Anleger zahlen eine jährliche Managementgebühr von 1,5 Prozent. Trostpflaster: Sie profitieren von etwaigen Dividenden der Unternehmen, da diese im Index berücksichtigt werden.






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Bildquellen: Johan Wildhagen/Norwegian Seafood Council, Linn Kenes/Norwegian Seafood Council, 123RF

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