Interview

freenet-Aktie schwächer: Künftig alles aus einer Hand

17.03.22 13:20 Uhr

freenet-Aktie schwächer: Künftig alles aus einer Hand | finanzen.net

Der Service-Provider freenet will künftig alles aus einer Hand anbieten.

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Im Sommer soll mit "freenet Internet" ein eigenes Internet-Angebot an den Start gehen, wie Vorstandsvorsitzender Christoph Vilanek im Gespräch mit Dow Jones Newswires sagte. Zunächst solle "ganz klassisches DSL-Breitbandnetz" angeboten werden. Dazu wurde mit einem Netzanbieter ein entsprechender Kooperationsvertrag geschlossen. "Perspektivisch wollen wir unseren Kunden auch Zugang auf Basis von Kabel anbieten", fügte Vilanek hinzu, so dass freenet seinen Kunden "vollen Zugang" und eine breite Produktpalette über das Kerngeschäft Mobilfunk hinaus anbieten kann.

Der Kunde brauche nichts weiter zu tun, als sich für "freenet Internet" zu entscheiden - um die technische Lösung kümmere sich freenet. Das Schöne sei, dass freenet dann alles habe. "Wir entscheiden, wie wir Ihnen die Daten liefern - ob per Kupferkabel, Kabel, Glasfaser, 4G oder 5G", führte Vilanek aus. Mit einem eigenen Internet-Angebot würde freenet sein sogenanntes Digital-Lifestyle-Portfolio um ein weiteres Element erweitern. Mit der Digital-Lifestyle-Strategie bietet freenet seinen Kunden die Möglichkeit, sich ein individuelles Paket zusammenzustellen und beispielsweise das Mobilfunk-Abo um Zubehör wie TV & Video on Demand, Streaming, Virenschutz, Handy-Versicherung und Smart-Home-Services zu ergänzen.

freenet setzt auf eine Rundum-Sorglos-Strategie mit geringer Vertragsbindung, um sich dadurch von Wettbewerbern abzuheben. Die Mehrheit der Produkte ist monatlich kündbar und austauschbar, wie Vilanek betonte. "Die Leute binden sich gerne, aber sie wollen es freiwillig tun." Das sei stimmiger und entspreche eher den Erwartungen, die Kunden heutzutage an ihren Anbieter hätten. In seinen Augen gibt es für Kunden "heute keinen Grund mehr, von freenet wegzugehen". freenet habe das ganze Sortiment unter einem Dach - von SIM Only bis hin zum 5G-Premium-Tarif, TV und Internet. Vilanek nannte es eine "Aufgabe der nächsten Monate, das dem Kunden wirklich super deutlich und verständlich zu machen."

Große Hoffnungen setzt freenet weiterhin auf sein IPTV-Angebot waipu.tv. Laut Vilanek ist waipu.tv die preisgünstige Alternative zu Kabel- und Satelliten-Fernsehen. Darüber hinaus biete waipu.tv den Vorteil, überall verfügbar zu sein, wo es Internetempfang gibt. Auch die Verfügbarkeit von Internet und Bandbreite stelle für das Produkt waipu.tv heutzutage praktisch keine Einschränkung mehr dar.

Markenwechsel bei mobilcom-debitel

Wie bereits Ende Februar bekannt gegeben wurde, will freenet die eigene Dachmarke stärken und deren Bekanntheitsgrad steigern. Die Telko-Hauptmarke mobilcom-debitel soll daher künftig fFreenet heißen und stationärer Handel, Online-Vertrieb, Marketing sowie Kundenkommunikation bis Juli entsprechend umgestellt werden. Den Einmalaufwand, der für das Rebranding von mobilcom-debitel in diesem Jahr anfällt, bezifferte der freenet-CEO auf einen mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrag. Bereits in der zweiten Jahreshälfte sollen durch die Beseitigung von Doppelungen Einsparungen etwa in gleicher Höhe anfallen.

Auswirkungen sind dagegen beim Bilanzgewinn zu erwarten: Der Marktwert von mobilcom-debitel, der als immaterieller Vermögenswert mit 293 Millionen Euro in der Bilanz steht, soll laut Vilanek über einen Zeitraum von anderthalb Jahren abgeschrieben werden. Diese Abschreibung sei nicht Cash-relevant, kürze aber die Bilanz und mache sie damit "ein bisschen sauberer", was am Kapitalmarkt in der Regel gerne gesehen werde. "Der Kapitalmarkt findet es eigentlich mittlerweile gut, wenn die Bilanzen um solche immateriellen Posten, die aus der Vergangenheit rühren, reduziert werden", erklärte Vilanek.

Weitere Markenwechsel sind nach Vilaneks Worten nicht geplant. Submarken wie der Mobilfunk-Discounter klarmobil und waipu.tv sollen demnach bestehen bleiben.

Im XETRA-Handel verliert die freenet-Aktie zeitweise 0,66 Prozent auf 23,95 Euro.

FRANKFURT (Dow Jones)

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