KPS: Erste Lichtblicke oder Irrlichter?
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KPS hat rückläufige Finanzkennzahlen für das erste Geschäftshalbjahr 2025/26 vorgelegt. Eine Wende ist nicht ausgeschlossen, wird aber noch Zeit benötigen.
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Der IT-Dienstleister KPS sieht wieder Licht am Ende des Tunnels. Ob dies der Ausgang aus der Misere oder doch eher der entgegenkommende Zug ist, wird sich wohl erst in den kommenden 6 bis 18 Monaten endgültig entscheiden. Bis dahin müssen sich Anleger am aktuellen Zahlenwerk orientieren. Die ersten 6 Monate des Geschäftsjahres 2025/26 (per 30.9.) bieten dabei noch viel Spielraum für Interpretationen.
Kostensenkung verhindert operatives Minus
In der ersten Geschäftsjahreshälfte verminderte sich der Umsatz um über 15 Prozent auf 54,7 Mio. Euro. Das EBITDA sank sogar um über 27 Prozent auf 3,5 Mio. Euro. Unterm Strich steht zumindest die Null. Der deutliche Rückgang auf der Top-Line schlug sich trotz spürbarer Kostensenkungen in den Ergebnissen nieder, ohne die das EBITDA ins Minus gerutscht wäre. Die Zahlen zeigen, dass das Unternehmen noch mitten in der Restrukturierung steckt. Zugegeben: Nichts anderes hatte das Management auch angekündigt.
Realistische Ziele 2025/26
Demnach waren die Ziele für 2025/26 wenig ambitioniert, dafür aber offensichtlich realistisch. Mit Vorlage des Halbjahresberichts wurde das Umsatzziel mit 99 bis 110 Mio. Euro (GJ 2024/25: 121,7 Mio. Euro) und die EBITDA-Spanne von 2,0 bis 6,7 Mio. Euro (GJ 2024/25: 5,2 Mio. Euro) bestätigt. Das erscheint zum aktuellen Zeitpunkt gut erreichbar. Vielleicht sind sogar die oberen Begrenzungen der Zielspannen möglich.
Fazit
Beim EBITDA sieht es gut aus und KPS könnte hier sogar die Prognose am oberen Ende erreichen und den Vorjahreswert übertreffen. Das wäre ein Signal, dass die Restrukturierung zumindest auf der Kostenseite greift. Sorgenfalten könnte hingegen die Bilanz bereiten: Der durch die Zukäufe der Vorjahre aktivierte Goodwill liegt mit 47 Mio. Euro deutlich über dem ausgewiesenen Eigenkapital von knapp 28 Mio. Euro. Drohen Wertberichtigungen, könnte es eng werden. Die Aktie hat durch die Seitwärtsbewegung der vergangenen Wochen den technischen Abwärtstrend durchbrochen. Für Engagements dürfte es aufgrund der Gesamtsituation aber noch zu früh sein.
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Erstellung am 8.5.26 um 10:34 Uhr.
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