DAX aktuell

Nahostkonflikt im Fokus: DAX letztlich schwach - erholt vom Tagestief - Ölpreise steigen erneut

12.03.26 19:47 Uhr

BÖRSE AKTUELL: Donnerstag an der Börse Frankfurt - DAX schließt in Rot deutlich über Tagestief - Ölpreise steigen | finanzen.net

Der DAX stemmte sich am Donnerstag im Handel zunächst gegen erneut steigende Ölpreise. Am Nachmittag setzten herbe Verluste ein, welche schlussendlich reduziert werden konnten.

Werte in diesem Artikel
Rohstoffe

4.442,05 USD -80,26 USD -1,77%

106,18 USD 2,98 USD 2,89%

93,24 USD 2,92 USD 3,23%

Indizes

22.660,2 PKT -296,9 PKT -1,29%

Der DAX gab am Donnerstag zur Eröffnung des XETRA-Haupthandels an der Frankfurter Börse 0,26 Prozent auf 23.577,82 Punkte nach. Im Anschluss behauptete er sich und pendelte knapp zwischen Plus und Minus. Am Nachmittag setzte Verkaufsdruck ein und das Börsenbarometer fiel im Tief bis auf 23.368,07 Zähler. Hiervon wieder erholt schloss der DAX letztlich 0,21 Prozent niedriger bei 23.589,65 Punkten.

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Steigende Ölpreise belasten erneut

Wieder stark anziehende Ölpreise warfen den zuletzt stabilisierten DAX am Donnerstag deutlich zurück. Das bisherige Tief seit Beginn des Iran-Kriegs lag am Montag bei 22.927 Punkten auf dem Niveau vom Mai vergangenen Jahres.

Zu Wochenbeginn war am Energiemarkt regelrechte Panik ausgebrochen. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl der Nordsee-Marke Brent war mit fast 120 Dollar auf das höchste Niveau seit 2022 gestiegen. Nach einer zwischenzeitlichen Beruhigung am Ölmarkt mit einem Rückgang unter die Marke von 90 Dollar kostet Brent-Öl am Donnerstagmorgen nun wieder rund 100 Dollar je Barrel.

Iran verstärkt Attacken auf Energiewirtschaft in der Golfregion

Der Iran nimmt immer stärker die Energiewirtschaft in der Golfregion ins Visier. Mit den Attacken will die Regierung in Teheran die Kosten für eine Fortsetzung des Krieges in die Höhe treiben. US-Präsident stellt zwar seit Tagen ein baldiges Ende des Krieges in Aussicht. Noch scheinen die Kapazitäten des Regimes in Teheran aber zumindest ausreichend für schmerzhafte Präzisionsschläge.

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Der Energiemarkt bleibt das Zünglein an der Waage für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger im Zuge des Krieges. Ein Anstieg des Ölpreises um 15 Dollar je Barrel erhöhe den Verbraucherpreisindex der Eurozone um 0,3 Prozentpunkte, hatte RBC-Analystin Anke Reingen jüngst vorgerechnet.

DAX-Rekord zuletzt im Januar

Am 13. Januar hatte der DAX bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert und damit erstmals in seiner Geschichte die Schwelle von 25.500 Punkten überschritten. Letztlich war er an diesem Tag bei 25.420,66 Zählern in den Feierabend gegangen, was einen neuen Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.

Redaktion finanzen.net / dpa-AFX

Bildquellen: Julian Mezger für Finanzen Verlag, Stonel / Shutterstock.com

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