IBU-tec-Aktie im Höhenflug: Über 200 Prozent Plus in einem Jahr - Das steckt hinter der Batterie-Rally

Mit einem kräftigen Kursplus knüpft die IBU-tec-Aktie am Dienstag an ihre beeindruckende 52-Wochen-Performance an. Das sollten Anleger über das Papier wissen.
Werte in diesem Artikel
• IBU-tec: Vom Kalksteinbruch zum Hightech-Pionier
• Fokus auf Batterierecycling
• IBU-tec-Aktie stark im Plus
Das ist IBU-tec
Die Geschichte von IBU-tec ist eine über 130-jährige Transformation von einem regionalen Steinbruch in Weimar-Ehringsdorf zu einem weltweit agierenden Spezialisten für thermische Verfahrenstechnik. Was 1885 mit der Gewinnung von Travertin und Kalk begann, entwickelte sich über die Jahrzehnte - geprägt durch die industrielle Nutzung als Technikum ab 1975 - zu einem hochspezialisierten Forschungs- und Produktionsstandort. Nach der Privatisierung im Jahr 1993 und der Übernahme durch Ulrich Weitz im Jahr 2001 schärfte das Unternehmen sein Profil in den Bereichen Katalysatoren und Nanopulver, wobei die Perfektionierung des Pulsationsreaktors einen technologischen Meilenstein setzte.
Mit dem erfolgreichen Börsengang im Jahr 2017 und der strategischen Übernahme von BNT Chemicals erweiterte IBU-tec sein Portfolio um die Metallorganik und baute seine Kapazitäten durch neue Standorte in Bitterfeld-Wolfen und Nohra massiv aus. Ein entscheidender Wendepunkt markierte das Jahr 2021, als das Unternehmen mit der Einführung eigener hochqualitativer Batteriematerialien vom reinen Dienstleister zum Produkthersteller aufstieg. Heute beschäftigt die IBU-tec Gruppe rund 230 Mitarbeiter und betreibt eine internationale Infrastruktur aus Drehrohröfen und Pulsationsreaktoren, während sich das Management unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden Jörg Leinenbach und Ulrich Weitz verstärkt auf den zukunftsträchtigen Markt für Batteriewerkstoffe fokussiert.
Jüngste Unternehmensnachrichten
Im vergangenen September trieb IBU-tec ihre Expansion im Bereich Batterierecycling durch eine strategische Kooperation mit dem Maschinenbauer Hosokawa Alpine voran, wie aus einer entsprechenden Pressemitteilung hervorgeht. Am Hauptsitz in Weimar haben die Partner ein gemeinsames Technikum errichtet, das spezialisierte Mahl- und Sichttechnologien für das Recycling von Batteriematerialien - insbesondere beschichteter Kathodenfolien - bündelt. Während Hosokawa Alpine die entsprechende Anlagentechnik beisteuert, bringt IBU-tec sein tiefgreifendes Prozess-Know-how ein.
Die Kooperation zielt auf einen massiven Zukunftsmarkt ab: Getrieben durch die EU-Batterieverordnung, die den Einsatz von Rezyklaten bei der Neuproduktion vorschreibt, wird für das weltweite Batterierecycling bis 2032 ein Marktvolumen von über 38 Milliarden US-Dollar prognostiziert.
Im Rahmen des Forschungsprojekts "ProLiT" hat IBU-tec im Februar zudem gemeinsam mit namhaften Partnern - darunter die TU Braunschweig, Daikin Chemical und Coperion - ein bahnbrechendes Verfahren zur Trockenbeschichtung von Batterieelektroden im industriellen Maßstab entwickelt. Ein Whitepaper skizziert dabei ein innovatives Anlagenkonzept, das zunächst auf eine Jahreskapazität von 1 GWh ausgelegt ist, sich jedoch problemlos auf den Gigafactory-Maßstab (10 GWh und mehr) skalieren lässt.
Zentraler Bestandteil dieses Verfahrens sei laut Unternehmen das IBU-tec-eigene Kathodenmaterial IBUvolt® LFP400, das sich aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften ideal für die trockene Verarbeitung eignet. Die Vorteile gegenüber der klassischen Nassbeschichtung sind deutlich, heißt es in der Pressemitteilung. Das neue Verfahren sei nicht nur deutlich energieeffizienter, sondern verzichte auch vollständig auf umweltschädliche Lösungsmittel. Jörg Leinenbach, CEO von IBU-tec erklärt: "Mit den aktuellen Fortschritten in der Trockenbeschichtung zeigen wir erneut unsere Stärke darin, die Entwicklung von innovativen Batteriematerialien für unterschiedlichste Anwendungen von der Erprobung bis zum Industriemaßstab zu skalieren. Es ist Teil unseres starken, diversifizierten Geschäftsmodells, dass wir Batteriematerialien und Herstellungsprozesse gemeinsam mit Partnern kontinuierlich weiterentwickeln."
IBU-tec-Aktie im Blick
Seit Jahresbeginn sieht sich die IBU-tec-Aktie einem Verlust von 6,25 Prozent gegenüber. Innerhalb der letzten 52 Wochen zeigt sich jedoch ein gänzlich anderes Bild: So verzeichnete das Papier in dem Zeitraum einen Gewinn von stolzen 213,55 Prozent. Und auch im heutigen Dienstagshandel lässt sich eine klar positive Tendenz erkennen. Letztlich legte das Papier im XETRA-Handel um 8,67 Prozent auf 18,80 Euro zu.
Redaktion finanzen.net
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