Konjunkturtermine: Datenflut vom US-Arbeitsmarkt

Es ist wieder so weit: Anfang eines jeden Monats müssen sich die Investoren weltweit auf eine Datenflut zum US-Arbeitsmarkt einstellen.
von Jörg Bernhard
Doch zunächst einmal erfährt die Finanzwelt zum Wochenauftakt, wie sich die Stimmung der Einkaufsmanager in wichtigen Volkswirtschaften entwickelt hat. Am frühen Morgen richtet sich der Fokus auf Japan und China, danach folgen am Vormittag noch die "Pegelstände" für Italien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und die Eurozone. Am stärksten dürften jedoch die für den Nachmittag anberaumten Einkaufsmanagerindizes (Markit und ISM) beachtet werden. Dabei wird mehrheitlich eine rückläufige Tendenz erwartet. Das Update zum ISM-Einkaufsmanager über die Stimmung im US-Dienstleistungssektor soll laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten im November (gegenüber dem Vormonat) eine Abschwächung von 60,3 auf 59,7 Zähler ausgewiesen haben.
US-Arbeitsmarkt: Augen auf in Wochenhälfte 2
Zur Wochenmitte dürfte dann das Thema "US-Arbeitsmarkt" die Gemüter der Investoren bewegen. Am Mittwoch wird der Zahlenreigen mit dem ADP-Monatsbericht über die Zahl neu geschaffener Stellen eröffnet. Am Donnerstag stehen in diesem Zusammenhang dann zwei Indikatoren auf der Agenda: der Challengerbericht über Stellenstreichungen und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Mit Argusaugen dürften die Finanzmarktakteure aber vor allem den Novemberbericht des US-Arbeitsministeriums unter die Lupe nehmen. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll sich die Arbeitslosenrate mit 3,7 Prozent nicht verändert haben und die Zahl neu geschaffener Stellen von 250.000 auf 200.000 gesunken sein. Doch der Freitag verspricht auch aus einem anderen Grund relativ spannend zu werden. Am Morgen erfahren die Investoren nämlich, wie sich die Währungsreserven der Chinesen im November entwickelt haben. Im Oktober war ein Rückgang um fast 34 Milliarden auf 3,053 Billionen Dollar gemeldet worden, den niedrigsten Wert seit April 2017.
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