IPO-Revival voraus?

IPOs im neuen Jahr unter der Lupe: Diese Unternehmen wollen 2024 an die Börse gehen

07.01.24 17:00 Uhr

Börsen-Boom 2024: Bekannte Giganten bereiten sich auf den Sprung vor! | finanzen.net

Nachdem der IPO-Markt schwere zwei Jahre hinter sich hat, könnten 2024 wieder mehr Unternehmen den Sprung auf das Börsenparkett wagen. Unter den Kandidaten finden sich einige wohlbekannte Unternehmen mit Wachstumschancen - ein genauerer Blick lohnt sich.

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• Douglas will in Frankfurt Börsen-Comeback feiern
• Auch die IPOs von Alibabas-Logistiksparte, Ampere und Circle dürften Beachtung finden
• Wagen auch SpaceX/Starlink, OpenAI oder TikTok demnächst den Sprung auf das Börsenparkett?

Rückblick: So lief das Börsenjahr 2023 in puncto Börsengänge ab

2023 war definitiv kein besonders aufregendes Jahr, was neue Börsengänge anging. Die Zahl der IPOs (Initial Public Offerings) hielt sich sowohl in Deutschland als auch an den anderen internationalen Kapitalmärkten in Grenzen. Es gab einige gewichtige Gründe für die IPO-Flaute, die schon seit Anfang 2022 anhält: Zuvorderst zu nennen sind die hohen Leitzinsen, die hartnäckige Inflation, die schwächelnde Weltwirtschaft und geopolitische Unsicherheiten im Zuge der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten. Die Folge war ein schwaches Börsensentiment.

Für nennenswerte Aufmerksamkeit sorgten lediglich die Börsengänge des britischen Chip-Unternehmens Arm und des traditionsreichen Sandalenherstellers Birkenstock - jeweils beide an der New Yorker Börse (NYSE) -, der tyssenkrupp-Wasserstofftochter nucera an der Deutschen Börse sowie das IPO der ehemaligen Novartis-Generikasparte Sandoz an der Schweizer Börse.

Kommt es 2024 zu einem IPO-Revival?

Doch das könnte sich 2024 ändern, meinen Experten von Goldman Sachs. Sie erwarten ein Wiedererstarken des IPO-Marktes: "Wir sind optimistischer, dass sich der IPO-Markt 2024 wieder deutlich erholt vom Tief in 2023", sagte Michael Bruun, Global Co-Head of Private Equity bei Goldman Sachs Asset Management, gegenüber "Yahoo Finance". Die Wiederbelegung der Börsengänge wird seiner Meinung nach vor allem damit zusammenhängen, dass der Zinsgipfel erreicht worden sei und die Fed 2024 die Leitzinsen wieder schrittweise senken werde. Dadurch würden Aktien wieder an Beliebtheit zunehmen. Die Geschichte zeige, dass ein von Leitzinszinssenkungen geprägtes Marktumfeld sich positiv auf die Dynamik der IPO-Landschaft auswirkt. "Wenn sich die Erwartungen so entwickeln, dass die Menschen Zinssenkungen erwarten, dann mehren sich normalerweise die Börsengänge", so Bruun.

Im Folgenden werden einige Unternehmen, die 2024 den Schritt an die Börse wagen dürften, genauer untersucht.

Douglas: Düsseldorfer Parfümeriekette mit Börsenambitionen

Der erste IPO-Kandidat kommt aus Deutschland, genauer gesagt aus Düsseldorf. Schon seit längerem ist bekannt, dass der Eigentümer CVC Capital Partners die Parfümerie Douglas, deren Geschichte bis zum Jahr 1821 zurückverfolgt werden kann, an die Frankfurter Börse bringen will, um sich frisches Kapital für die künftige Expansion zu beschaffen. Wie Bloomberg berichtete, strebe CVC dabei eine Bewertung von sieben Milliarden US-Dollar für Douglas an.

Derzeit betreibt Douglas auf dem gesamten europäischen Kontinent mehr als 1.800 Filialen und verbuchte im Geschäftsjahr 2021/22 einen Umsatz von 3,7 Milliarden Euro, wobei Douglas in den vergangenen Jahren einen Schwerpunkt auf den Ausbau seines Online-Shoppingangebot legte. Tatsächlich würde es sich bei einem Douglas-IPO nicht um einen erstmaligen Börsengang handeln, sondern um ein Comeback. Bis 2013 war Douglas nämlich bereits börsennotiert, wurde dann aber auf Veranlassung des damals neuen Hauptinvestors Advent und der Familie Kreke dekotiert. 2015 übernahm dann das luxemburgische Finanzunternehmen CVC Capital Partners die Mehrheit und will mit Douglas nun offensichtlich wieder den Gang an die Börse wagen.

