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03.12.2015 17:40

EZB verlängert QE - Volumen bleibt - DAX schließt unter 11.000

Einlagensatz wird gesenkt: EZB verlängert QE - Volumen bleibt - DAX schließt unter 11.000 | Nachricht | finanzen.net
Einlagensatz wird gesenkt
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Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins auf dem rekordniedrigen Niveau von 0,05 Prozent belassen. Die Währungshüter beschlossen aber eine Ausweitung der Geldpolitik.
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Die Europäische Zentralbank hält den Leitzins für die Eurozone weiter an der Nulllinie. Der wichtigste Leitzins, zu dem sich die Banken für eine Woche Zentralbankgeld leihen können, betrage weiter 0,05 Prozent, teilte die EZB am Donnerstag mit. Bankvolkswirte hatten diese Entscheidung erwartet. Der Zinssatz zur Spitzenrefinanzierung liegt unverändert bei 0,3 Prozent. Zudem verschärft die EZB den Strafzins für Banken im Währungsraum. Der Satz für Bankeinlagen wird gesenkt von minus 0,2 auf minus 0,3 Prozent. Der Negativzins soll helfen, die Kreditvergabe anzuschieben. Draghi begründete die nur maßvolle Lockerung mit dem besseren makroökonomischen Umfeld. "Wir erleben eine anhaltende Erholung - graduell, aber anhaltend", sagte er. Er fügte hinzu: "Außerdem war unsere Politik erfolgreich an der Inflationsfront. Wir haben zum ersten Mal erlebt, dass sich die Korrelation der Messgrößen von Inflationserwartungen und der Ölpreise verringert hat."

Wenn die EZB nun doch etwas mehr tue, dann nicht, weil sie versagt habe, sondern weil diese Politik so erfolgreich gewesen sei. Draghi kündigte an, dass die EZB künftig auch Papiere von regionalen und kommunalen Gebietskörperschaften ankaufen wird. Zudem sollen Erträge aus fällig werdenden Wertpapieren reinvestiert werden. Die Praxis, den Banken Liquidität nach Wunsch und zum Festzins zuzuteilen, will die EZB bis Ende 2017 fortführen.

Die Finanzmarktreaktionen auf das Maßnahmepaket waren deutlich: Der Euro wertete von gut 1,05 auf 1,08 US-Dollar auf, der Dax sank von 11.286 auf 10.951 Punkte und der Bund-Future von 158,50 auf 157,0 Ticks.

Draghi stellte weitere Maßnahmen in Aussicht, wofür das Anleihekaufprogramm ausreichend Spielraum biete. "Wir werden das immer wieder tun, wenn externe Entwicklungen unsere Erfolge gefährden sollten", sagte er.

Die volkswirtschaftlichen Stäbe der EZB und der anderen Zentralbanken der Eurozone zeigen, dass sich die EZB nochmal auf eine etwas niedrigere Inflation einstellen muss - allerdings bei etwas höheren Wachstumserwartungen. Sie prognostizieren, dass die Inflation bis 2017 nur auf einen Jahresdurchschnitt von 1,6 Prozent steigen wird.

Das ist noch weiter als im September von den angestrebten knapp 2 Prozent entfernt, als der EZB-Stab 1,7 Prozent prognostizierte. Allerdings wäre angesichts des erneut gesunkenen Ölpreises eine deutlichere Senkung durchaus denkbar gewesen. Das lässt eine abermalige Senkung nebst geldpolitischer Reaktion als durchaus möglich erscheinen. Die Inflationsprognosen für 2015 und 2016 gaben die Ökonomen mit 0,1 (bisher: 0,1) Prozent und 1,0 (1,1) Prozent an.

Zugleich rechnen die Volkswirte der Zentralbanken damit, dass die Wirtschaft des Euroraums im laufenden Jahr um 1,5 (bisher: 1,4) Prozent wachsen wird und im nächsten Jahr um 1,7 (1,7) Prozent. Für 2017 werden 1,9 (1,8) Prozent Wirtschaftswachstum erwartet.

Anleihenkaufprogramm wird verlängert

EZB-Chef Mario Draghi informierte in der folgenden Pressekonferenz über weitere Maßnahmen. Das Anleihenkaufprogramm soll um sechs Monate verlängert werden - bis März 2017. Falls nötig, wird man eine weitere Verlängerung in Erwägung ziehen. Die Asset-Käufe werden solange fortgesetzt, bis es einen nachhaltigen Anstieg der Inflationserwartungen geben wird. Bisher war als Endzeitpunkt September 2016 geplant.

Anleihenkaufprogramm wird ausgeweitet - Volumen bleibt bei 60 Milliarden Euro

Weiter hieß es, das Anleihenkaufprogramm QE soll ausgeweitet werden. Zudem werde die Palette an Wertpapieren, die für das Kaufprogramm infrage kommen, auch auf regionale Anleihen ausgeweitet. Das Volumen bleibt bei 60 Milliarden Euro.

Laut Draghi wurde die Entscheidung von einer großen Mehrheit getragen - damit nicht einstimmig.

DAX gibt kräftig nach

Im Laufe der Pressekonferenz rutschte der DAX deutlich ab und fiel mit einem Tagestief von knapp 10.780 Zählern sogar deutlich unter die 11.000-Punkte-Marke. Er beendete den Handelstag mit einem deutlichen Minus von 3,6 Prozent bei rund 10.789 Punkten. Händlern zufolge sei am Markt offenbar mit einer Aufstockung des Volumens der monatlichen Käufe um mindestens zehn Milliarden Euro gerechnet worden. Entsprechend enttäuscht reagierten die Investoren.

Redaktion finanzen.net und Dow Jones Newswires
Bildquellen: DANIEL ROLAND/AFP/Getty Images, Jorg Hackemann / Shutterstock.com
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