15.12.2017 15:27

BMW will Sicherheit bei knappen Batterie-Rohstoffen - Kobalt im Blick

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MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Autobauer BMW will steigenden Rohstoffpreisen für Batterien langfristige Partnerschaften entgegensetzen. "Im Jahr 2025 werden wir bis zu zehnmal so viele Rohstoffe für die Batterien brauchen wie jetzt", sagte BMW-Einkaufsvorstand Markus Duesmann am Freitag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. "Die Rohstoffbeschaffung läuft bei uns auf langfristige Lieferverträge von 5 bis 10 Jahren hinaus. Wir sind kurz davor, solche Verträge abzuschließen", sagte der Einkaufschef des Münchener DAX 30-Konzerns.

Die Zeit ist knapp, denn die Preise für einige Rohmaterialien sind in jüngster Zeit kräftig gestiegen. "In den vergangenen Monaten ist beim Kobalt eine gewisse Hektik entstanden - die Preisanstiege sind aber derzeit noch mehr Fantasie als nachfragegetrieben", so Duesmann. Kobalt - ein Bestandteil moderner Stromakkus für Elektroautos - ist derzeit rund drei Mal so teuer wie vor rund einem Jahr.

Wie einige Bergbaukonzerne rechnet auch Duesmann nicht mit einer baldigen Entspannung der Lage. "Wir sehen bei Kobalt eine Gefahr der Verknappung, insofern müssen wir bei den Produzenten auch Druck machen, dass die Kapazitäten ausgebaut werden. Wir reden diesbezüglich mit den großen Minenbetreibern."

Andere große Autobauer wie Volkswagen vz spielen auch mit dem Gedanken, sich an Minen zu beteiligen. Das ist für BMW aber eher nicht der Weg. "Wir sind kein großer Freund von Beteiligungen, auch bei Minenkonzernen nicht - aber mit hohen Vorauszahlungen auf langfristig vereinbarte Lieferungen ist man gewissermaßen auch beteiligt", sagte Duesmann.

Kobalt wird zu rund 60 Prozent im Kongo gewonnen - unter teils rudimentären Bedingungen. 80 Prozent der Vorkommen werden nach Schätzungen von BMW in großen, professionellen Minen zu Tage gebracht. "Wir wollen große Minen als nachhaltig zertifizieren, aber das löst nur einen Teil des Problems, weil 20 Prozent des Kobalts im Kongo in kleinen, wenig organisierten Minen teilweise in Handarbeit geschürft werden", so Duesmann.

"Wir wollen eine Machbarkeitsstudie erstellen, wie wir es in unorganisierten Minen auf die Beine stellen, zum Beispiel Kinderarbeit zu vermeiden", sagte Duesmann mit Blick auf Kritik an den Förderbedingungen. "Es wird den Menschen nämlich nicht unbedingt besser gehen, wenn wir und andere uns aus diesen Minen komplett zurückziehen."

Der Kongo ist auch politisch instabil, Präsident Joseph Kabila weigert sich weiter, abzutreten, obwohl seine zweite Amtszeit bereits 2016 endete. Nun soll Ende kommenden Jahres gewählt werden. Die Konflikte drohen dennoch zu eskalieren. Die Vereinten Nationen haben den Kongo angesichts von Massenflucht und Hunger jüngst - neben Syrien, dem Irak und dem Jemen - zu einer der vier größten humanitären Krisen weltweit erklärt.

Trotz widriger Verhältnisse rechnet man in München nicht mit Problemen bei der Förderung. "Unsere Einschätzung ist, dass die Rohstoffversorgung mit Kobalt im Kongo relativ stabil sein wird. Der Kongo lebt von seinen Rohstoffen, insofern ist das auch in instabilen Gesellschaften oft ein geschützter Bereich", meinte Duesmann./men/jha/stw

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