20.07.2015 13:09

PayPal Börsengang: Was Sie über das IPO wissen sollten

PayPal-Aktie kommt: PayPal Börsengang: Was Sie über das IPO wissen sollten | Nachricht | finanzen.net
PayPal-Aktie kommt
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eBay bringt den Bezahldienst PayPal als eigenes Unternehmen am 20. Juli an die Börse. Wer von der Abspaltung sowie dem IPO profitiert und für wen PayPal nach dem Börsengang ein Übernahmeziel sein dürfte.
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Nach einem längeren Kampf mit Großaktionär Carl Icahn hat sich das Online-Auktionshaus eBay, dessen Kerngeschäft auf der Stelle tritt, am 17. Juli nachbörslich von seiner Bezahltochter PayPal getrennt und bringt diese am 20. Juli eigenständig an die Börse.

So erfolgreich läuft der PayPal Börsengang: Hier geht's direkt zur IPO-News

Alle eBay-Anteilseigener sollen dann eine neue PayPal-Aktie erhalten. Die PayPal-Aktien dürften sich für Investoren als attraktiv erweisen, Techwerte gehören an den Aktienmärkten zu den gefragtesten Titeln. Unternehmen wie Chinas Alibaba oder der deutsche Online-Händler Zalando reihten sich in den bisherigen Hype ein. Die Bedingungen für einen Börsengang scheinen günstig, zumal sich PayPal immer wieder als Umsatztreiber von eBay erweist und somit das Wachstum des Bezahldienstes noch lange nicht am Ende zu sein scheint.

Der Kampf um die PayPal-Abspaltung von eBay

Der Star-Investor Carl Icahn ist kein Kind von Traurigkeit, was das öffentlichkeitswirksame Einfordern von Veränderungen auch auf Führungsebene seiner Investments angeht. Bereits bei Apple sorgte Icahn bezüglich seines Drängens auf Ausweitung des Aktienrückkaufprogramms für Furore und auch bei eBay und PayPal mischte er kräftig mit. Mit seinem Unternehmensanteil von rund 2,5 Prozent verschaffte er sich öffentlich Gehör bei den weiteren Großaktionären von eBay sowie dessen Konzernführung. Seine Forderung: PayPal von eBay abzuspalten und einen Börsengang zu forcieren, da die einzelnen Teile mehr wert seien, als beide zusammen. Hierbei müssen geneigte Anleger im Hinterkopf behalten, dass ein Carl Icahn stets im Blick hat, den Wert seiner Beteiligung zu steigern und zusätzliche Werte für die anderen Aktionäre zu schaffen. Nach monatelangem Ringen wurde der Plan umgesetzt PayPal abzuspalten und getrennt von der Konzernmutter an die Börse zu bringen.

Wert des PayPal Börsengangs

Getrennt sind eBay und PayPal mehr wert als zusammen. PayPal wird in Zukunft aller Voraussicht nach weiter wachsen. Nach der Abspaltung und dem folgenden Börsengang wird es für bisherige eBay-Konkurrenten einfacher sein, den Bezahldienst ebenfalls zu nutzen beziehungsweise eigenen Kunden anzubieten. Unabhängig könnte PayPal nach dem IPO noch stärker expandieren. Nachteile sind kaum zu erwarten, da sich die Abspaltung nicht auf das Bezahlverhalten der eBay-Nutzer beim Handel im Auktionshaus auswirken wird. So steckt im eBay-Anteilsschein sowie in der PayPal-Aktie viel Kursfantasie. Am Markt dürfte den unterschiedlichen Konzernteilen damit auch eine höhere Bewertung zuteilwerden, als dies noch als Gesamtunternehmen der Fall war. Der Marktwert von eBay beläuft sich inklusive PayPal aktuell auf rund 79 Milliarden Dollar. Analysten schätzen den Wert PayPals alleine derzeit allerdings sogar auf bis zu 60 Milliarden Dollar - Tendenz steigend.

PayPal in Zahlen

Rund 169 Millionen Menschen nutzen den Bezahldienst weltweit, was einem Marktanteil von rund einem Sechstel an allen Online-Transaktionen gleichkommt. Die Zahl der aktiven Kundenkonten steigt stetig. Allein in Deutschland wird die Zahl der Nutzer auf bis zu 20 Millionen geschätzt, rund 50.000 deutsche Online-Händler bieten den Bezahldienst an. PayPal blieb auch bei der Vorlage der jüngsten eBay-Geschäftszahlen zum zweiten Quartal 2015 das Zugpferd des Konzerns. Die Nettoerlöse der Bezahltochter stiegen um 16 Prozent auf 2,26 Milliarden Dollar. Das Geschäft mit den Handelsplattformen schrumpfte daneben um drei Prozent auf rund 2,1 Milliarden Dollar.

