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12.05.2019 17:28
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Das sind die 10 wichtigsten Cannabis-Aktien aus Kanada

Marihuana-Investments: Das sind die 10 wichtigsten Cannabis-Aktien aus Kanada | Nachricht | finanzen.net
Marihuana-Investments
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Die Öffnung des kanadischen Marktes für Cannabisprodukte für den Freizeitkonsum hat in dem nordamerikanischen Staat einen wahren Marihuana-Rausch ausgelöst. Aus diesem Grund lohnt es sich, die zehn wichtigsten Aktien aus dieser Branche näher zu beleuchten.
Am 17. Oktober 2018 gab die kanadische Regierung Cannabis für den Freizeitkonsum frei und befeuerte somit nicht nur einen neuen Investitionstrend an der Börse, sondern stieß auch eine gesellschaftliche Debatte über das grüne Kraut an. Während der Besitz, die Weitergabe sowie der Konsum von Marihuana in den meisten Ländern der Welt noch strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht, hat Kanada nun einen sehr liberalen Weg im Umgang mit Cannabis eingeschlagen und nimmt somit eine globale Vorreiterrolle ein.

Kanada nimmt eine Vorreiterrolle ein

Seit dem Cannabis in Kanada legal erhältlich ist, stieg, laut einer offiziellen Studie, auch die Anzahl der Erstkonsumenten rasant an. Demnach sollen zwischen Januar und März 2019 allein 646.000 Menschen zum ersten Mal Marihuana konsumiert haben. Im ersten Quartal 2018 lag die Zahl der Erstkonsumenten mit 327.000 Personen nur fast halb so hoch. Dieser Trend erfreut natürlich auch die zahlreichen Cannabisproduzenten des Landes. Während der Markt für medizinisches Cannabis in Kanada im Jahr 2018 Umsätze von rund 600 Millionen Kanadischen Dollar generierte, erzielte der Markt für Freizeit-Marihuana schon einen Umsatz von über 5 Milliarden Kanadischen Dollar. Die hohe Nachfrage der Kanadier nach dem berauschenden Kraut führte jedoch schon jetzt zu einer Produktknappheit und bremst somit den Vertrieb der großen Pot-Konzerne aus.

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Die 10 wichtigsten Produzenten aus mehr als 100 Betrieben

In Kanada wurden schon mehr als 100 Anbaubetriebe offiziell lizenziert, dabei ist natürlich nicht jeder Betrieb an der Börse notiert oder bietet eine gute Perspektive für Geldgeber. Anleger, die sich nun für die Branche interessieren und am Cannabis-Trend partizipieren möchten, sollten zum gegenwärtigen Zeitpunkt zumindest einen Blick auf die zehn wohl wichtigsten Marihuana-Unternehmen aus Kanada werfen.

Die aktuelle Nummer 1 im Sektor

Mit einer Marktkapitalisierung von über 16 Milliarden US-Dollar und über zehn Tonnen verkauftem Marihuana zählt Canopy Growth aktuell zu den größten Playern der Branche. Schon vor der kompletten Legalisierung von Cannabis für den Freizeitkonsum besaß der Konzern einen Marktanteil von über 30 Prozent in diesem Sektor. Eine strategische Partnerschaft mit dem US-Unternehmen Constellation Brands soll diese Vorherrschaft weiter ausbauen und auch einen Eintritt in den hochinteressanten US-Cannabismarkt ermöglichen.

Die aggressive Expansionsstrategie zahlt sich aus

Mit einer gegenwärtigen Marktkapitalisierung von knapp 9 Milliarden US-Dollar zählt jedoch auch Aurora Cannabis aus Edmonton in Kanada zu den Big-Playern im Hanfgeschäft. Der aggressiven Expansionsstrategie des Konzerns fielen im Jahr 2018 schon CanniMed und MedReleaf zum Opfer. Die beiden Cannabis-Produzenten wurden von Aurora aufgekauft. Die Zahl der der medizinischen Kunden des Konzerns belief sich im Dezember 2018 auf über 73.000 Personen. Diese sorgten im vierten Quartal für einen Umsatz von 54,2 Millionen Kanadische Dollar, einschließlich 21,6 Millionen Kanadischen Dollar an Erlös durch Freizeitkonsumenten.

