Aktien Frankfurt Ausblick: Moderate Erholung erwartet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte nach seinem Kursrutsch vom Vortag am Freitag einen Erholungsversuch unternehmen. Die am Vorabend nach US-Börsenschluss vom iPhone-Konzern Apple vorgelegte Quartalszahlen scheinen die Stimmung im Tech-Sektor zumindest nicht weiter zu trüben. Unternehmensseitig stehen Geschäftszahlen von adidas im Blick. Am Nachmittag könnten Preisdaten aus Deutschland und den USA für Aufmerksamkeit sorgen.
Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-DAX für den DAX einen Anstieg um 0,5 Prozent auf 24.423 Punkte, nachdem er tags zuvor mehr als 2 Prozent verloren hatte. Damit würde die 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend halten, die der Dax am Vortag in einem schwachen Tech-Umfeld und im Zuge hoher Kurverluste des Index-Schwergewichts SAP (SAP SE) getestet hatte.
Auf Wochensicht deutet sich für den deutschen Leitindex damit ein Minus von 1,9 Prozent an. Die Bilanz für den turbulenten Börsenmonat Januar wäre - gemessen an der vorbörslichen Indikation - mit minus 0,3 Prozent leicht negativ.
Die Aktien von adidas schnellten im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate um 6,4 Prozent nach oben. Dies dürfte vor allem dem angekündigten Aktienrückkaufprogramm geschuldet sein. Der Sportartikelkonzern will ab Anfang Februar für bis zu eine Milliarde Euro eigene Anteilscheine erwerben. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Adidas so viel Umsatz wie nie zuvor. Beim Gewinn im vierten Quartal hatten Analysten mit weniger gerechnet, bei den Erlösen mit mehr.
Der Softwarespezialist Atoss (ATOSS Software) steigerte den Umsatz 2025 um 11 Prozent und lag damit im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Unter dem Strich kletterte das Nettoergebnis um 6 Prozent, was die Markterwartungen übertraf. Die Anteilseigner sollen nun eine von 2,13 Euro auf 2,28 Euro erhöhte Dividende je Aktie erhalten. Die Atoss-Papiere verteuerten sich auf Tradegate um 6 Prozent.
Für die Titel von Fraport ging es auf Tradegate um 2 Prozent aufwärts. Das Analysehaus Jefferies stufte die Anteilsscheine des Flughafenbetreibers von "Hold" auf "Buy" hoch und erhöhte das Kursziel von 72 auf 100 Euro. Analystin Priyal Woolf erwartet 2026 im Flugverkehr ein starkes Jahr mit höheren Kapazitäten der Airlines./edh/jha/
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