MORNING BRIEFING - USA/Asien
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:
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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++
MONTAG: In Australien bleiben die Börsen wegen des Nationalfeiertags geschlossen.
+++++ TAGESTHEMA I +++++
Japans Zentralbank hat die Zinsen am Freitag unverändert gelassen. Der Leitzins liegt weiterhin bei 0,75 Prozent. Die Bank of Japan (BoJ) hatte die Zinsen im Dezember auf dieses Niveau - den höchsten Stand seit drei Jahrzehnten - angehoben. Die Entscheidung vom Freitag, die Füße stillzuhalten, war von Märkten und Ökonomen gleichermaßen erwartet worden. Die erste Sitzung Notenbank in diesem Jahr fand vor dem dramatischen Hintergrund von Turbulenzen am Anleihemarkt, Sorgen um die Regierungspolitik und einem volatilen Yen statt. Auch Signale der BOJ selbst deuteten in diese Richtung: Gouverneur Kazuo Ueda erklärte, die Bank sei entschlossen, die Straffung fortzusetzen, sofern die wirtschaftlichen Bedingungen und die Preisentwicklung dies zuließen. In ihrem vierteljährlichen Ausblick hielt die Zentralbank an der Einschätzung fest, dass die zugrunde liegende Inflation - die volatile und vorübergehende Faktoren ausklammert - in naher Zukunft ihr Ziel von 2 Prozent erreichen wird. Der geldpolitische Rat der Bank erwartet, dass die Verbraucherinflation (ohne frische Lebensmittel) im Fiskaljahr bis März 2026 bei 2,7 Prozent liegen wird. Für das Jahr bis März 2027 wird ein Anstieg der Kernverbraucherpreise um 1,9 Prozent und für das folgende Jahr um 2,0 Prozent prognostiziert. Den kurzfristigen Ausblick für die japanische Wirtschaft hob die BoJ leicht an. Für das laufende Fiskaljahr wird nun ein Wachstum von 0,9 Prozent veranschlagt, verglichen mit der zuvor prognostizierten Expansion von 0,7 Prozent. Für das Jahr bis März 2027 wird ein Wachstum von 1,0 Prozent und für das folgende Jahr von 0,8 Prozent vorhergesagt.
+++++ TAGESTHEMA II +++++
Die chinesische Zentralbank (PBoC) hat den stärksten Leitkurs für den Yuan seit fast drei Jahren festgelegt. Der Schritt deutet darauf hin, dass sie eine allmähliche Aufwertung der Landeswährung zulassen wird, während sie zugleich versucht, Schaden von den Exporteuren abzuhalten. Die People's Bank of China legte den sogenannten Fixing-Kurs für die chinesische Währung am Freitag bei 6,9929 gegenüber dem US-Dollar fest, verglichen mit 7,0019 in der vorangegangenen Sitzung. Es ist das erste Mal seit Mai 2023, dass der Referenzkurs die Marke von 7 Yuan zum Dollar überschreitet. Die 7-Yuan-Marke wird genau beobachtet. Sie gilt als Signal für die Toleranz Pekings gegenüber einer Aufwertung der Währung. Sowohl im Inland als auch im Ausland werden angesichts des steigenden chinesischen Handelsüberschusses Forderungen nach einem stärkeren Yuan laut.
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
- US
15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (1. Veröffentlichung) Januar
PROGNOSE: 53,0
zuvor: 52,5
15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) Januar
PROGNOSE: 52,1
zuvor: 51,8
16:00 Index Verbraucherstimmung Uni Michigan (2. Umfrage) Januar
PROGNOSE: 54,0
1. Umfrage: 54,0
zuvor: 52,9
+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++
INDEX zuletzt +/- %
E-Mini-Future S&P-500 6.925,40 +0,2%
E-Mini-Future Nasdaq-100 25.567,10 +0,2%
S&P/ASX 200 (Sydney) 8.860,10 +0,1%
Nikkei-225 (Tokio) 53.846,87 +0,3%
Hang-Seng (Hongk.) 26.714,54 +0,3%
Shanghai-Comp. 4.127,70 +0,1%
Kospi (Seoul) 4.990,07 +0,8%
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
OSTASIEN (VERLAUF)
Mit einer leicht positiven Tendenz haben sich die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenausklang gezeigt. Die Bank of Japan (BoJ) hat wie erwartet den Leitzins bei 0,75 Prozent bestätigt. Der Nikkei-225 schloss mit einem moderaten Plus von 0,3 Prozent. Am Anleihemarkt zeigten sich die Notierungen mit einer uneinheitlichen Tendenz - die Veränderungen bewegten sich allerdings in einem engen Rahmen. Der Dollar notierte bei 158,93 Yen nach 158,87 Yen am Vortag. An den chinesischen Börsen geht es ebenfalls leicht aufwärts. Die chinesische Zentralbank (PBoC) hat den stärksten Leitkurs für den Yuan seit fast drei Jahren festgelegt. Der Schritt deutet darauf hin, dass sie eine allmähliche Aufwertung der Landeswährung zulassen wird, während sie zugleich versucht, Schaden von den Exporteuren abzuhalten. Der Kospi in Seoul verbesserte sich um 0,8 Prozent auf 4.990 Punkte. Am Vortag hatte der Index erstmalig kurzzeitig die Marke von 5.000 Punkten überwunden.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 49.384,01 +0,6% 306,78 +2,75%
