Wunschanalyse der Woche: Leoni

Die Aktie des fränkischen Automobilzulieferers Leoni ist kräftig unter die Räder gekommen.
von Sven Parplies, Euro am Sonntag
Nach einem schwachen Geschäftsjahr 2015 verschreckte der Vorstand die Börsianer im Februar auch noch mit einem vorsichtigen Geschäftsausblick. Umsatz und Gewinn sollen nach den Plänen des Vorstands 2016 sinken, der operative Gewinn (Ebit) von 151 auf 105 Millionen Euro. Der Hersteller von Bordnetzen leidet unter schwacher Nachfrage, organisatorischen Problemen und steigenden Lohnkosten in dem für das Unternehmen wichtigen Produktionsstandort Rumänien.
Nur die Dividende von einem Euro je Aktie für das vergangene Jahr kann als positives Signal interpretiert werden. Die Aktie ist trotz deutlicher Kursverluste nicht billig. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Schätzungen fürs kommende Jahr liegt knapp zehn Prozent über dem langjährigen Mittelwert. Damit wird an der Börse bereits eine leichte Verbesserung der Lage vorweggenommen. Wir stufen die Leoni-Aktie als Halteposition ein. Da der gesamte Autosektor niedrig bewertet ist, sollten Anleger lieber auf bewährte Schwergewichte wie Daimler setzen.
Leoni
Branche: AutomobilzuliefererFirmensitz: Nürnberg (Deutschland)
Börsenwert: 1,0 Mrd. €
Wunschanalyse: Jede Woche können Anleger auf der Startseite von finanzen.net abstimmen (bitte nach unten scrollen), welche Aktie an dieser Stelle besprochen werden soll. Die Abstimmung läuft bis Mittwochnacht.
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Bildquellen: Leoni, Leszek Glasner / Shutterstock.com