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07.08.2018 17:27
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"Vergleich zwischen Äpfeln und Orangen" - Teslas Umsatzwachstum ist geschönt

Neue Berechnungsstandards: "Vergleich zwischen Äpfeln und Orangen" - Teslas Umsatzwachstum ist geschönt | Nachricht | finanzen.net
Neue Berechnungsstandards
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Vergangene Woche enttäuschte Autobauer Tesla mit seinen Zahlen des zurückliegenden Quartals. Doch selbst diese seien noch geschönt, meint eine Expertin und spricht dabei von einem "Vergleich zwischen Äpfeln und Orangen".

Umsatzwachstum künstlich angekurbelt

Im Anschluss an die Vorlage der enttäuschenden Quartalszahlen vergangene Woche begann die Tesla-Rally. Das Unternehmen unter Elon Musk konnte im offiziellen Handel am vergangenen Donnerstag mehr als 16 Prozent an Wert gewinnen.

Doch insbesondere das Umsatzwachstum, das Tesla vorstellte, sei geschönt, berichtet eine Expertin von MarketWatch. Grund dafür sei eine neue Umsatzrealisierungsregel, die Tesla in diesem Jahr verabschiedet hat. Dadurch sei die Art und Weise der Bilanzierung von Automobilverkäufen mit Wiederverkaufswertgarantie und Fahrzeugen, die über Leasingpartner herausgegeben wurden, verändert worden. Dies habe das Umsatzwachstum künstlich angekurbelt, wie MarketWatch berichtet.

Mangelnde Vergleichbarkeit

Tesla habe bei der Zahlenvorlage nun die diesjährigen Ergebnisse auf Basis der neuen Umsatzrealisierungsregel mit jenen des Vorjahres, welche auf den alten Standards beruhen, verglichen. Dies habe zu einem "Vergleich zwischen Äpfeln und Orangen" geführt, denn die Wachstumsrate sei dadurch künstlich erhöht worden, so die Expertin. Während der Autobauer von einem Umsatzwachstum vom zweiten Quartal 2017 zum zweiten Jahresviertel 2018 in Höhe von 47 Prozent berichtete, hätte das Wachstum eigentlich nur 39 Prozent betragen, hätte Tesla den Umsatz aus dem vergangenen Jahr ebenfalls mit den neuen Standards berechnet.

Anleger hätten nun allerdings auch nicht die Möglichkeit, die nach neuem Standard ausgewiesenen Zahlen mit jenen aus dem letzten Jahr selbst zu vergleichen, da Tesla keine detaillierten Informationen über die neuen Standards zur Verfügung gestellt habe. Das sei jedoch nicht unüblich, etwa 85 Prozent der börsennotierten Unternehmen handelten auf diese Weise, wie MarketWatch berichtet.

"Sie können die Umsatzveränderungen von einem Jahr zum nächsten nicht vergleichen, wenn für die zu vergleichenden Zahlen unterschiedliche Regeln zur Umsatzrealisierung verwendet werden", merkt Paul Chaney, Professor für Rechnungswesen an der Vanderbilt University, gegenüber MarketWatch an. Gewinnveröffentlichungen müssten daher nun besonders sorgfältig betrachtet werden.

Ein Tesla-Sprecher schrieb in einer Mail an MarketWatch, der Autobauer erfülle die neuen Regeln zur Umsatzrealisierung, die es erlaubten, die konsolidierten Ergebnisse der Vorperiode nach den für diese Zeiträume geltenden Rechnungslegungsstandards auszuweisen. Auch andere Unternehmen, insbesondere aus der Automobilbranche, stellten Vergleiche dieser Art an, fügte er hinzu.

Weltweit einheitliche Standards

Chaney kommentierte dies folgendermaßen: "Das Financial Accouting Standards Board hat eine Übergangsmethode geschaffen, die die Vergleichbarkeit für eine einfache Implementierung ausgleicht. Die daraus resultierende mangelnde Vergleichbarkeit verletzt ein wichtiges Ziel des neuen Standards - die Vergleichbarkeit".

Die neuen Regeln sollten die Vergleichbarkeit nun aber verbessern, indem auf diese Weise ein neues, einheitliches Umsatzrealisierungsmodell implementiert werde, das für alle Branchen und weltweit Gültigkeit habe, so Chaney.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Kevork Djansezian/Getty Images, Hadrian / Shutterstock.com

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