Tilray setzt auf starke Kooperationspartner

Mit einem Börsenwert in Höhe von rund 4 Milliarden US-Dollar zählt auch das kanadische Pharma- und Cannabisunternehmen Tilray zu den großen Produzenten der Branche. Wie auch Canopy Growth möchte Tilray Synergieeffekte mit strategischen Partnern aus der Alkoholbranche nutzen. Aus diesem Grund ist der Konzern aus Nanaimo in Kanada eine Geschäftsbeziehung mit der größten Brauereigruppe der Welt, Anheuser-Busch InBev, eingegangen. Die beiden Konzerne forschen nun an einem THC-haltigem sowie einem CBD-haltigem Getränk. Des Weiteren kooperiert Tilray auch mit der Generika-Tochter des Schweizer Pharmariesen Novartis. Diese beiden Kooperationen dürften dem Konzern einen enormen Absatzmarkt eröffnen.

"Mit Blick auf die Zukunft sind wir weiterhin bestrebt, globale Wachstumschancen zu nutzen", so Brendan Kennedy, der Präsident und Vorstandsvorsitzende von Tilray, in Bezug auf die breit diversifizierten Kooperationspartner aus der Pharma- und Getränkeindustrie.

Schlechtes Ergebnis trotz Marlboro-Deal

Mit einer Marktkapitalisierung von weit über 5 Milliarden US-Dollar zählt auch Cronos zu den Top-Five aus der Cannabis-Branche. Im Dezember 2018 wurde bekannt, dass sich der Tabakkonzern Altria bei dem kanadischen Marihuana-Produzenten eingekauft hat. Diese Nachricht erfreute die Anleger und löste eine regelrechte Kursrally aus. Jedoch enttäuschte der Konzern nun viele Investoren mit seinen Zahlen, welche deutlich unter den Erwartungen der Analysten lagen, zum abgelaufenen Geschäftsquartal.

"Wir stellen fest, dass im ersten vollständigen Quartal von Cronos die im Freizeitbereich erzielten Umsätze weit hinter der Large-Cap-Peer-Gruppe zurückgeblieben sind, die im gleichen Zeitraum Nettoumsätze zwischen 21 Millionen CAD und 83 Millionen CAD erwirtschaftet haben", so die Analysten von Canaccord Genuity in Bezug auf die Geschäftsentwicklung von Cronos im Vergleich zu Aurora und Canopy.

Kanadier wehren sich gegen feindliche Übernahme

Mit einem Börsenwert von knapp 2 Milliarden US-Dollar zählt auch Aphria zu den Top-Five aus der Branche. Zu Beginn des Jahres 2019 lehnte der kanadische Hanf-Produzent ein Übernahmeangebot des Cannabis-Konzerns Green Growth Brands ab. Denn das Angebot von Green Growth lag weit unter den Vorstellungen des Aphria-Vorstands. Im Nachhinein haben die Aphria-Chefs jedoch wohl alles richtig gemacht, denn selbst nach der geplatzten Übernahme pendelt der Kurs der Aktie noch über dem angebotenen Kaufpreis von Green Growth.

Aphria erblüht jetzt auch in Deutschland

Außerdem hat nun auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bekanntgegeben, dass Aphria zu einem der drei Gewinner der deutschen Cannabis-Ausschreibung gehört. Die Kanadier haben somit nun die Lizenz, Cannabis über einen Zeitraum von vier Jahren in Deutschland anzubauen und zu ernten.

Mit dem Zuschlag für fünf der 13 vergebenen Lose ist Aphria nun dazu berechtigt innerhalb von vier Jahren pro Los eine Menge von 200 Kilogramm getrocknetem Cannabis zu produzieren und an deutsche Cannabispatienten abzugeben. "Wir freuen uns sehr, den Zuschlag für fünf Lose bekommen zu haben und mit unserer Erfahrung Cannabis in medizinischer Qualität in Deutschland anbauen zu können", so Hendrik Knopp, der Geschäftsführer von Aphria Deutschland.