Circle: Stablecoin-Anbieter will nun selbst an die Börse

Aus einem ganz anderen Sektor stammt ein weiterer IPO-Kandidat für 2024: Circle. Das US-Kryptounternehmen ist nach Tether der zweitgrößte Herausgeber von Stablecoins weltweit. Circles wichtigstes Anlageprodukt ist der US-Dollar-Stablecoin USD Coin (USDC), der seit seiner Auflage im September 2018 zur ersten Wahl für professionelle und institutionelle Krypto-Investoren aufstieg. Laut Bloomberg-Informationen verfolgt Circle für 2024 Pläne, selbst den Sprung an die Börse zu wagen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Circle ein IPO in Erwägung zieht. Bereits 2022 hatte Circle diesen Schritt geplant und eine Bewertung von neun Milliarden US-Dollar an der NYSE angestrebt. Dann aber ließ das Unternehmen die IPO-Pläne infolge des schwachen Marktumfelds, besonders in Anbetracht der heftig unter die Räder geratenen Cyberdevisen, fallen. Nun soll es aber so weit sein, erste Vorbereitungsgespräche für die IPO seien bereits aufgenommen worden.

Ein Unternehmenssprecher von Circle wollte Bloomberg gegenüber jedoch keine Details verraten und betonte lediglich: "Die Notierung als US-amerikanisches Unternehmen an der Börse war schon lange ein Bestandteil der strategischen Ambitionen von Circle. Wir äußern uns nicht zu Gerüchten." Über die Höhe der Bewertung von Circle lässt sich nur spekulieren. Der USDC-Stablecoin verfügt über eine Marktkapitalisierung von rund 25,13 Milliarden US-Dollar (Stand: 5. Januar 2024) und ist dank der gestiegenen Leitzinsen derzeit sehr profitabel, da Stablecoins mit stabilen Assets wie den US-Staatsanleihen hinterlegt sind. Wie "BTC-ECHO" schreibt, fließen die aktuell hohen Zinserträge in die Taschen von den herausgebenden Unternehmen, wie eben Tether oder Circle.

Ampere: Tesla-Konkurrent aus dem Hause Renault

Auch Renault hat große Ambitionen, was IPOs betrifft. So will der französische Autohersteller seine Elektroauto-Sparte unter dem Namen Ampere an die Börse bringen. Der Börsengang soll im Frühjahr 2024 stattfinden, ein konkreter Zeitpunkt ist jedoch weiterhin unbekannt. Eine große Rolle beim Ampere-Börsengang spielt Nissan. Der japanische Autokonzern kooperiert bereits seit einigen Jahren eng mit Renault, die Partnerschaft soll besonders bei Elektroautos intensiviert werden. Nach Reuters-Angaben plant Nissan Investitionen in Höhe von bis zu 600 Millionen Euro in Renaults E-Auto-Sparte, wofür Nissan im Gegenzug einen Sitz im Verwaltungsrat von Ampere erhalten soll.

Im Rahmen der internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in München Anfang September 2023 drückte Renault-Chef Luca de Meo seine Zuversicht aus, dass Ampere mit einer Summe von "acht, neun, zehn Milliarden" Euro bewertet werden dürfte. Weitere Kommentare zur möglichen Bewertung von Ampere wolle de Meo jedoch nicht geben. "Nicht ich lege den Preis fest. Das Einzige, was ich tun kann, ist, einige Details zu nennen, und das werden wir nächste Woche tun, wir werden nach New York gehen, wir müssen zu den Investoren gehen", versicherte de Meo laut "Financial Times". Es könnte jedoch sein, dass sich de Meos Schätzungen als zu optimistisch herausstellen. Die Schweizer Großbank UBS traut Ampere bei einem Börsengang nämlich lediglich eine Bewertung von drei bis vier Milliarden Euro zu.