S&P-500 6.913,35 +0,6% 37,73 +0,4%
NASDAQ Comp 23.436,02 +0,9% 211,20 +0,8%
Donnerstag Mittwoch
Umsatz NYSE (Aktien) 1,20 Mrd 1,35 Mrd
Gewinner 1.724 2.179
Verlierer 1.045 582
Unverändert 68 76
Freundlich - Die Wall Street zeigte sich wieder in guter Stimmung und baute ihre Gewinne vom Vortag aus. Anleger griffen bei Aktien wieder zu - dank ermutigender Konjunkturdaten und der Kehrtwende des US-Präsidenten Trump im Streit um Grönland. Für die Kursgewinne hatte die Nachricht gesorgt, dass es keine US-Strafzölle gegen acht europäische Länder geben soll, die Donald Trump wegen des Streits um Grönland angedroht hatte. Es sehe so aus, als habe die Börse einen weiteren politischen Sturm überstanden, sagte ein Börsenhändler. Allerdings blieben die Märkte äußerst empfindlich gegenüber politischen Risiken, was in den kommenden Monaten auch ein großes Risiko darstellen könnte. GE Aerospace verloren 7,4 Prozent, obwohl das Unternehmen starke Viertquartalszahlen und einen insgesamt optimistischen Ausblick vorgelegt hatte. Einige Anleger hätten allerdings eine ambitioniertere Margenprognose erwartet, hieß es. Abbott Laboratories hatte mit Umsatz und Gewinn im Schlussquartal die Erwartungen verfehlt. Die Aktie sackte um rund 10 Prozent ab.
US-ANLEIHEN
Die Renditen setzten ihren Aufwärtstrend zunächst fort, nachdem die durch den Regierungsstillstand verzögerte Daten gezeigt hatten, dass der von der Fed bevorzugte Inflationsindikator im vergangenen Herbst stabil geblieben - also nicht gesunken war. Im Verlauf drehten die Renditen dann aber leicht ins Minus und zur Schlussglocke verlor die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihe 2 Basispunkte auf 4,25 Prozent.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Do, 08:27 % YTD
EUR/USD 1,1743 -0,1 1,1757 1,1689 -0,5%
EUR/JPY 186,64 0,2 186,22 185,68 +0,5%
EUR/GBP 0,8708 0,0 0,8706 0,8704 -0,2%
GBP/USD 1,3486 -0,1 1,3503 1,3430 -0,3%
USD/JPY 158,93 0,3 158,40 158,85 +1,0%
USD/KRW 1.466,60 0,2 1.464,36 1.469,19 +1,8%
USD/CNY 6,9929 0,0 6,9921 6,9970 -0,4%
USD/CNH 6,9597 -0,1 6,9656 6,9588 -0,2%
USD/HKD 7,7982 0,0 7,7966 7,7971 +0,2%
AUD/USD 0,6852 0,2 0,6840 0,6810 +1,3%
NZD/USD 0,5909 -0,2 0,5921 0,5861 +1,4%
BTC/USD 89.459,80 0,2 89.281,50 89.878,10 +1,7%
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags
Der Dollar gab nach den Konjunkturdaten nach. Zwar habe der Trump-Sinneswandel die globalen Märkte beruhigt, aber nicht genug, um den Dollar zu stützen, erklärte ein Händler. Der Dollarindex zeigte sich zur Schlussglocke mit einem Minus von 0,4 Prozent.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold 4.954,16 4.935,98 +0,4% +18,19 +11,8%
Silber 99,24 96,1765 +3,2% +3,07 +30,6%
Platin 2.265,94 2.242,32 +1,1% +23,62 +21,3%
Kupfer 5,84 5,78 +1,0% +0,06 +1,3%
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags
Der Goldpreis setzte seinen Höhenflug fort und tendierte 1,9 Prozent höher. Silber gewann 3,3 Prozent. Anders als am Aktienmarkt profitierte Edelmetall weiter von der Verunsicherung durch die Außenpolitik Trumps.
ROHÖL zuletzt VT-Schluss +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 59,92 59,36 +0,9% +0,56 +5,7%
Brent/ICE 64,61 64,06 +0,9% +0,55 +7,1%
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags
Die Ölpreise gaben deutlicher nach, nachdem die Internationale Energieagentur für dieses Jahr ein Überangebot an Öl prognostiziert hatte. Zudem meldeten die US-Behörden einen Anstieg der kommerzielle Rohölvorräte. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet. Der Preis für ein Barrel Brent verlor 1,8 Prozent und der für WTI zeigte sich 2,0 Prozent im Minus.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++
INFLATION JAPAN
Die Inflation in Japan hat sich im Dezember abgekühlt. Die Verbraucherpreise ohne frische Lebensmittel stiegen um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie aus Regierungsdaten hervorgeht. Der Anstieg entsprach der Erwartung von Ökonomen in einem Konsens des Datendienstleisters Quick. Im November hatte die Inflation noch 3,0 Prozent betragen. Die Energiepreise fielen dank staatlicher Subventionen um 3,1 Prozent. Die Nahrungsmittelpreise ohne frische Lebensmittel stiegen um 6,7 Prozent. Im November hatten sie noch um 7,0 Prozent zugelegt.
ALCOA
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January 23, 2026 01:56 ET (06:56 GMT)