Die Zukunft von PayPal - Online-Bezahldienste vs. Bankengeschäfte

Mobile Payment begleitet viele Smartphonenutzer bereits in ihrem Alltag, Handel wird zunehmend im Internet betrieben. Alternativen sprießen förmlich aus dem Boden und machen den Banken mit ihren Direktgeschäften zunehmend das (Über-)Leben auf diesem Sektor schwer. Der Online-Handel ist bezüglich anfallender Gebühreneinnahmen durch nutzende, zahlende Verkäufer ein hochprofitabler, stetig wachsender Markt. Die traditionellen Bankengeschäfte scheinen überholt. Sogenannte Fin-Techs, wie mobile oder internetbasierte Bezahldienste, Kreditanbieter oder Vermögensverwalter sind weltweit auf dem Vormarsch. Die digitale "R"Evolution nimmt bereits ihren Lauf - gute Vorzeichen für weiteres Wachstum bei PayPal.

In Deutschland bekommt PayPal Ende des Jahres indes Konkurrenz. Demnach soll ein von privaten und genossenschaftlichen Banken genutztes, einheitliches, institutsübergreifendes Online-Bezahlverfahren eingeführt werden. Beteiligt daran sind laut Medienberichten unter anderem Commerzbank und comdirect Bank, Deutsche Bank und Postbank, die HypoVereinsbank sowie DZ und WGZ Bank. Wie der Bezahldienst heißen wird, wurde noch nicht verraten.

Noch vor IPO: PayPal will Xoom kaufen

Vor dem Börsengang will PayPal eigenen Angaben zufolge den Geldtransfer-Dienstleister Xoom übernehmen und damit seine Marktposition weiter stärken. Der Kaufpreis liege bei rund 890 Millionen Dollar. Der Deal soll im vierten Quartal 2015 abgeschlossen sein. Wie PayPal weiter jüngst mitteilte, werde die Übernahme leicht auf den bereinigten Gewinn je Aktie im Jahre 2016 drücken.

PayPal als Übernahmeziel nach dem IPO

Gerüchten zufolge sind Giganten wie Apple, Alibaba und Google an einem Kauf von PayPal nach dem Börsengang interessiert. Googles eigener Bezahldienst Google Wallet konnte sich am Markt bisher nicht durchsetzen. Apple versucht hingegen mit Apple Pay im umschwärmten Bezahldienstmarkt Fuß zu fassen. Der chinesische Online-Riese Alibaba könnte mit seinem bereits in der Heimat etablierten Bezahldienst AliPay ebenso am Kauf von PayPal interessiert sein - zumal es den Einstieg sowie Ausbau am amerikanischen Markt deutlich erleichtern würde.

Im Falle eines Verkaufs von PayPal dürfte sich eBay selbst mehrere Milliarden Dollar in die eigenen Kassen spülen. Bisher ging das Online-Auktionshaus, beispielsweise mit der Veräußerung von Skype an Microsoft, keinen Deal unterhalb der 1,4 Milliarden-Dollar-Marke ein. Aufgrund der Profitabilität sowie den Wachstumsaussichten PayPals dürfte der Gewinn weit höher ausfallen. Bei solchen Spekulationen ist auch die bereits genannte Bewertung der Experten von 60 Milliarden Dollar nicht außer Acht zu lassen. Ob einer der potenziellen Käufer tatsächlich zugreift bleibt mit Spannung abzuwarten - Icahn hat den Weiterverkauf bereits empfohlen.

Melanie Flößer/Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Ken Wolter / Shutterstock.com, Twin Design / Shutterstock.com

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12.02.2021PayPal OutperformCredit Suisse Group
25.06.2020PayPal buyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
31.01.2019PayPal OutperformOppenheimer & Co. Inc.
07.01.2019PayPal OverweightBarclays Capital
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12.02.2021PayPal OutperformCredit Suisse Group
25.06.2020PayPal buyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
31.01.2019PayPal OutperformOppenheimer & Co. Inc.
07.01.2019PayPal OverweightBarclays Capital
19.10.2018PayPal OutperformBMO Capital Markets
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