KPN wehrt sich gegen Übernahme durch America Movil
Die niederländischen Telefongesellschaft KPN wehrt sich mit höheren Preisforderungen gegen die Übernahme durch die mexikanische America Movil.
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Die KPN-Führung halte das Unternehmen für wertvoller als die bisher angebotenen 2,40 Euro je Aktie, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg in der Nacht zum Dienstag unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Grund sei eine Steuergutschrift, die sich aus dem 3,7 Milliarden Euro schweren Buchverlust im Zusammenhang mit dem Verkauf der deutschen Tochter E-Plus an Telefonica Deutschland ergibt.
KPN ist in einer starken Position, da die KPN-Stiftung mit ihrem Anteil von knapp unter 50 Prozent Übernahmen verhindern kann. Bisher bezeichnet sie die Offerte von America Movil als feindlich. Dem Vernehmen nach fordern die Niederländer einen Preis von 2,65 Euro je Aktie. Damit würde sich der Preis von 7,2 Milliarden auf 7,9 Milliarden Euro erhöhen. Zuletzt lag die KPN-Aktie mit 2,35 Euro noch unter dem Offertenpreis.
America Movil, die bereits knapp 30 Prozent an KPN hält, hat eine förmliche Übernahmeofferte für Oktober angekündigt. Die Mexikaner führen den Kreisen zufolge ins Feld, dass sich die Aussichten von KPN mit dem Markteintritt des Kabelnetzbetreibers Ziggo verschlechtert hätten. KPN will an diesem Mittwoch (2. Oktober) auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über die Offerte abstimmen lassen./fn/jha/kja
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