2G Energy: Ein beeindruckendes Comeback
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2G Energy wird in diesem Jahr den Wachstumspfad der Vorperioden voraussichtlich weiter fortsetzen und den Umsatz gemäß aktueller Planung auf 380 bis 400 Mio. Euro steigern, nach 375,6 Mio. Euro in der Vorperiode. Ursprünglich war aber ein deutlich höherer Wert zwischen 430 und 450 Mio. Euro anvisiert worden, aber diese Prognose musste das Management Ende Oktober revidieren. Ursächlich dafür waren vor allem drei ungünstige Entwicklungen, die zusammengekommen sind: Erstens ein neues ERP-System, das temporär das Servicegeschäft behindert hat. Zweitens die späte beihilferechtliche Genehmigung der EU, nämlich erst im September, für das sog. Biomassepaket der Bundesregierung, was die Abarbeitung der Aufträge aus dem Biogassektor verzögert hat. Und drittens (noch) ausgebliebene Großaufträge mit kurzfristiger Lieferfrist für die Ukraine.
Prognose für 2026 nicht angetastet
Das geringere Geschäftsvolumen wird sich bei fortgesetzten Wachstumsinvestitionen auch in der EBIT-Marge niederschlagen. Diese wird nun bei 6,5 bis 8,0 Prozent erwartet, nach ursprünglich 8,5 bis 10,5 Prozent. Bemerkenswerterweise wurde trotz dieses Dämpfers die schon vorliegende Prognose für 2026 nicht angepasst, die eine Umsatzausweitung auf 440 bis 490 Mio. Euro und eine Margenverbesserung auf 9 bis 11 Prozent vorsieht.
Fünf kräftige Wachstumstreiber
Und das hat sehr gute Gründe, denn das Management sieht aktuell gleich fünf starke Wachstumstreiber. Großes Potenzial bietet jetzt insbesondere der deutsche Biogasmarkt, da die von der EU abgesegnete umfangreiche Förderung für mehrere Jahre nun sukzessive ihre volle Wirkung entfalten wird. Außerdem steht in Deutschland die Ausschreibung von großen neuen Gaskraftwerken an, auch hier rechnet sich 2G gute Chancen aus. Ein gewichtiger Treiber, in Deutschland aber mehr noch im Auslandsgeschäft (insbesondere in den USA), ist zudem der immense Strombedarf von neuen Rechenzentren. Dafür hat das Unternehmen eine passende Lösung, die aktuell intensiv vertrieben wird. Ebenfalls Fahrt auf nimmt inzwischen die Vermarktung neuer Produkte – Großwärmepumpen und Demand-Response-Aggregate -, und schließlich könnten im Ukrainegeschäft nun doch die nächsten Großaufträge anstehen. Unterstützt werden die positiven Impulse aus diesen fünf Treibern durch die voraussichtlich bis zum Jahresende zumindest im Kundenkontakt gelösten ERP-Probleme, wonach das Servicegeschäft wieder auf den normalen Wachstumspfad zurückfinden sollte.
Fazit
2G Energy wird in diesem Jahr zwar wachsen, die ursprünglichen Ziele aber nicht erreichen. Das Unternehmen hat aber im November auf einer Investorenkonferenz anhand von fünf starken Wachstumstreibern überzeugend dargelegt, warum die Aussichten für 2026 trotzdem sehr komfortabel sind. Die Botschaft ist am Markt angekommen, die Aktie hat ein höchst beeindruckendes Comeback hingelegt und notiert nach einem massiven Rebound sogar über dem Niveau, das sie unmittelbar vor der Zielrevision für 2025 hatte. Kurzfristig ist sie damit mutmaßlich etwas überkauft. Eine mögliche Konsolidierungsphase dürfte angesichts der großen Wachstumschancen nach unserer Einschätzung eine neue Einstiegschance darstellen.
Einen Blick wert ist auch die Aktie von Dr. Hoenle, da das Unternehmen vor einem erfolgreichen Turnaround stehen könnte: zum Artikel
Ebenfalls spannend ist die Lage bei Pyrum, das Unternehmen konnte sich gerade mit einer Kapitalerhöhung eine große Wachstumsfinanzierung sichern: zum Artikel
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