Aktien im Blick: Telekom und Samsung forcieren digitale Identität - Smartphone wird zum Generalschlüssel

Eine neue Plattform der Telekom soll klassische Schlüssel und Smartcards durch ein manipulationssicheres Hardware-Element im Gerät ersetzen.
Werte in diesem Artikel
• Sensible Daten werden in isoliertem "Secure Element" direkt auf dem Geräte-Chip gespeichert
• Technologie ermöglicht z.B. das Öffnen von Türen und die Anmeldung am PC
• Dienst soll noch in diesem Jahr starten
Die Deutsche Telekom präsentiert mit Magenta Security Mobile.ID eine neue Sicherheitsplattform, die in enger Kooperation mit Samsung entwickelt wurde. Ziel dieses Vorhabens ist es, das Smartphone in einen universellen digitalen Schlüssel zu verwandeln, der herkömmliche physische Zugangsmittel wie Schlüsselkarten, Ausweise oder Token ersetzt, wie das Unternehmen am Donnerstag in einer Medieninformation mitteilte. Die technische Basis bildet bei Samsung-Geräten ein spezieller Hardware-Chip, das sogenannte "Secure Element". Dieser isolierte Speicherbereich schützt sensible Daten, Zertifikate und digitale Identitäten vor unbefugtem Zugriff von außen. Laut Thomas Tschersich, dem Sicherheitschef der Telekom, stärke diese Lösung die Datensouveränität in Europa erheblich, da sie "100 Prozent Daten-souverän" agiere und ihre Stärken über Bluetooth oder Nahbereichskommunikation nahezu unbegrenzt ausspielen könne, heißt es in der Medieninformation der Telekom.
Pilotphase im Arbeitsalltag der Telekom
Aktuell durchläuft das System eine interne Pilotphase bei Mitarbeitern der Deutschen Telekom, die das Smartphone bereits für alltägliche Sicherheitsaufgaben nutzen. Dazu gehören das Öffnen von Tiefgaragenschranken und Bürotüren ebenso wie die Anmeldung am Laptop oder die Verschlüsselung von E-Mails. Ein besonderes Merkmal ist zudem die Verifizierung von Anrufen: Empfänger sehen durch ein grünes Häkchen, dass der Anruf authentisch ist und nicht vorgetäuscht wurde. Durch die Integration dieser Funktionen in das Smartphone verspricht sich der Konzern, Komplexität und Kosten für Unternehmen zu senken und gleichzeitig Sicherheitsrisiken zu minimieren.
Schutz vor Deepfakes und technologische Visionen
Die Ambitionen für die Zukunft gehen über reine Schließ- und Anmeldefunktionen hinaus. So könnten mit der Technologie erstellte Bilder oder Filme mit digitalen Wasserzeichen versehen werden, um sie als Originale zu kennzeichnen und so den Missbrauch als Referenzmaterial für Deepfakes zu verhindern. Abdu Mudesir, Vorstand für Product & Technology, betont in diesem Zusammenhang, dass Fortschritt die Gesellschaft sicherer machen und auf Vertrauen basieren müsse. Ziel sei es, einen echten Mehrwert für die Kunden zu generieren, wofür die Netze und Produkte des Unternehmens stünden.
Marktstart und Zielgruppen in Europa
Der Marktstart der Plattform ist noch für dieses Jahr "als Dienst für Geschäftskunden in Europa [...] beziehungsweise in der DACH-Region" geplant, heißt es in der Medieninformation der Telekom. Dabei richtet sich das Angebot aufgrund der einfachen Implementierung gleichermaßen an kleine, mittelständische und große Unternehmen. Obwohl die Markteinführung zunächst gemeinsam mit dem führenden Partner Samsung erfolgt, soll die Lösung in Zukunft nicht auf dieses Ökosystem beschränkt bleiben, sondern auch auf andere Plattformen ausgeweitet werden. Kunden sollen dabei exakt den Funktionsumfang erhalten, den sie tatsächlich benötigen.
Die Aktie der Deutschen Telekom notiert am Freitag im XETRA-Handel zeitweise 0,28 Prozent tiefer bei 32,54 Euro, nachdem sie am Donnerstag noch leicht zulegen konnte. Die Samsung-Aktie beendete den Handel am Freitag marginale 0,05 Prozent höher bei 190.100 KRW.
Redaktion finanzen.net
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