Wayland erhält begehrte Anbaulizenz für Deutschland

Neben Aphria erhielt auch Aurora fünf der insgesamt 13 vergebenen Anbaulizenzen für Deutschland. Außerdem bekam auch das 2017 in Berlin gegründete Start-Up Demecan den Zuschlag für drei der begehrten Lose. Demecan ist ein Joint-Venture mit der ebenfalls in Kanada beheimateten Wayland Group. Mit einer Marktkapitalisierung von unter 100 Millionen US-Dollar zählt Wayland jedoch noch nicht zu den Big-Playern der Branche. Mit der Anbaulizenz für Deutschland hat das noch sehr kleine Unternehmen jedoch schon jetzt einen Fuß in der Tür des wichtigsten Cannabismarktes in Europa.

Die ICC hat fast überall ihren Fuß in der Tür

Durch den Verkauf von 49,9 Prozent des internationalen Asset- und Lizenzportfolios von Wayland an die ICC International Cannabis Corporation, welche ihren Hauptsitz auch in Kanada hat, gewinnt auch dieses Unternehmen, trotz eines ebenfalls sehr geringen Börsenwertes, an Bedeutung. Gegenwärtig besitzt die International Cannabis Corporation insgesamt 19 Anbaulizenzen auf der ganzen Welt, unter anderem auch in Afrika und Südamerika.

HEXO setzt auf die lokalen Konsumenten

In der Auflistung der zehn wichtigsten Cannabis-Konzerne aus Kanada darf natürlich auch HEXO nicht fehlen. Das im Jahr 2013 gegründete Unternehmen, aus Gatineau im westlichen Teil der Provinz Québec, bringt es nach eigenen Angaben aktuell auf eine Jahresproduktion von 108 Tonnen getrocknetem Cannabis. Entsprechend dieser enormen Menge kletterte auch der Börsenwert von HEXO auf rund 1,6 Milliarden US-Dollar.

Im Gegensatz zu den Branchenführern verfolgt HEXO jedoch keine globale Wachstumsstrategie, sondern konzentriert sich eher auf den Heimatmarkt in Kanada. Dementsprechend ist das Unternehmen in seiner Heimatprovinz klarer Marktführer. Da der Konzern eine Liefervereinbarung mit der Provinz Québec im Umfang von 200 Tonnen Cannabis abgeschlossen hat, dürfte in den kommenden Jahren auch kein anderer Marihuana-Produzent an der robusten Marktposition von HEXO rütteln.

Des Weiteren forscht HEXO zusammen mit dem kanadischen Bauerreibetrieb Molson gerade an einem alkoholfreien Cannabis-Getränk. Gerade in dieser Sparte dürfte sich in der Zukunft ein umsatzstarkes und sehr lukratives Marktsegment öffnen. Gegenwärtig ist der Verkauf von Cannabis-Getränken in Kanada jedoch noch untersagt.

OrganiGram und CannTrust erhöhen zügig ihre Produktionskapazitäten

Zwei weitere wichtige Cannabis-Produzenten aus Kanada sind OrganiGram und CannTrust. Mit einem Börsenwert von unter einer Milliarde US-Dollar gehören jedoch beide nicht zu den Big-Playern der Branche. Mit einer derzeitigen Jahresproduktion von lediglich 36 Tonnen getrocknetem Cannabis erscheint die gegenwärtige Bewertung von OrganiGram schon jetzt viel zu hoch. Jedoch rechnen die Analysten damit, dass die Produktionskapazität des Konzerns bis Ende 2019 auf 113 Tonnen ansteigt. Angesichts dieser Einschätzung relativiert sich auch das Bewertungsniveau. Ein sehr ähnliches Szenario zeichnet sich dabei auch bei der CannTrust Holding ab. Während der aktuelle Börsenwert noch in keinem Verhältnis mit der derzeitigen Produktionskapazität steht, rechnen die Experten schon jetzt mit einem enormen Zuwachs, welcher die Marktkapitalisierung rechtfertigen kann. So soll das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte 2020 eine Jahresgesamtkapazität von 200 bis 300 Tonnen Cannabis erwirtschaften.

Pierre Bonnet / finanzen.net

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Bildquellen: Matilde Campodonico/AP, Yellowj / Shutterstock.com

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