ROUNDUP: Adidas trotzt US-Zollpolitik - Umsatzrekord und Aktienrückkäufe

30.01.26 09:51 Uhr

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HERZOGENAURACH (dpa-AFX) - Der Sportartikelhersteller adidas hat im vergangenen Jahr so viel Umsatz erwirtschaftet wie nie zuvor und sein operatives Ergebnis deutlich gesteigert. Damit trotzte das Unternehmen negativen Effekten wie der US-Zollpolitik und dem starken Euro. Für die künftige Entwicklung zeigte sich das Management um Konzernchef Björn Gulden zuversichtlich. Deswegen und dank der starken Mittelflüsse kündigte Adidas zudem milliardenschwere Aktienrückkäufe an.

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Die Aussagen kamen am Freitag am Markt sehr gut an. Die im DAX notierte Aktie gewann im frühen Handel 4,4 Prozent. Dennoch befindet sich die Aktie seit längerem in einem Abwärtstrend, aus dem es nur schwer ist, herauszukommen. In den vergangenen 12 Monaten hat das Papier mehr als 40 Prozent verloren und auch im laufenden Jahr stand vor der Veröffentlichung der Eckdaten ein Minus von rund 16 Prozent zu Buche. Um den Negativtrend zu brechen, müsste der Kurs schon an die Marke von 168 Euro heranlaufen. Am Morgen notierte das Papier zuletzt bei rund 150 Euro.

Das vergangene Jahr sei vielversprechend zu Ende gegangen, lobte UBS-Analyst Robert Krankowski. Adidas habe den Sorgen wegen der europäischen Märkte, der Rabattschlacht in der Branche und der US-Zollpolitik getrotzt. Zudem liege das angekündigte Aktienrückkaufprogramm am oberen Ende der Erwartungen. Da das vierte Quartal vergleichsweise wenig Bedeutung habe, liege der Fokus auf dem Ausblick. Derzeit rechne der Markt für 2026 mit einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Das zweistellige Wachstum im vergangenen Quartal könnte die Einschätzung untermauern, dass die bisherigen Ziele keine Verlangsamung bedeuteten, sondern nur gewohnt konservativ seien.

Vor allem die Marge kam im Handel gut an. Dies zeige, dass Adidas in einer von Rabattaktion geprägten Zeit seine Ware zu guten Preisen losgeschlagen habe, so Felix Dennl vom Bankhaus Metzler.

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Der Umsatz der Marke Adidas kletterte im vergangenen Jahr vorläufigen Daten zufolge währungsbereinigt um 13 Prozent, teilte der Konzern am Donnerstagabend mit. Insgesamt stiegen die Erlöse trotz negativer Währungseffekte von mehr als einer Milliarde Euro von 23,7 auf 24,8 Milliarden Euro. Die Bruttomarge - eine von Analysten viel beachtete Kennziffer - verbesserte sich um 0,8 Prozentpunkte auf 51,6 Prozent. Das Betriebsergebnis stieg um mehr als 700 Millionen auf knapp 2,1 Milliarden Euro.

"Ich bin wieder sehr stolz auf das, was unsere Teams erreicht haben", sagte Vorstandschef Björn Gulden. Trotz vieler externer Turbulenzen wie der US-Zollpolitik und ungünstiger Währungseffekte sei auch im vierten Quartal ein zweistelliges Wachstum gelungen und das Betriebsergebnis mehr als verdoppelt worden. 2025 sei für Adidas viel besser verlaufen, als zu Beginn des Jahres geplant und erwartet. Gulden lobte zudem den hohen Durchverkauf zum vollen Preis, Adidas habe die "Rabatte unter Kontrolle" halten können.

Für die Zukunft zeigte sich Gulden optimistisch, weiter weltweit zu wachsen und Marktanteile zu gewinnen. "Unsere Zuversicht in das zukünftige Umsatz- und Gewinnwachstum sowie in die Cashflow-Generierung von Adidas ist auch der Grund dafür, dass wir nun entschieden haben, einen Aktienrückkauf zu starten", so Gulden. Das Volumen soll sich auf bis zu einer Milliarde Euro belaufen. Die Aktien sollen eingezogen werden.

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Endgültige Geschäftsergebnisse für 2025 sollen am 4. März veröffentlicht werden. Dann soll es auch eine Prognose für das laufende Jahr geben./nas/err/jha/

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