Cainiao Network Technology: Alibabas Logistik-Sparte

Wird es 2024 zu einem Comeback der China-Aktien kommen? Zumindest scheinen die Bewertungen der chinesischen Konzerne nach internationalen Maßstäben recht günstig zu sein, da Anteilsscheine von Unternehmen wie Alibaba, Tencent oder Pinduoduo bereits seit Jahren in einem konstanten Abwärtstrend gefangen sind. Nun können China-Anleger künftig wohl noch ein weiteres Unternehmen auf ihre Kaufzettel schreiben. Nach Reuters-Informationen plant nämlich Alibaba, seine Logistik-Sparte Cainiao Network Technology aufs Börsenparkett zu bringen.

Der chinesische Tech-Gigant mit einem weit verzweigten Unternehmensnetzwerk kündigte bereits im März an, seine Konzernstruktur entzerren und die Firma in sechs Sparten aufteilen zu wollen. Cainiao dürfte eine dieser sechs neuen Unternehmen werden und könnte bei einem IPO zwischen einer und zwei Milliarden US-Dollar einnehmen. Dies ist für Alibaba-Verhältnisse ein eher geringer Betrag, was damit zusammenhängt, dass Cainiao sich nur für etwa sechs Prozent des gesamten Konzernumsatzes verantwortlich zeichnet. Cainiao stellt unter anderem die Software für die Verteilzentren von Alibaba bereit.

Will Musk Starlink und SpaceX schon bald an die Börse bringen?

Neben den bereits mehr oder weniger offiziell angekündigten IPO-Plänen der vier obigen Unternehmen, gibt es noch eine ganze Reihe von Unternehmen, über deren vermeintlichen Börsengang in Investorenkreisen spekuliert wird. In der IPO-Pipeline steht demnach unter anderem Elon Musks SpaceX/Starlink-Unternehmen. Starlink, die Satelliteninternet-Sparte von SpaceX, habe Musk zufolge kürzlich erstmals profitabel gewirtschaftet - das Erreichen der Profitabilität wurde von Musk stets als eine wichtige Voraussetzung für das Langzeitziel eines Börsenganges ausgegeben. Mittlerweile unterhält Starlink 5.000 Satelliten und ist damit der größte Satellitenbetreiber der Welt, während SpaceX mit einer außerbörslichen Bewertung von 150 Milliarden US-Dollar noch vor Boeing das wertvollste Raumfahrt- und Verteidigungsunternehmen in der westlichen Welt ist. Es wird vermutet, dass Musk die beiden Unternehmen gesondert an die Börsen bringen will. Der Zeitpunkt des IPOs steht allerdings noch in den Sternen. Fest steht indes, dass die beiden Börsengänge angesichts des heutigen Bedeutung von Starlink und SpaceX sowie des enormen Wachstumspotenzials nicht nur Musk-Fans interessieren dürften.

Welche Unternehmen offenbar ebenfalls einen Börsengang anstreben

Es gibt viele weitere wohlbekannte Unternehmen - besonders viele davon stammen aus dem Tech-Sektor -, deren Unternehmensanteile künftig öffentlich gehandelt werden dürften. Für große Aufmerksamkeit sorgten zuletzt die IPO-Pläne von OpenAI, also von dem Unternehmen, das hinter ChatGPT steht. Der Launch des KI-Chatbots im November 2022 löste enorme Aufmerksamkeit rund um den Globus aus und setzt einen bis heute anhaltenden Hype rund um das KI-Thema in Gang. Ebenfalls enorme Beachtung finden dürfte eine IPO der chinesischen Social Media-Plattform TikTok. Hinter der Plattform steht das chinesische Unternehmen ByteDance, das mit einem Marktwert von 200 Milliarden US-Dollar die Liste der weltweiten Unicorns anführt. ByteDance dürfte angesichts der wohl beachtlichen Kapitalspritze, die daraus resultieren würde, an einer Unternehmensausgliederung seines Juwels TikTok interessiert sein, schreibt "Computer Bild". Zuletzt sei noch auf einen weiteren Kandidaten für potenziellen Börsengang verwiesen: Reddit. Spätestens seit dem Hype rund um die Meme-Aktien à la GameStop oder AMC Entertainment dürfte die US-Diskussionsplattform mit 52 Millionen aktiven Nutzern den meisten Anlegern ein Begriff sein. Außerbörslich wird Reddit bereits mit zehn Milliarden US-Dollar bewertet, die Tendenz war zuletzt ansteigend. Ob und wann es tatsächlich zu einem Reddit-IPO kommen wird, bleibt jedoch abzuwarten.

Redaktion finanzen.net

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