Fed-Chef Bernanke kündigt keine neuen Maßnahmen an
US-Notenbankchef Ben Bernanke hält sich bedeckt, was eine weitere geldpolitische Lockerung angeht.
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In seiner halbjährlichen Rede vor dem amerikanischen Kongress betonte Bernanke am Dienstag zwar abermals die grundsätzliche Handlungsbereitschaft der Fed, nannte jedoch keine Details zu möglichen Maßnahmen, mit denen die schwächelnde US-Wirtschaft angeschoben werden könnten. Anleger hatten sich deutlichere Ansagen erhofft.
Das Wirtschaftswachstum habe im ersten Halbjahr 2012 deutlich an Tempo verloren, sagte der Top-Notenbanker. Für das zweite Halbjahr 2012 müsse mit einer weiteren Abschwächung gerechnet werden. Die Situation in Europa stelle ebenso ein Risiko für das Finanzsystem und die Wirtschaft dar wie die haushaltspolitischen Herausforderungen in den USA, so Bernanke weiter.
EURO UND DAX FIELEN ZUNÄCHST AUF TAGESTIEFS Der Fed-Chef bezeichnete die Fortschritte am US-Arbeitsmarkt als "frustrierend langsam" und das Vertrauen der amerikanischen Haushalte als "relativ schwach". Die Industrieproduktion in den Staaten habe sich in den vergangenen Monaten verlangsamt und das Wachstum der Verbraucherausgaben dürfte sich im zweiten Quartal abgeschwächt haben. Lediglich dem Häusermarkt attestierte der Bernanke "bescheidene Zeichen" für eine Erholung.