Kapitalmaßnahme

Mercedes-Benz-Aktie steigt dennoch: Mercedes-Benz mit Gewinnrückgang - Aktienrückkäufe beschlossen

22.02.24 18:05 Uhr

Mercedes-Benz-Aktie steigt: Mercedes-Benz kündigt Aktienrückkaufprogramm an - Gewinnrückgang wegen schwachem Marktumfeld | finanzen.net

Mercedes-Benz hat sich für Aktienrückkäufe ein festes Ziel gesetzt.

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Künftig soll der freie Cashflow des Industriegeschäfts nach möglichen kleineren M&A-Transaktionen, der über die Dividendenausschüttungsquote von ca. 40 Prozent des Konzerngewinns hinausgeht, zur Finanzierung von Rückkäufen verwendet werden, teilte der Autobauer mit. Die zurückgekauften Aktien sollen eingezogen werden.

Im Zusammenhang mit der neuen Aktienrückkaufpolitik hat Mercedes-Benz zudem ein weiteres Rückkaufprogramm beschlossen: Eigene Aktien im Wert von bis zu 3 Milliarden Euro sollen über die Börse erworben und anschließend eingezogen werden.

Der Rückkauf soll unmittelbar im Anschluss an das seit gut einem Jahr laufende Aktienrückkaufprogramm beginnen und spätestens am 7. Juli 2025 abgeschlossen sein. An diesem Tag endet die Ermächtigung der Hauptversammlung für Aktienrückkäufe.

Belastet von einem schwächeren Marktumfeld und hohen Ausgaben für Elektromobilität hat Mercedes-Benz vergangenes Jahr bei noch leicht steigenden Umsätzen deutlich weniger verdient. Während die Erlöse um 2 Prozent auf 153,2 Milliarden Euro stiegen, sackte der Betriebsgewinn (EBIT) um 4 Prozent ab. Im Schlussquartal, in dem der DAX-Konzern auch von Problemen in der Zulieferkette ausgebremst wurde, sank das Ergebnis um ein Fünftel.

Den Aktionären will der DAX-Konzern dennoch eine höhere Dividende von 5,30 nach 5,20 Euro je Aktie im Vorjahr zahlen. Zudem stockt der Stuttgarter Autokonzern, wie bereits am Vortag angekündigt, sein Aktienrückkaufprogramm um weitere bis zu 3 Milliarden Euro auf.

Für das laufende Jahr zeigte sich der Stuttgarter Autokonzern anlässlich der Jahrespressekonferenz vorsichtig: Der Konzernumsatz soll bei stabilen Autoverkäufen auf Vorjahresniveau liegen. Das Konzern-EBIT dürfte leicht unter dem Vorjahreswert liegen. Die Rendite im Autogeschäft sieht Mercedes-Benz unter Vorjahr zwischen 10 und 12 (2023: 12,6) Prozent.

Mercedes-Beschäftigte erhalten erneut bis zu 7300 Euro Prämie

Rund 91 000 Beschäftigte von Mercedes-Benz in Deutschland sollen auch in diesem Jahr eine Prämie bis zu 7300 Euro erhalten. Die Höhe der Ergebnisbeteiligung sei unabhängig von der Entgeltstufe, teilte der DAX-Konzern am Donnerstag mit. Die Summe stehe noch unter dem Vorbehalt der Feststellung der endgültigen Ergebnisse des vergangenen Geschäftsjahres. Mit dem Entgelt im April sollen die anspruchsberechtigten Beschäftigten die Ergebnisbeteiligung dann erhalten.

So reagiert die Aktie

Mit in der Spitze 72,24 Euro stiegen die Mercedes-Aktien am Donnerstag auf den höchsten Stand seit Anfang August 2023 und zündeten in ihrer seit Mitte Januar laufenden Kursrally die nächste Stufe. Bis Handelsende stiegen sie via XETRA noch um 4,70 Prozent auf 71,27 Euro.

Mercedes geht wegen Belastungen in der Lieferkette und höheren Investitionen zwar von weniger lukrativen Geschäften im neuen Jahr aus. Konzernchef Ola Källenius will die Investoren aber dank der guten Kassenlage mit einem neuen milliardenschweren Aktienrückkauf, der Aussicht auf weitere solche Programme und einer leicht höheren Dividende bei Laune halten.

Das angekündigte Aktienrückkaufprogramm und die künftige Ausschüttungspolitik sollten den durchwachsenen Ausblick auf 2024 überstrahlen, schrieb Analyst Patrick Hummel von der Schweizer Großbank UBS in einer ersten Reaktion auf die Pläne.

Mercedes will künftig regulär nicht nur wie bisher rund 40 Prozent des Nettogewinns als Dividende ausschütten. Falls der in einem Jahr erzielte Finanzmittelzufluss (Free Cashflow) des Industriegeschäfts - also ohne die Finanzdienstleistungen gerechnet - darüber hinaus geht, sollen diese Mittel regelmäßig in einen Aktienrückkauf gesteckt werden. Philippe Houchois von Jefferies schrieb, die Auszahlungspolitik sei als Zeichen des Vertrauens zu sehen und stimme überein mit der Positionierung im Premium- und Luxus-Segment.

FRANKFURT / STUTTGART (Dow Jones/dpa-AFX)

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11.04.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) BuyGoldman Sachs Group Inc.
10.04.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) BuyUBS AG
05.04.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) BuyDeutsche Bank AG
04.04.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) OverweightBarclays Capital
03.04.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) OverweightJP Morgan Chase & Co.
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11.04.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) BuyGoldman Sachs Group Inc.
10.04.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) BuyUBS AG
05.04.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) BuyDeutsche Bank AG
04.04.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) OverweightBarclays Capital
03.04.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) OverweightJP Morgan Chase & Co.
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23.02.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJefferies & Company Inc.
22.02.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJefferies & Company Inc.
22.02.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJefferies & Company Inc.
24.11.2023Mercedes-Benz Group (ex Daimler) Equal WeightBarclays Capital
26.10.2023Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJefferies & Company Inc.
DatumRatingAnalyst
17.12.2021Daimler HoldHSBC
18.02.2021Daimler SellWarburg Research
02.02.2021Daimler VerkaufenDZ BANK
26.10.2020Daimler VerkaufenDZ BANK
07.10.2020Daimler SellGoldman Sachs Group Inc.

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