Prognose-Enttäuschung

Nintendo-Aktie bricht zweistellig ein: Rekordzahlen bei Switch 2 reichen Anlegern nicht aus

04.02.26 10:54 Uhr

Nintendo-Aktie im Sinkflug: Switch 2 Verkäufe stark, aber Ausblick belastet | finanzen.net

Trotz eines starken Verkaufsstarts der neuen Konsolengeneration hat Nintendo die Anleger mit einer stagnierenden Jahresprognose verschreckt.

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• Nettoumsatz steigt in den ersten neun Monaten auf 1,906 Billionen Yen
• Operatives Ergebnis legt um 21,3 Prozent auf 300,4 Milliarden Yen zu
• Unveränderte Jahresprognose sorgt für massiven Kursrutsch in Tokio

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Starke Neunmonatszahlen durch Hardware-Launch getrieben

Der japanische Videospielkonzern Nintendo hat am 3. Februar 2026 seine konsolidierten Finanzergebnisse für die ersten drei Quartale des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt. In diesem Zeitraum konnte das Unternehmen den Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 99,3 Prozent auf mehr als 1,9 Billionen Yen fast verdoppeln. Besonders hervorzuheben sei laut Mitteilung dabei der erfolgreiche Start der neuen Nintendo Switch 2 am 5. Juni 2025, die sich bis zum 31. Dezember 2025 bereits 17,37 Millionen Mal verkaufte. Auch der auf die Muttergesellschaft entfallende Gewinn stieg in den neun Monaten deutlich um 51,3 Prozent auf 358,9 Milliarden Yen an. Dennoch scheint die Euphorie über die operativen Erfolge durch die vorsichtige Haltung der Konzernführung gedämpft zu sein.

Nintendos Software-Absatz bleibt hinter Erwartungen der Analysten

Parallel zur Hardware entwickelte sich das Software-Segment zwar positiv, blieb jedoch teilweise hinter den Erwartungen professioneller Beobachter zurück. Das zum Launch der neuen Konsole veröffentlichte "Mario Kart World" erzielte inklusive Bundle-Verkäufen einen Absatz von 14,03 Millionen Einheiten. Nomura-Analyst Naruhito Miki gab gegenüber Dow Jones Newswires an, dass das operative Ergebnis der Nintendo-Gruppe die Schätzungen seines Brokerhauses unterschritten habe, da das Verkaufsvolumen der Switch 2-Softwaretitel einen "etwas negativen Eindruck" hinterlassen habe. Insgesamt setzte Nintendo bis Dezember 37,93 Millionen Software-Einheiten für die neue Plattform ab. Das Management hält dennoch an dem Ziel fest, bis Ende März insgesamt 48 Millionen Kopien zu veräußern.

Konservative Prognose belastet die Nintendo-Aktie

Obwohl die aktuellen Zahlen ein massives Wachstum suggerieren, zeigt sich der Markt von der künftigen Entwicklung enttäuscht. Das Unternehmen bestätigte seine bisherige Prognose für das am 31. März 2026 endende Geschäftsjahr und nahm trotz der starken Neunmonatsbilanz keine Revisionen nach oben vor. Für das Gesamtjahr erwartet Nintendo weiterhin einen Nettoumsatz von 2,25 Billionen Yen und einen operativen Gewinn von 370 Milliarden Yen. Diese Zurückhaltung wurde scheinbar von Investoren als Zeichen für ein schwächelndes Momentum im Schlussquartal gewertet, zumal der bereits erzielte Neunmonatsgewinn von 358,8 Milliarden Yen die ursprüngliche Ganzjahresschätzung von 350 Milliarden Yen bereits überschritten hat.

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Kostenrisiken bei Halbleitern im Fokus

Die konservative Ausrichtung des Konzerns ist teilweise auf steigende Kosten für Hardware-Komponenten zurückzuführen. Laut Berichten von Dow Jones stehen Hersteller derzeit vor Gegenwind durch steigende Preise für Speicherchips und verwandte Bauteile. Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa erklärte bei einem Briefing am Dienstag gegenüber Pressevertretern, dass das Unternehmen eng mit Partnern zusammenarbeite, um eine stabile Versorgung sicherzustellen. Furukawa betonte zwar, dass er für das aktuelle Geschäftsjahr keine materiellen Auswirkungen durch die Preissteigerungen erwarte, warnte jedoch davor, dass anhaltend hohe Preise für Speicherbausteine die Rentabilität künftig belasten könnten. Die geplante jährliche Dividende soll unverändert bei 181,00 Yen pro Aktie liegen.

So bewegt sich die Nintendo-Aktie nach den Zahlen

Die Reaktion an der Börse in Tokio war drastisch: Die Nintendo-Aktie verzeichnete einen massiven Abverkauf und fiel am Mittwoch letztlich um 10,98 Prozent auf 8.973 Yen. Analysten werten gemäß Dow Jones Newswires die Kursbewegung als Korrektur überzogener Erwartungen, da die Beibehaltung der Ziele trotz der starken Hardware-Zahlen als mangelndes Vertrauen in das laufende Quartal interpretiert wurde.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Barone Firenze / Shutterstock.com, ROBYN BECK/AFP/Getty Images

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DatumRatingAnalyst
15.11.2011Nintendo outperformMacquarie Research
06.10.2011Nintendo neutralMacquarie Research
12.09.2011Nintendo neutralMacquarie Research
06.09.2011Nintendo neutralMacquarie Research
01.08.2011Nintendo neutralMacquarie Research
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15.11.2011Nintendo outperformMacquarie Research
23.06.2011Nintendo outperformMacquarie Research
06.04.2011Nintendo kaufenAsia Investor
08.03.2011Nintendo outperformCredit Suisse Group
25.02.2011Nintendo kaufenDer Aktionär
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06.10.2011Nintendo neutralMacquarie Research
12.09.2011Nintendo neutralMacquarie Research
06.09.2011Nintendo neutralMacquarie Research
01.08.2011Nintendo neutralMacquarie Research
25.01.2011Nintendo neutralWedbush Morgan Securities Inc.
DatumRatingAnalyst
01.08.2011Nintendo sellCitigroup Corp.
14.07.2011Nintendo sellCitigroup Corp.
14.06.2011Nintendo verkaufenEuro am Sonntag
09.06.2011Nintendo sellCitigroup Corp.
04.10.2010Nintendo verkaufenEuro am Sonntag

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