10.12.2020 12:35

Rennen um den besseren Autopilot: Waymo und Tesla streiten um den richtigen Ansatz

Schlagabtausch: Rennen um den besseren Autopilot: Waymo und Tesla streiten um den richtigen Ansatz | Nachricht | finanzen.net
Schlagabtausch
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Beim Wettstreit um die Entwicklung eines selbstfahrenden Autos setzen Tesla und Waymo auf sehr unterschiedliche Arten von künstlicher Intelligenz. Doch welches ist der richtige Ansatz?
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• Tesla treibt autonomes Fahren voran
• Tesla und Waymo setzen auf unterschiedliche Technik
• Verbaler Schlagabtausch

Der Konkurrenzkampf um autonom fahrende Fahrzeuge spitzt sich zu. So erlaubt der Elektroautohersteller Tesla seit Oktober ausgewählten Nutzern, die Selbstfahrfunktion der eigenen Modelle bereits vor der offiziellen Veröffentlichung zu nutzen. Wie "electrek", ein Nachrichtenportal, das sich auf E-Autos und grüne Energie konzentriert, berichtet, geschieht dies im Rahmen eines neuen Beta-Programms für die Fahrzeugsoftware. Dieses Update soll es ermöglichen, das Tesla-Fahrzeug vollautomatisch zu steuern. Jedoch wurde auch gewarnt, dass die Software noch nicht komplett fehlerfrei laufe und die Fahrer deshalb zu jedem Zeitpunkt bereit sein müssten, in das Verkehrsgeschehen einzugreifen.

Verschiedene Ansätze bei Autopilot

Die Fahrzeuge des Elektroauto-Pionieres navigieren mittels Computervision und reaktiver Planung. Das verwendete System soll jede Situation im Straßenverkehr so handhaben als würde sie zum ersten Mal erfasst - ähnlich wie bei einem menschlichen Fahrer. Dazu verbindet Tesla redundante Kamera-, Radar- und Ultraschallsysteme mit leistungsfähiger Bildverarbeitung. Allerdings ist hierzu deutlich mehr Computerleistung erforderlich als beim Ansatz des Konkurrenten Waymo.

Die Google-Schwester Waymo setzt dagegen auf die Lidar-Technologie. Dabei erzeugen die Fahrzeuge mittels Laser eine detaillierte 3D-Karte der Umgebung und eine Software gleicht dann diese generierte Karte mit hochauflösenden Landkarten ab. Die Waymo-Fahrzeuge orientieren sich dann mittels dieser gespeicherten digitalen Karten.

Schlagabtausch zwischen Tesla und Waymo

Der schillernde Tesla-Chef Elon Must hat in der Vergangenheit keinen Hehl daraus gemacht, dass er von Waymos Ansatz nichts hält. Er kritisierte, dass hierbei die verwendeten Karten ständig rasch angepasst werden müssen, wenn sich die Umgebung verändert. Laut "electrek" hat kürzlich nun auch Andrej Karpathy, Teslas Chef für künstliche Intelligenz, gegen Waymo geschossen und erklärt, er glaube nicht, dass die Industrie bei der Entwicklung fahrender Fahrzeuge damit durchkomme, sich auf Lidar und Karten zu verlassen.

Dagegen beantwortete Waymo auf Twitter die Frage eines Nutzers, ob die Waymo-Technologie um eine Zehnerpotenz fortgeschrittener sei als die Technik eines lautstarker auftretenden Konkurrenten mit irreführender Warenbeschreibung, schlichtweg mit "Ja".

Zwar wurde der Wettbewerber hierbei nicht namentlich genannt, doch ist klar, dass damit Tesla gemeint ist. Dessen Chef, Elon Musk nutzt nämlich gerne das Wort "Zehnerpotenz". Zudem wird dem Konzern vielfach vorgeworfen, irreführend zu werben. In Deutschland wurde Tesla sogar schon gerichtlich verboten, mit dem Begriff "Autopilot" für seine Fahrzeuge zu werben. Die Richter sahen diese Bezeichnung als irreführend an, da sie suggeriere, dass es sich um eine Technik zum autonomen Fahren und nicht nur um ein Assistenzprogramm handelt. Der Tesla-Chef sieht dies jedoch weiterhin anders. Niemand würde aufgrund der Bezeichnung annehmen, dass sich das Auto von selbst fahre, so Elon Musk.

Waymo bereits ohne Fahrer unterwegs

Das große Ziel von Elon Musk bleibt es jedenfalls, die Software weiter dahingehend zu verbessern, dass vollständig autonomes Fahren möglich wird. Dabei ist er überzeugt, dass sich Teslas Konzept der reaktiven Planung bei selbstfahrenden Autos durchsetzen wird.

Als weltweit führend bei der Entwicklung von Systemen für das autonome Fahren gilt derzeit jedoch Waymo. Die Google-Schwester erprobt schon seit rund zehn Jahren ihre Technik auf den Straßen der USA und gilt deshalb als Vorreiter. Im Pkw-Bereich hat der "Waymo Driver" bereits Millionen Testkilometer auf öffentlichen Straßen zurückgelegt. In Phoenix im US-Bundesstaat Arizona darf das Unternehmen sogar schon Fahrgäste ganz ohne Sicherheitsfahrer befördern.

Redaktion finanzen.net

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