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QIX Deutschland: Vermögensverwalter DWS vermeldet Q1-Nettozuflüsse auf Rekordwert von 941,0 Mrd. Euro und Merck gibt Baustart für neues 300-Mio.-Euro-Forschungszentrum bekannt

29.04.24 15:17 Uhr

QIX Deutschland: Vermögensverwalter DWS vermeldet Q1-Nettozuflüsse auf Rekordwert von 941,0 Mrd. Euro und Merck gibt Baustart für neues 300-Mio.-Euro-Forschungszentrum bekannt | finanzen.net

Kurz vor der am Mittwochabend erwarteten US-Leitzinsentscheidung liegt der QIX Deutschland am Montag kaum verändert bei 16.385 Punkten. DWS will sich bis 2025 vor allem auf seine "Passive"-Sparte rund um die ETF-Marke Xtrackers fokussieren, und jährlich in dem Bereich um mehr als 12,0 % beim verwalteten Vermögen zuzulegen.

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Merck plant im neuen F&E-Zentrum "Advanced Research Center" in Darmstadt ab 2027 unter anderem an Lösungen zur Herstellung von Antikörpern und mRNA-Anwendungen zu forschen.

In Anbetracht florierender Geschäfte zeigte sich am Freitag im Qualitäts-Index die Aktie der DWS Group am Freitag mit gut 3,0 % Plus in Topform. Heute notierte sie auch nur leicht im Minus bei 40,30 Euro, und steht damit aber fast wieder auf Jahreshöchststand. Schließlich hatte der Vermögensverwalter am Donnerstag nach einem guten Start ins laufende Jahr optimistisch nach vorn geblickt. Wir setzen alles daran, um unsere für 2025 gesteckten finanziellen Ziele zu erreichen, sagte Unternehmenschef bei der Zahlenvorlage für das 1. Quartal. Ganz oben steht dabei die von DWS anvisierte Steigerung des Gewinns je Aktie auf 4,50 Euro, was einem Überschuss im nächsten Jahr von rund 900,0 Mio. Euro entsprechen würde. 2023 hatte der Nettoertrag der Deutschen-Bank-Fondstochter gerade mal bei etwas mehr als 550,0 Mio. Euro gelegen. Erreicht werden soll das Unternehmensziel aber zum einen über steigende Erträge, den Wegfall von Einmalkosten und Effizienzsteigerungen. DWS bietet dabei seinen Kunden eine reichhaltige Palette an Fonds- und ETF-Produkten, die zu Investmentzwecken oder zum Vermögensaufbau genutzt werden können. Die Finanzangebote der Frankfurter umfassen aber auch festverzinsliche Wertpapiere, Immobilien, Infrastruktur und Private Equity sowie eine Reihe von nachhaltigen Anlagen. Und derzeit ist das Interesse gerade an den Fonds- und ETF-Lösungen von DWS ungebrochen hoch, was sich vor allem bei den zuletzt verbuchten Rekordzuflüssen zeigt. Allein in den ersten 3 Monaten legte der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr zwar nur um 5,0 % auf 146, Mio. Euro zu. Die Einnahmen, die von DWS in erster Linie über Fondsgebühren und Lizenzen erzielt werden, zogen ebenfalls um 5,0 % auf 653,0 Mio. Euro an. Positiv überraschten dagegen die Q1-Nettomittelzuflüsse beim langfristig verwalteten Vermögen von zuletzt 7,9 Mrd. Euro.

Demnach kletterten die "Assets unter Management" (AUM) im 1. Jahresviertel auf den Rekordwert von 941,0 Mrd. Euro, was immerhin gut 12,0 % mehr als Ende März 2023 war. Fast 90,0 % der AUMs entfielen dabei auf langfristiges Geschäft. Und die DWS Gruppe hat mit ihren Fonds-Dienstleistungen in Zukunft noch einiges vor. Neben dem Anlagebereich "Alternatives" will das Unternehmen in den kommenden Jahren vor allem in der "Passive"-Sparte rund um die ETF-Marke Xtrackers wachsen. Schon Ende 2022 wurde vom Management das Ziel ausgegeben, bis 2025 jährlich um mehr als 12,0 % beim verwalteten Vermögen im Passive-Bereich zuzulegen. Beim Alternatives-Geschäft hat sich DWS als Anlagespezialist einen Zuwachs von jährlich mindestens 10,0 % vorgenommen. Allerdings kommt das Unternehmen am US-Fondsanbieter BlackRock nicht vorbei, der auch in Europa mit 43,0 % Marktanteil die unantastbare Nummer 1 ist. Aktuell liegen die Frankfurter mit 10,4 % aber auf Platz 3, hinter dem ETF-Anbieter Lyxor. Die sehr attraktive Dividende von gut 5,0 % und die Wachstumschancen sprechen mittelfristig aber für den Finanzdienstleister. Zudem kam DWS im letzten Jahr auf eine operative Marge von 14,0 %, was viel über die renditestärke des Anlagegeschäfts aussagt.

Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt. Die im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch hohe Gewinnspannen und Kapitalrenditen sowie stabile Wachstumsraten und solide Bilanzen aus. Auch Value-Kriterien wie Dividendenrendite, niedrige Kurs-Gewinn- und Kurs-Umsatz-Verhältnisse werden mit einbezogen.

Leicht im Minus bei 149,80 Euro notiert am Montag im Qualitäts-Index auch die Aktie von Merck. Dabei hatte der Pharma- und Spezialchemieanbieter in der Vorwoche angekündigt, mehr als 300,0 Mio. Euro in ein neues Forschungszentrum am Hauptsitz in Darmstadt investieren zu wollen. Bei der Grundsteinlegung am Donnerstag sprach der Bundeskanzler sogar von einem "Bekenntnis zu Deutschland als starkem Pharma-, Industrie- und Forschungsstandort". Zugleich sicherte der Politiker Merck und der gesamten Pharmabranche in Deutschland weiter Unterstützung zu. Der von dem Arzneimittelanbieter geplante Neubau ist Teil eines Investitionsprogramms, das rund 1,5 Mrd. Euro für den Standort Darmstadt bis 2025 umfasst. Die Investition ermögliche Fortschritt, der Millionen von Patienten in aller Welt zugutekomme, sagte zudem die Merck-Chefin. Ab Anfang 2027 soll das Forschungszentrum laut Merck auf rund 18.000 qm Platz für rund 550 Beschäftigte bieten. Im "Advanced Research Center" will das Unternehmen dann unter anderem an Lösungen zur Herstellung von Antikörpern, mRNA-Anwendungen und an weiteren Produkten für die biotechnologische Herstellung forschen. Merck sieht in der neuen mRNA-Technologie jedenfalls einen wichtigen Hoffnungsträger bei der medizinischen Heilbehandlung, da sie an den Bauplänen körpereigener Eiweiße ansetzt. Bekannt wurde sie vor allem in der Corona-Pandemie in Form spezieller mRNA-basierter Impfstoffe.

Dabei konnte bei Merck nur der Pharmabereich im vergangenen Jahr seinen Umsatz steigern und verdiente auch mehr, weil sich wichtige Kassenschlager gegen Krebs und Multiple Sklerose weltweit gut verkauften. Dennoch wurden zuletzt in der eigentlich robusten Sparte rund 200 Arbeitsplätze gestrichen. Angesichts des schwächeren Laborgeschäfts und einer kriselnden Elektroniksparte war das Jahr 2023 jedenfalls von der Unternehmensführung zuletzt für Merck auch als "Übergangsjahr" bezeichnet worden. Inzwischen wird aber mit einer schrittweise anziehenden Auftragslage in der Laborsparte gerechnet, wodurch das Geschäft mit Produkten und Dienstleistungen rund um die Arzneimittelherstellung noch im 1. Halbjahr die Wende schaffen soll. Für die Merck-Aktie dürfte diese Entwicklung tendenziell auch wieder höhere Kurse bedeuten.

Wenn Sie den QIX nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an. Hinweis: Da der QIX Deutschland von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Deutschland. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.

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