05.10.2018 17:39

Wirtschaftsexperte Shiller sieht beunruhigende Bullenmarktparallelen zum Crash 1929

Eindringliche Warnung: Wirtschaftsexperte Shiller sieht beunruhigende Bullenmarktparallelen zum Crash 1929 | Nachricht | finanzen.net
Eindringliche Warnung
Folgen

Bis zu 1% p.a. Festzins jetzt risikofrei sichern. 15 € Amazon-Gutschein bis 31.01. zusätzlich! -W-

Der längste Bullenmarkt der Geschichte sorgt für immer mehr Verunsicherung auf Anlegerseite. Auch Nobelpreisträger Robert Shiller macht nun auf eine drohende Crashgefahr aufmerksam.
Werbung
Wirtschaftsprofessor Robert Shiller gilt als Koryphäe auf dem Gebiet der US-Ökonomie. Der an der renommierten Yale-Universität tätige Wirtschaftsnobelpreisträger hat neben der New-Economy-Krise auch die Finanzkrise vorhergesagt - und tätigt nun beunruhigende Aussagen zur aktuellen Marktlage.

Parallelen zu den späten 20ern

Gegenüber CNBCs "Trading Nation" zog der Experte Parallelen zwischen der aktuellen Lage an den Finanzmärkten und der Situation in den 20er Jahren, die 1929 in einem legendären Börsenkrach endeten. "Die 1920er Jahre sind eine Legende, über die die Leute oft nachdenken", so Shiller. "Ich schaue mir 1929 insbesondere im Hinblick auf ein Ende der Goldenen 20er Jahre an, die in Spekulationen endeten. Zwischen Mai und September '29 stieg der Aktienmarkt in nur wenigen Monaten um über 30 Prozent", zog der Wirtschaftsprofessor Parallelen zum aktuellen Bullenmarkt.

Zur damaligen Zeit sei der Handel zu einer Art Glücksspiel geworden, was den Markt verwundbar gemacht habe. "Wir haben einen Markt, der seit 2009 steigt", verwies Shiller auf den aktuellen Bullenmarkt und fügte hinzu, man spüre heute etwas vom Spirit der späten 1920er.

Bullishe Stimmung

Seit 2009, als der S&P 500 seinen Tiefststand markiert hatte, legt der US-Börsenindex kontinuierlich zu und befindet sich aktuell im längsten Bullenmarkt der US-Börsengeschichte. Zwar habe es Anfang des Jahres eine kleine Korrektur gegeben, nachhaltig war diese aber nicht. Stattdessen erholten sich die Aktien verhältnismäßig schnell und markierten im September neue Rekordstände. Dies sei aber mehr von der bullishen Markterzählung, als von harten Fakten ausgelöst worden.

Warum die Anleger weiter auf den Bullenmarkt setzen und die Börsen ihren Erfolgskurs weiter fortsetzen können, begründet Shiller inbesondere mit der menschlichen Natur. "Es hat was mit Kapitalismus zu tun und der Bereitschaft der Menschen, Risiken einzugehen. Wir haben im Weißen Haus ein ideales Vorbild dafür sitzen. Das treibt nicht nur die Aktienmärkte, sondern die gesamte US-Wirtschaft an - und macht die Vereinigten Staaten zur teuersten Börse der Welt", so Shiller weiter.

Die Geschichte hält nicht ewig an

Diese Stimmung habe auch in den 20ern und den 1990ern vorgeherrscht und trieb die Märkte an. "Aber sie dauerte nicht ewig", warnt der Wirtschaftsexperte.

Es ist nicht das erste Mal, dass Shiller Anlegern die derzeit riskante Lage am Aktienmarkt ins Bewusstsein rückt. Erst vor wenigen Tagen zeigte er sich überzeugt, dass ein Bärenmarkt jederzeit ohne Vorwarnung einsetzen könne. Marktteilnehmer seien nicht skeptisch genug, bemängelte der Yale-Professor. Shillers Aussagen werden stets mit besonderer Aufmerksamkeit zur Kenntnis genommen, da sich der 72-Jährige in Sachen Vorhersagen zur Marktentwicklung in den Vergangenheit einen Namen gemacht hat. So hatte er unter anderem den Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes vorhergesagt.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Wendy Carlson/Getty Images, Reha Mark / Shutterstock.com
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

DAX geht leichter ins Wochenende -- US-Börsen gehen ohne starke Ausbrüche aus dem Handel -- VW mit deutlichem Gewinnrückgang -- TUI-Belegschaft schrumpft wohl um ein Drittel -- IBM, Intel im Fokus

Investor: Russischer Stromkonzern sollte Uniper-Tochter übernehmen. Schlumberger verdient trotz Umsatzrückgang mehr. BMW schafft CO2-Flottenziel der EU für 2020 locker. Porsche SE erwartet höheren Gewinn für 2020. Investoren verklagen anscheinend Bayer wegen Glyphosat in Deutschland. Vivendi kauft Anteil an spanischem Medienkonglomerat Prisa. ifo: China überholt Deutschland - Weltgrößter Leistungsbilanzüberschuss.

Umfrage

Wo sehen Sie den DAX Ende 2020?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln